Beiträge von planseefischer

    Waaaaas, spinnst wohl? Jetzt wechselst erst mal 20 Haken an verschiedenen Blinkern, kaufst irgendeinen neuen Superköder, bespulst 3 Rollen mit neuer Schnur und kaufst irgendwas Schweineteures fürs Boot. Kann ja wohl nicht wahr sein, da drückt er sich vor der erster-März-Aufregung.

    Das müsst man jetzt fast ausdrucken und einrahmen und in Laden hängen :rofl::rofl::rofl:

    Zum Thema: Ich habe so etliche kleine Helferlein. Letztes Jahr habe ich mir eine Halterung für Messer, Klemme und Prist für mein Kajak gebaut. Sehr nützlich und alles ist aufgeräumt an seinem Platz. Schöner Nebeneffekt: Flüsterleise!


    Schaut wirklich sehr interessant und durchdacht aus - aus was hast du denn das "Innenleben" gemacht - schaut für mich irgendwie nach Schmutzfangmatte aus

    Der Zuagroaste


    Das schaut ja richtig interessant aus! Ich kenne die Technik eigentlich nur bei Hecht & Huchenstreamern. Kann mir auch gut vorstellen dass der fertige Streamer eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Besen hat. Aber wie wir mittlerweile alle wissen muss der Köder ja bekanntlich dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.

    Ich hab vor einiger Zeit auch mal versucht mir Brushes zum Streamerbinden selber zu bauen - hat sich aber bei mir wie so vieles wegen Zeitmangel wieder im Sand verlaufen. Aber dein Post gibt wieder Auftrieb die Sachen rauszusuchen und kreativ zu werden :thumbup:


    Eventuell hast du ja noch ein Bild von einem Streamer den du mit deinem Gestrüpp gebunden hast.


    Manchinger


    Da kann ich dir nur zustimmen, Ordnung und Boxen sind beim Angeln auch sehr wichtig. Ich schieb das Thema schon Jahre vor mir her, sollte schon lange mal bei mir "Große Inventur" machen und so manches, was jahrelang ungenutzt ist los werden... Bin eben nicht nur Fischer sondern auch Sammler :wacko:

    Mein Helferlein der Saison kommt aus dem Bereich Fliegenbinden. Viele Streamer basieren ja auf der Wooly Bugger Grundlage mit Dubbing Körper und Hechel. Auf Empfehlung eines Freundes hab ich dieses Jahr mal mit Dubbing Brusches mit eingearbeiteten Rehhaar gewechselt. Das spart Zeit und Arbeit beim Binden und die Streamer waren sogar noch deutlich fängiger. Egal ob klassisch mit Marabou Schwanz oder der Samsoe Killer mit Polarfuchs. Die Dinger haben gefangen wie Sau.


    Ich bin auf Fotos, im Idealfall auf eine kurze Anleitung gespannt - hört sich schon mal vielversprechend an :)

    Und damit das Thema nicht zu trocken wird, hier mein Kleinteil das mir immer ziemlich zur Seite steht...

    :mrgreen:


    Manchmal der einzige Lichtblick an so manchen Schneidertag :prost:

    Servus zusammen!


    Nachdem wir ja aller festgestellt haben, dass die Beiträge weniger werden hab ich mal überlegt, was ich für ein Thema anstoßen könnte was doch für dein einen oder anderen interessant sein könnte.


    Ich glaube, jeder von euch hat irgendwas in seiner Köderbox, von dem er behaupten würde, es macht das Anglerleben wesentlich einfacher und leichter. Aus diesem Grund würde es mich sehr freuen, wenn sich hier jeder einbringt und ich bin natürlich sehr gespannt was so alles vorgestellt wird.:bash:


    Ich mach mal den Anfang, mit einem Teil was für mich in der Saison 2021 mein persönliches High Light war: Ein Wirbel, aber dafür was ganz spezielles!

    Diejenigen die gerne Schleppfischen, und das sind doch hier einige, kennen sicher die Sache mit dem Schnurdrall. Aber auch so manch anderer, der gerne mal mit rotierenden Ködern wie Spinnern & Co unterwegs ist kennt dieses Problem. Für mich persönlich gibt es eigentlich nichts nervigeres als Schnurdrall. Zum einen leidet das Vorfach darunter, und ich bilde mir zumindest ein, dass ich dadurch schon Fische verloren habe. Zum anderen gibt es gerade für mich als passionierten Schleppangler nichts schlimmeres als Köder die nicht laufen. Da können die Fische noch so motiviert sein, wenn der Köder zwar im Wasser ist, aber nicht läuft, dann wirds schwierig mit dem Fische fangen.:wallb:

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Und wer sein sein ursprünglich perfektes Vorfach nach einer Stunde schleppen dann im Format eines Vogelnestes wieder einholt kann sicher nachvollziehen dass hier noch Potential herrscht.

    Schon vor einiger Zeit hab ich mich auf die Suche gemacht, was es denn so an Möglichkeiten gibt. Zum einen gibt es da Kettenwirbel, welche beim Lachsschleppen eingesetzt werden, zum anderen gibt es auch solche Trolling-Ruder (Rautenförmige Metall oder Kunststoffblätter) die dem Drall entgegenwirken sollen. Beides hat mich nicht so ganz überzeugt. Die Kettenwirbel drehen nicht sauber, und können wenn sie irgendwie genickt werden brechen. Die Trolling Ruder sind für manche Anwendungen ganz ok, aber waren auch nicht das, was ich gesucht habe.


    Kugellagerwirbel sind eine ganz coole Geschichte, die normalen, einfachen Wirbel setze ich schon seit Jahren unter anderem bei Blinkern ein. Also war ja die Idee nahe, die ganze Drallproblematik mit einem Kugellagerwirbel in den Griff zu bekommen. Erstes Fazit: schon besser aber nicht optimal. Der Versuch mehrere Kugellagerwirbel hintereinander zu schalten brachte dann endlich das gewünschte Ergebnis, allerdings war die Variane mit Sprengringen sehr auffällig und klobig - und die Tragkraft und Problemquellen in technischer Sicht so groß.


    So und nun das Ende vom Lied: Nachdem es so einen 3-Fach-Kugellagerwirbel nicht im Handel gibt (bzw gab) haben wir uns diese nach unseren Vorgaben fertigen lassen. 8) Ich bin mit dem Endergebnis voll und ganz zufrieden - und möchte diesen kleinen aber feinen Ausrüstungsgegenstand nicht mehr missen müssen! Rund 2 cm lang, hochwertige Verarbeitung und verlötete Ösen - Anglerherz was willst du mehr :)



    So, und nun bin ich gespannt was ihr hier für "Nützliche Kleinteile die das Anglerleben leichter machen" habt!

    wegen der Kescherfrage...rechtlich scheint es da in Bayern keine Klarheiten zu geben, in den Fischerkursen widerum wird es als Must Have verkauft..

    Servus!

    Eines schon mal vorab, das ganze ist definitiv nicht Schulmeisterisch gemeint, sondern gibt nur das wieder was ich zu dem Thema erfragen konnte.

    Ein nicht ganz einfaches Thema mit dem Kescher - wir haben das Thema auch hin und wieder in unseren Vorbereitungskursen drum hab ich mich da vor einiger Zeit mal schlau gemacht was da wirklich Phase sein soll. Grundsätzliches Problem ist, dass das Bayerische Fischereigesetz recht viel Auslegungs- und Interpretationsspielraum lässt. Wenns hart auf hart kommt kommt leider auch immer wieder darauf an wer recht bekommt, und nicht wer recht hat.

    Die definitive Aussage, dass du einen Kescher, bzw eine geeignete Landehilfe mitführen musst, findest du weder bim Bayerischen Fischereigesetz, noch in der dazugehörigen Ausführungsverordnung. Jetzt kommt aber das große Aber: Im Artikel 1, Absatz 3 steht: "3Zur nachhaltigen Fischereiausübung gehört die Einhaltung der Regeln der guten fachlichen Praxis einschließlich der Anforderungen des Art. 3 Abs. 2 Satz 1 des Bayerischen Naturschutzgesetzes.". Dann gibt es noch das Tierschutzgesetz aus dem sich ableiten lässt, dass wir grundsätzlich nur zur Narungsbeschaffung angeln gehen dürfen, und dass wir ohne vernünftigen Grund keinem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.


    Und so kommt dann der geneigte "Rechtsverdreher" wohl zum Schluss, dass eine geeignete Landehilfe zur Ausrüstung dazugehört. Ob diese nun ein Kescher, ein Gaff oder ein Fischgreifer ist, wird sich so nie wirklich klären lassen. Nur bei (großen) Welsen scheint eine Landung mittels "Wallergriff" ok zu sein.


    Außerdem, wenn man die Prüfungsfragen aus dem Amtlichen Fragenkatalog ansieht, gibt es ein paar einschlägige Prüfungsfragen:


    4.140:


    Frage:

    Bei welchen Fischen wird zweckmäßig ein
    Gaff statt eines Keschers verwendet?


    Richtige Antwort:

    bei sehr großen Fischen


    4.141:


    Frage:

    Wie ist beim Landen eines größeren
    Fisches vorzugehen?


    Richtige Antwort:

    nach dem Drill den Fisch mit
    einem Kescher oder Gaff
    landen


    4.147:


    Frage:

    Wie wird ein Karpfen angelandet?


    Richtige Antwort:

    mit dem Kescher


    4.203:


    Frage:

    Wird ein Hecht zum Anlanden mit der
    Hand hinter dem Kopf gefasst,


    Richtige Antwort:

    besteht die Gefahr, dass man
    in die Kiemen des Fisches greift
    und dabei Fisch und Mensch
    verletzt werden.


    Just my 2 cents...


    (und sorry fürs Offtopic!)

    Ich kann zwar nichts speziell zum Schwanzwurzelgriff beim Huchen beisteuern, habe diesen aber schon 1-2 mal bei größeren Seeforellen angewendet weil es die Situation eben erfordert hat. Funktoniert erstaunlich gut, wobei ein Kescher zweifelsohne die sicherere Variante ist. Man muss eben beherzt zupacken und den Fisch schon mehr oder weniger ausgedrillt haben. Wird die Schwanzwurzel zu dick, was doch recht schnell passieren kann, ist der Griff nicht mehr geschlossen was natürlich dann etwas problematisch ist.


    Just my 2 cents

    Blöd nur, daß es meine Haken kaum in silber gibt. Vielleicht sollte ich mir ein Galvanisierungsbecken basteln?

    Servus!


    Meine versuche diesbezüglich sind alle kläglich gescheitert. Entweder hält die Beschichtung nicht, oder die Haken sind nicht mehr richtig scharf. Bin allerdings kein Fachmann in diesem Bereich - aber wie erklär ich das immer meiner Frau: mei... wenn i nix probier komm ich auf nix drauf.

    Servus, mei.. ich hab als Bub mit einer Balzer Miami Spin in 240 cm und 10-40 g Wurfgewicht angenfangen und hab damit alles gemacht. Von Blinker über Planseesystem über Hegene und sonst alles was ich in die Finger gekriegt hab. Mit der Zeit, der Erfahrung und so wird das Angelzeug eh immer mehr - das kommt alles von selber.

    Nur mal Allgemein: schnell ≠ hart. Oft ein weitverbreiteter Irrglaube. Eigentlich wird damit eher das Rückstellvermögen der Rutenspitze gemeint, um das mal vereinfacht zu sagen.

    Hört sich Interessant an... Kommst du echt mit a 2,80 er Rute mit'm Renkenfinder zurecht? Wobei mit einer nicht allzu langen Hegene kann ich es mir schon vorstellen.


    Planseesyst. möchte ich auch fischen in Zukunft... Brauche ich da wirklich wieder eine separate Rute? :/:hurt:Weil meine Ballistic hat ja 10-40 gr. Das wird schon auch gehen.

    Das Problem mit den klassischen Meerforellenruten in Verbindung mit dem Planseesystem liegt in der Senibilität und und der Köderführung. Ich selber habe mir vor ein paar Jahr speziell zum Fischen mit dem Planseesystem eine Rute gebaut die für meine Bedürfnisse passt. 255 cm, 12 g Wurfgewicht. Aus heutiger Sicht und mit etwas Erfahrungszugewinn würde ich auf +- 270 cm evnentuell auch bis max. 290 cm hochgehen. Bin da aber schon daran das ganze für mich weiter zu optimieren. Kürzere Ruten sind für mein empfinden besser, was die Köderführung anbelangt, bei großen Fischen wirds allerdings etwas schwierig einen großen Fisch zu Drillen.

    Mit den Meerforellenruten in Verbindung mit dem Planseesystem hab ich immer das Gefühl einen "toten Stock" in der Hand zu haben, da bekomme ich nicht die Sachen mit, die ich mitbekommen möchte. Ich möchte aber niemanden sein Setup und seine Art wie er an die Sache herangeht schlechtreden. Viele Wege führen nach Rom. Meine Erfahrung hat mir allerdings gezeigt, dass eben "der letzte Meter" am Ende des Tages meist entscheidet.


    Das Fischen generell mit dem Planseesystem ist schon etwas eine kleine Wissenschaft für sich. Man mag es oder man hasst es. Man will sich damit auseinandersetzen oder auch nicht. Für mich ist es auf alle Fälle ein fix gesetzter Favorit, vor allem wenn es um Seeforellen geht.

    Also bei den Seeforellen bin ich mir da so langsam nimmer so ganz sicher was das aussehen betrifft.


    Ich befische eigentlich nur Gewässer an denen etweder kein Besatz oder nur seit langer Zeit Besatz mit eigenem Material statt findet. Habe aber auch schon Fische mit den verschiedensten Zeichnungen gefangen von Ferox like zu getigerten bis hin zu fast komplett blank. Ich seh das positiv und als willkommene Laune der Natur :)