Fragen über Fragen zur Regenbogenforelle

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  • Habedere erst einmal ;) Ich habe hier ein paar Fragen über die Regenbogenforelle, die mich schon eine Weile beschäftigen:


    1. Die Regenbogenforelle wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in England und 1882 auch in Deutschland eingeführt, wie war es zu dieser Zeit möglich die Fische bzw. den Laich wohlauf über den großen Teich zu bringen?


    2. Desweiteren mache ich mir sehr viele Gedanken über die Forellen in den sogenannten Forellenpuffs, man sagt ja das Regenbogenforellen Höhere Temperaturen und einen niedrigeren Sauerstoffgehalt aushalten, aber fühlen sich die Fische unter diesen Umständen wirklich wohl, und müsste, falls sich meine Vermutung bestätigt nicht etwas gegen die rücksichtslose Behandlung gegenüber diesem Lebewesen unternommen werden? ( Ich möchte noch hinzufügen, dass es mit sicherheit auch Forellenpuffs gibt, die ihren Fischen einen besseren Lebensraum bieten, obwohl ich diesem Fisch generell ja sehr kritisch gegenüber stehe).


    Danke schonmal,
    Petri :prost:

  • Hallo Bergla,


    zu 1) ich habe mal in einem neuseeländischem Buch gelesen, wie die Engländer es um die selbe Zeit fertig gebracht haben, Bachforelleneier nach Australien bzw. Neuseeland zu verschiffen. Das funktionierte mit speziell isolierten Laderäumen, die mit sehr viel Eis beladen wurden, die Forelleneier waren in großen Bottichen und wurden intensiv überwacht. Und das hielt tatsächlich bis Australien durch. Da wird es wohl leichter gewesen sein, die Forelleneier von Nordamerika über den kühlen Atlantik zu schippern.
    zu 2) Das ist eine sehr vermenschlichende Fragestellung, so richtig antworten können die Forellen ja nicht. Da frage ich mich gleich, ob sich ein Hecht im Starnberger See wohlfühlt ... vielleicht mag er gar keine Renken und wäre eigentlich lieber in der Ostsee, weil ihm Heringe viel besser schmecken... Zu den Forellen, ich denke mal, so lange sie fressen und umherschwimmen, geht es ihnen gut. Und ein Fischzüchter/ Pächter, der mit den Fischen Geld verdient, wird schon im eigenen Interesse alles dafür tun, dass sie umherschwimmen und fressen.
    Wolfgang aus Ismaning

  • Danke für deine rasche antwort, wirklich erstaunlich wie der Laich diese Transportwege aushielt, von England nach Australien ists ja nun wirklich kein Katzensprung :D 
    Es kann gut sein, dass meine 2 Frage ein wenig vermenschlichend wirkt, jedoch denke ich Findet ein Hecht in einem See, wie es der Starnberger ist seinen Natürlichen Lebensraum, was bei Forellenpuffs für die Regenbogenforelle meiner Meinung nach nicht der Fall ist.

  • Du hast ja nicht gefragt, ob die Forellen in den sog. Forellenpuffs natürliche und artgerechte Bedingungen vorfinden, sondern ob sie sich wohlfühlen... Klar ist der Hecht in seinem natürlichen Lebensraum, die Frage war ja, ob er sich genau dort, wo er gerade ist, "wohl fühlt". Bei den sog. Forellenpuffs kommt es doch sehr auf das einzelne Gewässer an, im Prinzip könnte man jedes frisch mit Regenbogenforellen besetzte Gewässer als solchen bezeichnen. Außerdem gibt es auch bei den explizit als Put&Take-Anlagen genannten Gewässern welche, die hervorragende Bedingungen für Forellen darstellen, also kaltes und sauerstoffreiches Wasser usw. Häufig befinden sich die Anlagen ja in der Nähe der Zuchtanlagen und werden von dem gleichen Wasser gespeist, das sollte für Forellen dann schon geeignet sein. Ich würde das nicht pauschalieren.
    Wolfgang aus Ismaning