Beiträge von Juvol

    Damals haben sie doch auch experimentiert den Saiblingsbrut an Trockenfutter zu gewöhnen..?!

    Die dann erstmal im See einfach verhungert sind.


    Oder war das ein , wie immer, ein Märchen...?

    Roel, das war ein halbes Märchen:)

    Das mit dem Trockenfutter stimmt nicht, dafür hat man aber einen Jahrgang im ganz tiefen Wasser ausgesetzt, die sind dann runter zum Grund und dort verhungert.

    Das Ergebnis war das gleiche;(

    Die Saiblinge im Starnberger See haben sich aber auch in den 60er und 70er Jahren nicht natürlich vermehrt, dafür war durch den Schlick auf dem Grund viel zu wenig Sauerstoff vorhanden. Aber zu der Zeit war die Nachzucht viel einfacher, weil beim Laichfischfang die Netze nach 2 Stunden voll waren, wie jetzt erst wieder ein Berufsfischer mitgeteilt hat.

    Das der Bestand dann so stark gewachsen ist, lag sicher auch daran, dass die Saiblinge nach dem Abstreifen wieder zurück gesetzt wurden.

    Damals gab es keine Hälterbecken und die Fische waren in der Jahreszeit schlecht zu verkaufen.

    Abwärts ging es genau von dem Zeitpunkt an, als sich diese Praxis änderte und die gefangenen Fische im Hälterbecken oder in der großen Tiefkühltruhe landeten.

    Durch den Missbrauch des Laichfischfanges hat es nur 6 Jahre gedauert um den Bestand weitestgehend zu eliminieren;(

    vatas-sohn

    Ich bin zwar grundsätzlich deiner Meinung, kenne aber noch die früheren Zeiten am See, wo auch Regenbogenforellen besetzt wurden.

    Das hat dem See keineswegs geschadet, ich würde sogar sagen, das war seine beste Zeit.

    Die Regenbogenforellen sind parallel zur Seeforelle zu erstaunlichen Größen herangewachsen und hatten bedingt durch die Nahrung genau so rotes Fleisch wie die Seeforelle. Für Angler waren diese kampfstarken Fische ein Traum.

    Sie darf aber, wie oben geschrieben, im Starnberger See nicht besetzt werden, obwohl das in der Isar zulässig ist.

    Das muss man dann nicht verstehen.

    Den Besatz in Bächen abzubrechen weil es nichts bringt find sehr schade und kurzfristig gedacht.

    Wenn man nach 10-15 Jahren das Fazit zieht und dann sagt das es sich nicht lohnt wäre okay.

    Aber nach der kurzen Zeit?!?!

    Ich denke, dass das schon die richtige Entscheidung war

    Man hat das ja genau beobachtet und obwohl die Fische fast alle aus dem Ei geschlüpft sind, hat es wohl keiner geschafft groß zu werden und in den See zu ziehen.

    Ob es an fehlender Nahrung oder am Gänsesäger lag ist nicht klar, aber nachdem das Experiment vor 5 Jahren begonnen wurde und eine Seeforelle in 3 Jahren eine Größe von 40 bis 50cm erreicht, hätten sich längst erste Erfolge einstellen müssen. Wenn aber kein Angler und kein Berufsfischer untermassige Seeforellen im See gefangen hat, ist das doch ein eindeutiges Zeichen.

    Bei der großen Zahl von Haubentauchern und Gänsesägern hat nach meiner Auffassung nur ein mindestens 2-sömmriger Besatz eine realistische Chance groß zu werden.

    Das mit den Saiblingen sehe ich auch positiv, aber das wird natürlich auch seine Zeit dauern, der neue Laichstamm wird frühestens nächstes Jahr zu ersten Mal ablaichen und es sind halt reine Zuchtfische.

    Mit einer 2,70 Meter langen Angel kann ich doch bequem im sitzen eine 2,5 Meter lange Hegene werfen.

    Da habe ich doch die Arme nach oben gestreckt und damit eine zusätzliche Distanz von einem Meter zur Wasseroberfläche.

    Warum soll ich mir da eine lange unhandliche Angel antun?

    Und selbst wenn man beim werfen einen kleinen Vorteil sehen würde, ist das Keschern und abhaken von gefangenen Fischen viel umständlicher und hat ohne extrem langen Kescher noch den Nachteil, dass die senkrecht gestellte Angel für die Renke die beste Fluchtmöglichkeit darstellt.

    Der Schwimmer fällt ja auch nur um, wenn die Renke von unten nimmt und sich am Blei hakt.

    Ob die Renken nur schlecht hängen, was an manchen Tagen schon mal vorkommt, oder ob es am nachgeben der Schnur liegt, kannst du einfach testen indem du dann einen Schnurstopper rein bindest.

    An was es tatsächlich liegt, bekommst du am besten mit 2 Angeln bei gleichen Bedingungen mit 3er Hegenen heraus. Da kannst du deine Settings optimieren.

    Wenn du da mal die verschiedenen Varianten durch getestet hast, wirst du keinen Renkenfinder mehr nehmen, weder kurz noch lang.

    Ein paar Stichworte zur gestrigen Versammlung:

    Saison für die Berufsfischer war ordentlich, aber in den Monaten April und Mai schlecht, dafür im Juni und Juli sehr gut.

    Renken stehen vermehrt im Freiwasser und tiefer als in den vergangen Jahren.

    Seeforelle und Saibling sind fast nicht vorhanden, aber der Waller vermehrt sich stark, auch wenn der dieses Jahr aufgrund der kalten Wassertemperaturen nicht abgelaicht hat. Alle anderen Arten haben später als normal abgelaicht und deshalb gehen die Jungfische deutlich kleiner in den Winter.

    Der neue Besatz ist in etwa auf Vorjahresniveau, für Saiblinge soll in einer Zucht ein eigener Laichstamm aufgebaut werden, da nicht ausreichend neuer Besatz am Markt zu kaufen ist. Das Projekt mit den Seeforelleneiern in Zuflüssen ist eingestellt worden, weil kein Erfolg sichtbar war.

    Ab nächster Saison können bei kleineren Vergehen von den Kontrolleuren Geldstrafen vor Ort kassiert werden, eine überregionale Neuregelung.

    Und zum Schluss der Höhepunkt: Ab nächstem Jahr ist das Echolot erlaubt.

    Man verbindet damit die Forderung und Hoffnung, dass künftig mehr als die bisherigen 10 Prozent der Fanglisten zurück gegeben werden.

    Digitale Fanglisten gibt es nur für Online Angelkarten, für die normalen Karten wird noch nach einer Lösung gesucht.


    Es war jedenfalls mal wieder ein gemütliches Treffen mit vielen bekannten Gesichtern:)

    ambacher

    Wir meinen den gleichen Fisch, aber ich bin mir sicher, dass er 160cm hatte.

    Ich habe ein Foto von dem Fisch gemacht, aber ich finde es leider nicht mehr, wahrscheinlich ist es verblasst.

    Es gab damals auch große Berichte in der Zeitung, aber das Netz gibt dazu zumindest in der Schnellsuche nichts her;(

    Mit 1,40 Meter fehlt aber noch einiges zum Rekord am Starnberger See.

    Vor vielen Jahren wurde ein Hecht mit 1,60 Meter gefangen. Der Fisch wurde in einer Hütte neben dem Ambacher Damfpersteg gehältert und dort dann tatsächlich gestohlen.

    Ich hatte für den Tatzeitraum ein Alibi:girl_cray2.gif:

    Letzte Woche waren sie auf 2 - 3 Meter bei 6 bis 8 Meter Wassertiefe, einfach mit dem Boot treiben lassen und die Hegene hinterher ziehen.

    Wenn du Pech hast, dann gibt´s ne Hegene voll mit Seelauben, aber die suchen in dieser Tiefe halt auch die kleinen Barsche;(.

    Mal ne ganz andere Frage. Hat jemand Erfahrung mit Minibarschfang (3-6cm) per Senke?

    Das war früher an den Dampferstegen kein Problem, aber in den letzten Jahren habe ich keine geeigneten Plätze gesehen, wo sich die Minibarsche dauerhaft aufhalten.

    Jetzt ist es einfacher mit kleinen Haken an der Hegene, das geht auch schneller:)

    :rofl:


    Roel


    ich war schon seit zig Wochen nicht mehr am See... habe eine Massige , knapp 70 erwischt im Herbst, das war's..für wie lange..? schauen wir mal.

    Wann beginnt denn in Holland der Herbst, wenn du seit Wochen nicht mehr am See warst:mrgreen:

    Was der Ostermaier für den Tegernsee war der alte Huber am Starnberger See.

    Der ist früher jeden Tag 4 Stunden mit dem Boot raus und hat Plankton für den Nachwuchs im Bruthaus geschleppt.

    Den heutigen hochmotivierten jungen Berufsfischern ist das alles zu viel Arbeit, die haben ja kaum mehr Motivation zum Laichfischen an kalten Tagen.

    Da wird lieber die Renkenbrut direkt nach dem schlüpfen in den See gesetzt und Seeforelleneier werden in den Bach platziert.

    Obwohl diese Maßnahmen jetzt schon seit Jahren laufen, habe ich auch dieses Jahr keine einzige untermaßige Seeforelle gefangen.

    Nicht alles was man anders macht, wird auch besser.

    Walchensee, Tegernsee und Starnberger See haben die Gemeinsamkeit, dass die flacheren Bereiche in denen sich Renken und Seeforellen zu bestimmten Zeiten aufhalten, sehr leicht erkennbar und auch mit Netzen befischbar sind.

    Auch die neue Generation der Berufsfischer hat trotz bester Vorsätze viel zu wenig Wissen und deshalb wird beim Besatz nach dem Motto "try and error"

    gearbeitet. Am Starnberger See werden zwar die Besatzzahlen mitgeteilt, aber keiner der Berufsfischer hat auf die Frage, wieviel Fische von 20 Millionen Besatz wohl die Fanggröße erreichen, auch nur eine ungefähre Vorstellung.

    Das ist kein Vorwurf, weil sie das gar nicht wissen können und sich diese Werte auch von Jahr zu Jahr verändern, genauso wie das Nahrungsangebot und die Freßfeinde.

    Am Starnberger See werden auch die Fanglisten ausgewertet, aber die Quote der abgegebenen Fanglisten liegt unter 30 Prozent und sind meiner Meinung nach auch nicht glaubhaft, es sei denn, dass nur die ihre Liste abgeben die wenig gefangen haben.

    Nachhaltigkeit ist nach meiner Auffassung nur über eine Bestandserfassung mit angepassten Fangbeschränkungen zu erreichen, aber das geht halt nicht, wenn die Existenz daran hängt.

    99% - das klingt effizient ;(

    So ganz kann ich diesen Wert auch nicht glauben, weil das ja nicht den Fangrößen bei den Anglern entspricht.

    Eventuell bedeutet das auch nur, dass die größeren Fische dann nicht mehr so leicht ins Netz gehen.

    Aber ich kann mich auch an Jahre erinnern, als alle Berufsfischer aktiv waren und man tatsächlich nur noch Renken um die 30cm gefangen hat.

    Ich wollte mit meiner Frage kein Berufsfischer-Bashing betreiben, sondern einfach mal auf den Umstand hinweisen, dass jedes zusätzliche Netz den Fischbestand des Gewässers verringert. Auch wenn nachhaltig gearbeitet wird und Besatzmaßnahmen durch diesen Fischer erfolgen, werden die in frühestens 3 bis 5 Jahren wirksam.

    Somit wäre es für mich logisch, dass der Fischbestand bei ansonsten unveränderten Bedingungen in diesen 3 bis 5 Jahren sinkt.

    Natürlich ist der Beobachtungszeitraum jetzt noch zu kurz und jährliche Schwankungen gibt es immer, aber man sollte solche zusätzlichen Eingriffe nicht unterschätzen.

    Wie sich intensive Netzfischerei auswirkt sehen gerade die Kollegen am Tegernsee und am Starnberger See hat eine Bestandsaufnahme ergeben, dass 99 Prozent eines Renkenjahrgangs ab fangreife im ersten Jahr herausgefangen werden.