Beiträge von Shaker1

    Servus zusammen,


    war dieses Jahr schon 2 mal am Weissensee.

    Wie immer wurde gut gefangen. Der See ist absolut Renkeneinsteigern zu empfehlen, die das Ganze erst einmal probieren möchten.

    Wir fischen dort (fast) immer ohne Echolot und legen die Rute mit den Hegenen einfach auf dem Boot ab. Biss erkennt man relativ easy. Das mit dem Heben, senkt bei mir eher die Bissgarantie :wallb: (wohl fehlendes Talent).

    Eigentlich fangt man die Renken überall. Aber wie schon geschrieben kann man sich ansonsten auch an den anderen Booten orientieren.


    Ich hatte jedes Mal über 12 Renken (davon nur 2 bzw. 4 Untermaßige), wobei das Schonmaß nur 28 cm beträgt. Die meisten renken hatten 29 bis 30 cm.

    Wenn man es mit den letzten Jahren vergleicht, meine ich eine abnehmende Frequenz bei den Bissen und eine geringfügige Zunahme der Größen zu erkennen.

    Die letzten Jahre hatten wir zumindest deutlich mehr untermaßige Renken dabei. Für den Saisonstart immer eine schöne kurzweilige Angelei bei besten Panorama.8)


    Petri Heil,


    Shaker

    Ist zwar schon ein etwas älteres Thema, aber hier muss ich Herrn Siemens doch widersprechen. Ich befische seit vielen Jahren den Moosbach. Das ist ein Vereinsgewässer (8,5km) und läuft bei Ascholding in die Isar. Wir hatten in früheren Jahren Äschen im Bach, die zum Laichen aus der Isar in den Bach aufstiegen. Das wurde auch schon durch E-Fischen und eine Doktorarbeit belegt. Ebenso Barben und noch früher auch Huchen. Das alles gehört aber der Vergangenheit an. Lediglich die Barben sind noch in einigermaßen ordentlicher Zahl zum Ablaichen da. Diese darf dann ein Züchter zum Abstreifen abfangen. Aber Huchen und Äschen wurden seit Jahren keine mehr gesehen, geschweige denn gefangen. Verschlimmert hat sich die Lage wohl auch noch dadurch, dass sich genau in dieser Gegend der Fischotter breit macht. Vor zwei Jahren wurde er bei uns das erste Mal gesichtet.

    aber das ist doch genau was er sagt. Der Fischbestand geht zurück. Nur weil euer Bach vielleicht noch einigermaßen in Takt ist, reicht das doch nicht aus, um den Bestand an Äschen und Huchen zu erhalten.

    Bei klaren Wasser fang i meistens au nix.

    Letzten Freitag war ich trotzdem kurz auf Aalrutte am Lech.

    Ergebnis war eine Forelle nach 5 min., die den Wurm voll geschluckt hatte. Habs dann auch wieder sein lassen.

    Servus zusammen,


    ich fische seit 1-2 Jahren immer mehr mit der Fliegenrute auf Forelle. Zum einen fische ich damit am Bach und zum anderen auch am Lech.

    Bisher fische ich immer eine alte Fliegenrute (Erbstück). Leider kann man nicht mehr mal die Schnurklasse darauf lesen. Ich denke es ist ne #4. Für den Bach reicht die mir auch aus.

    Jetzt wollte ich mir aber für den Lech mal eine neue Fliegenrute anschaffen. Hauptsächlich fische ich mit Goldkompfnymphen und Streamer auf Forelle. Ab und an auch mit Nass- und Trockenfliege.

    Als Fliegenkombo habe ich mir Path Outfit von Redington ausgesucht (250 € bei Rudi Heger).

    Da ich aber nicht der Spezialist fürs Fliegenfischen bin (gehe dann doch deutlich öfter mit der Spinrute auf Hecht, etc. los), bin ich jetzt etwas ratlos welche Rutenklasse ich kaufen soll?


    Habt ihr eine Empfehlung?


    Danke und tight lines

    shaker

    Ich war ausnahmslos rechts vom Bootshaus...

    Laut Fischerkönig ist es aber egal wo man auf Renken angelt. Er meinte zwischen 4 und 20 m beißen sie überall.

    Ich habe aber am besten auf ca. 10 m gefangen.


    Lass hören, wie es gelaufen ist.

    Ich start mal für 2020 ein neues Thema.


    Ich war dieses Wochenende das erste Mal in diesem Jahr am Weißensee auf Renke.

    Boot und Karte habe ich wie immer vor Ort beim "Königsfischer"-Angelladen besorgt (natürlich mit Maske :S).

    Tageskarte kostet 15 Euro und Boot kostet 20 Euro. Anker ist wie immer keiner vorhanden, aber im Bootshaus war etwas Schnur und ein Netzt gelegen, was man dafür verwenden könnte.


    Vormittags ging es bei mir eher zäh. Hatte bei jedem Platz zwar eine Renke, aber nur Untermaßige (also unter 28 cm). Mehrere Bisse hatte ich im Gegensatz zu den Jahren zuvor nicht.

    Ab ca. 13 Uhr ging es auf einmal aber besser und ich konnte erste maßige Fische fangen. Die Frequenz ließ noch zu wünschen übrig, aber immerhin.

    Gegen 16 Uhr ging es dann teilweise Schlag auf Schlag und ich musste an beiden Ruten gleichzeitig drillen:biggrin:


    Am Ende hatte ich einen schönen Angeltag und 8 maßige Renken zwischen 28 und 34 cm. Nicht die Größten, aber so ist das meistens am Weißensee.


    Vielleicht war der eine oder andere auch schon vor Ort und kann etwas berichten.


    Tight lines


    Shaker

    Ich warte mal ab. So kann man vielleicht auch mal das Zeug fischen, das sonst im Keller verstaubt.

    Wer wirklich etwas benötigt, aber den örtlichen Händler unterstützen will kann bei LMAB einkaufen.

    Die spenden dann 15 % des Umsatzes an deinen örtliche Angelladen.


    Bleibt gesund.

    Ein echt interessantes Video!

    Ich sehe das für die natürlichen / ursprünglichen Gewässer ähnlich. Als ich letztes Jahr in Island war, haben mir die Einheimischen auch erklärt, dass durch die Lachsaufzucht in den Fjorden der Fischbestand stark beeinträchtigt wurde. Schrecklich so was.


    Jedoch ist es an unseren Flüssen, die durch Staustufen zerstückelt sind, für die Salmoniden mit der natürlichen Reproduktion meist ohnehin vorbei.

    Dass man hier einen Fischbesatz vornimmt, halt ich für vertretbar.

    Jedoch verstehe ich Vereine nicht, die z.B. in einigermaßen "intakte" Fließgewässer Regenbogenforellen besetzen.

    Ich habe dieses Jahr endlich mal mein Ziel erfüllt und gezielt maßige Zander beim Spinnfischen in meinem Hausgewässer gefangen.

    Für kommende Saison habe ich mir vorgenommen mal wieder einen metrigen Hecht zu landen und das Fliegenfischen noch weiter zu intensivieren:biggrin:


    Zudem will ich mal öfter auf Friedfische gezielt angeln... Aber immer eins nach dem anderen. Ich finde es wichtig ein paar Ziele für die Saison zu haben, da ich sonst "einfach so rumfische" und immer das gleiche Programm abziehe. Mit ein paar Zielen lernt man auch mal neue Techniken, etc., was wirklich spannend ist.:thumbup:


    Wünsche jedem viel Petri Heil für die kommende Saison:up:

    Kurzer Bericht zu unserem Ausflug am Sonntag zum Staffelsee:

    Wir hatten super Wetter (vielleicht zu gut?) und haben uns in Seehausen in der Früh zu dritt Karten und ein Boot geholt.

    Anfangs war es sehr windig, so dass wir in eine windgeschützte Bucht gefahren sind. Nach 1 h hatten wir einen untermaßigen Hecht gefangen.


    Gegen Mittag legte sich der Wind etwas, aber dafür nahm der Freizeitdruck in Form von unzähligen SUPs und Kajakfahren zu. Wir haben bis abends alle Tiefen probiert, jedoch keinen Kontakt mehr. Die anderen haben aber so wie wir es mitbekommen haben auch nichts gefangen.


    Fazit: Schöner See, aber bei gutem Wetter wirklich viel los. Ich werde nächstes Jahr im Frühsommer nochmal einen Versuch starten.

    Wir wollten zu dritt nächsten Sonntag mal einen Tag am Staffelsee vom Boot aus fischen. Hat jemand Erfahrungen wie und was im Moment läuft? Zu dem See wird ja hier nicht so viel geschrieben8o8o

    Wir waren noch nie dorten, aber Hecht sollte wohl trotzdem gehen, was ich so gelesen und gehört habe?


    Ich werde berichten, wie es war.


    Grüße shaker

    Danke für eure Antworten. Leider habe ich ein Android-Gerät und somit kann ich die App nicht downloaden. Sieht aber auf den ersten Blick gut aus. Vorher kannt eich die App nicht.


    Dann schau ich mal, ob ich ein günstiges Lowrance HDS bekomme. :thumbup:

    Servus zusammen,


    ich fische aktuell an einem See (ca. 50 Hektar), an dem während des Angelns kein Echolot auf dem Boot sein darf.

    Ich hätte aber gerne eine Gewässerkarte erstellt, um mir die Kanten zu verdeutlichen bzw. zu finden.

    Aktuell besitze ich kein Echolot und überlege gerade ein Echolot für den genannten Zweck zu kaufen. Natürlich könnte man es auch mal an anderen Gewässer nutzen, jedoch in erster Linie zum Erstellen von Gewässerkarten.


    Die Frage ist natürlich auch, wie ich die Karte anschließend nutzen kann (Ausdruck, Screenshots auf Handy, etc.), da ich das Echolot ja nicht nutzen darf auf dem Boot. Ein Kumpel hat mal mit nem älteren Deeper das gleiche Unterfangen versucht und meinte, dass das Erstellen ewig dauert und nicht so richtig klappt...

    Ich hab schon mal das Internet etwas durchsucht, aber nichts Passendes gefunden. Hat jemand Tipps für die Echolotanschaffung (Preisbereich bis 500 €, evtl. Deeper?) oder erstellt vielleicht sogar selbst Gewässerkarten und kann seine Erfahrungen teilen?


    Tight lines


    shaker

    Auch von mir, vielen Dank für deinen Bericht,

    mal gut die Realität zu lesen, statt Youtube Videos von Monsterforellen am Thingvellir.


    Roel

    Danke, hat a bissl dauert des zum Schreiben. Aber wenns jemanden interessiert, dann hat sichs ja gelohnt :up:


    Ja solche Videos habe ich auch gesehen. Am Thingvallavatn darf man mit der benannten Veidikortid übrigens auch an manchen Stellen fischen (Stellen, die dem Staat gehören). Aber auf unserer Golden Circle-Tour (da ist der Nationalpark Thingvellir mit dabei) hatte ich leider keine Zeit und ganz ehrlich war mir das mit den vielen Beschränkungen dort auch zu kompliziert. Laut dem Gastgeber meiner ersten Unterkunft (der Mann ist zufällig Guide für Lachsgewässer und auch für bekannte Forellenflüsse und nebenbei Erfinder der bekannten Lachsfliege "Zelda". Davon hat er mir auch gleich mal 4 Stück geschenkt.) kann man aber auch auf der Strecke der Veidikotid schöne Fische fangen. Er hat mir ein Bild seiner Frau gezeigt, als sie eine Forelle mit ca. 15 Pfund landete.8|

    Nach ein paar Tagen ging es dann weiter in Richtung Norden (Akureyri / Husavik). Auf dem Weg dorthin befischte ich den Svinavatn und den Ljosavatn. Am Svinavatn (Anmeldung bei Landlords war wieder erforderlich, was meine Angelzeit reduzierte) konnte ich in 1,5 h 4 schöne Bachforellen (Größte war ca. 2 Pfund) auf einen Toby-Blinker fangen. Ein Einheimischer neben mir versuchte es mit Spinner und blieb ohne Biss. Abends versuchte ich es dort erneut und habe dann in 1 h ca. 12 Forellen :!::!:gefangen, leider war hier die Größte maximal 35 cm, sodass ich keine entnommen habe. Ich freute mich dennoch wie ein Schnitzel, weil ich endlich mal für die vielen Versuche belohnt wurde. Auffällig hierbei war, dass alle ausnahmslos auf kleiner Blinker gebissen haben. Mit Streamer oder Spinner hatte ich keinen Kontakt, was bei der Menge an Fisch dann doch verwundert.

    Am Ljosavatn musste man sich wiederum bei einer Farm melden. Dort erhielt ich eine Art Tageskarte und konnte loslegen. Sehr umständlich für mich, da es wieder nur ein kurzer Zwischenstopp sein sollte, jedoch hat es sich gelohnt. Innerhalb von 30 Minuten konnte ich eine wunderschöne und kampfstarke Brown Trout von ca. 3 Pfund in der Mittagszeit landen, obwohl in dem See fast ausschließlich Saiblinge vorkommen sollen. Ich habe anschließend die Karte kurz ausgefüllt (Köder, Fangort und Fischart mussten vermerkt werden) und wieder abgegeben.

    In den nächsten Tagen konnte ich auf dem Weg nach Egilsstadir dann noch an dem Urridavatn (nach telefonischer Rücksprache war keine Anmeldung erforderlich, obwohl es so auf der Homepage stand), sowie am Haugatjarnir mein Glück versuchen. Am Urridavatn hatte ich keinen Erfolg auf die angeblich zahlreich vorkommenden Saiblinge. Ein anderer Angler hatte es auch versucht, blieb aber auch glücklos.

    Am Haugatjarnir (sehr kleiner See ohne erkennbaren Zulauf) kam es mir dann eher vor wie in einer Fischzucht. Man hat sehr viele Forellen mitten im Kraut rauben sehen. Eine Familie mit 2 Kindern hatte sich am anderen Ufer breit gemacht und fingen regelmäßig ihre Forellen auf Naturköder. Mit einem kleinen und leichten Blinker versuchte ich es oberhalb des Krauts und konnte nach kurzer Zeit auch eine Forelle haken. Danach fuhren wir aber wieder weiter, weil für mich in solchen Gewässern der Reiz verloren geht.

    Nun begaben wir uns wieder Richtung Süden. Hier waren leider keine Seen vorhanden, welche ich mit der Veidikortid befischen durfte. Erst am letzten Abend in Reykjavik versuchte ich es am Vifilsstadavatn (ist ein kleiner See in Mitten eines Parks) auf Saibling. Der See war rundum voll mit Kraut und es waren einige Angler mit der Fliegenrute unterwegs. Jedoch konnte keiner etwas fangen. Das war dann auch mein Abschluss unserer Rundreise und wir flogen am nächsten Tag wieder zurück.


    Fazit meiner Reise: auch in Island springen einem die Fische nicht in den Kescher, besonders wenn man nur kurz Zeit hat und die Gewässer nicht kennt. Bevorzugt sollte man spät abends bzw. nachts angeln, da die Fische dann näher ans Ufer kommen, soweit es die Urlaubsplanung natürlich zulässt. Eine Wathose ist aufgrund des doch häufig vorhandenen Krauts oftmals sehr empfehlenswert.

    Bei der Veidikortid liegt eine kleines Buch mit kurzer englischen Erklärung der einzelnen Seen bei. Jedoch weichen diese Angaben oftmals von den Angaben auf der Homepage ab, jedoch zählen leider diese.:mad:

    Dennoch war das Angeln eine gute Abwechslung und hat den Roadtrip zu etwas ganz Besonderem gemacht:biggrin:. Gefangen habe ich insgesamt 2 Saiblinge und ca. 19 Forellen an 6 verschiedenen Seen. Ich habe an 11 Seen mein Glück versucht und fischte meist ca. 1 bis 1,5 h.


    Anbei ein paar Fotos:

    Ich hatte es mir im Vorfeld einfacher vorgestellt, im Nachhinein freute man sich aber aufgrund der erschwerten Bedingungen um jeden Fisch um so mehr, egal wie groß er war. Und die Landschaft -egal ob beim Angeln oder beim Wandern / Sightseeing- entschädigt einen für so manches.


    Grüße und tight lines!

    Ich bin mittlerweile schon wieder fast seit 2 Wochen zurück und möchte kurz berichten, was ich so erlebt habe. Vielleicht hat jemand ähnliches vor und kann ein paar Erfahrungswerte gebrauchen.:thumbup:


    Wir waren 14 Tage in Island. Wir sind in Reykjavik gelandet und von dort im Uhrzeigersinn die Ringstraße entlang gefahren. Zusätzlich waren wir aber auch noch auf der Halbinsel Snaeffelsnes und in den Westfjorden unterwegs (gehören beide nicht zur Ringstraße).



    In der Unterkunft in Reykjavik angekommen habe ich erst mal mein Angelzeug montiert und geschaut, ob auch alles den Flug und den Transport im Koffer gut überstanden hat.

    Ich hatte eine neu gekaufte Reiserute (mpp2 Travel von SavageGear mit einem WG von 10 bis 40 g und einer Länge von 213 cm) dabei. Als Rolle hatte ich noch eine ungenutzte Daiwa BG 2500er rumliegen, welche zum Einsatz kam. Als Schnur habe ich eine 0,10er Fireline und als Vorfach zwei Rollen Fluocarbon mit 0,18er bzw. 0,25er Stärke verwendet. Eigentlich muss man zuvor ja sein Angelgerät desinfizieren lassen, da ich aber die Angelrute und auch die Rolle neu gekauft habe, war das nicht nötig. Als Köder hatte ich ganz kleine Gummifische mit 3-5 g Köpfen, Spinner, Blinker und Streamer dabei. Fürs Meer hatte ich noch ein paar größere Gummis eingepackt.


    Da das ganze kein Angelurlaub war, musste sich die Angelzeit natürlich in Grenzen halten, damit meine Freundin sich nicht beschwert.

    So ging es dann erst am 2. Tag los und ich startete einen 1. Versuch im Ellidavatn nahe Reykjavik. Schon bei der Anfahrt merkte ich, dass ich das Ganze Unterfangen leicht unterschätzt habe, da ich gar nicht wusste wo ich am besten an den See fahren soll.:wacko: Es waren entweder keine Parkplätze vorhanden oder man musste lange durch unwegsames Gelände laufen, was natürlich bei begrenzter Angelzeit nicht gerade förderlich ist. Letztendlich habe ich eine passable Stelle zum Parken gefunden und begab mich ans Wasser. Dort bemerkte ich aber schon das nächste Problem: ein breiter Krautgürtel in ca. 10 m Abstand vom Ufer. Ohne Wathose konnte ich also nur den Randbereich abfischen.:x: Ich traf an dem Spot gleich einen einheimischen Fliegenfischer (mit Wathose) mit dem ich schnell ins Gespräch kam. Er sagte mir, dass er jeden Tag geht und er vergangene Woche die letzte Forelle fangen konnte. Er hat mir zudem erklärt, dass die Forellen wohl am besten ab 10 Uhr abends an dem See beißen, da die Forellen dann bis dicht ans Ufer kommen um zu fressen. Seither ging nichts, obwohl Forellen sichtlich vorhanden sind (teilweise geraubt und teilweise sogar gesprungen). Da war meine Motivation schon wieder gesunken. Wenn nicht mal der einheimische mit der Fliege und Wathose erfolgreich war, wie soll ich dann da etwas fangen? Nach ca. 1.5 h bekam ich völlig unverhofft auf einen schnell eingekurbelten Mini-Gummifisch einen Biss. Die Brown Trout hing kurz und war nicht die Kleinste (schätze so auf 2 Pfund). Leider konnte Sie den Haken nach kurzer Zeit losschütteln und so stand ich am Ende des Tages mit leeren Händen da. Der Isländer konnte auch kaum fassen, dass ich eine dran hatte und kam gleich rüber und wollte den Köder sehen.

    Am nächsten Abend versuchte ich es an gleicher Stelle erneut. Diesmal war ich alleine. Wieder fischte ich mit Gummifisch. Nach ca. einer halbe Stunde kam der gleiche Isländer vom Vortag. Diesmal aber mit Spinnrute und Gummifisch:rofl: (der Biss hatte ihn wohl überzeugt). Nach ca. einer weiteren Stunde konnte ich endlich wieder eine Forelle haken. Diesmal mit dem besseren Ende für mich. Die Forelle war zwar kleiner als die vom Vortag , hatte aber dennoch 1 Pfund und ich war zufrieden. Die Forelle habe ich schließlich auch entnommen, da ich eh noch nichts gegessen hatte und sie mir gleich frisch zubereiten wollte. Weitere Bisse konnte ich nicht verzeichnen.


    Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Snaeffelsnes. Auf dem Weg hielten wir mal kurz an dem Baullarvallavatn, jedoch war hier das Ufer an der zugänglichen Stelle äußerst flach (hatte im Flachbereich keinen Biss). Die tieferen Stellen, an denen sich die Forellen um die Mittagszeit dort zurückziehen, waren ca. 30 m entfernt. Also hieß es weite Würfe machen. Mit einem schweren Spinner versuchte ich mein Glück und ließ ihn kurz absinken. Nach dem dritten Wurf verhing sich der Köder am Grund wohl in einem Steinhaufen -> Abriss. Ich ging die Uferkante etwas weiter und versuchte es nun mit einem Blinker. Auch hier hatte ich nach kurzer Zeit einen Hänger und musste wieder abreißen. Die Zeit (1 h) war nun auch schon wieder vorbei und wir fuhren weiter um unsere Unterkunft nicht all zu spät zu erreichen.

    Nach kurzem Erkunden der Umgebung, wollte ich abends (10 Uhr) unbedingt nochmal los. Ich schaute in der Veidikortid Broschüre nach und fand einen See namens Hraunsfjardarvatn (ist eine Lagune, wo Saiblinge vom Meer aufsteigen) in der Nähe (ca. 15 min. Fahrzeit). Ich rief zuvor noch kurz bei dem Landlord an (muss man an bestimmten Seen trotz der Karte machen:mad:) und meldete mich an. Dieser gab mir freudig noch Tipps wo ich am besten parken kann und wo etwas gehen könnte, was mich aufgrund der späten Uhrzeit doch sehr überraschte. Am See angekommen stellte sich starker Wind ein. Ich schmiss ein paar mal raus und bemerkte, dass auch an diesem See ein breiter Krautgürtel direkt am Ufer befindet. Also machte ich am Ufer entlang Strecke und hoffte eine Stelle mit weniger Kraut zu finden. Nach einer gefühlten Ewigkeit (ca. 1 h) hatte ich eine bessere Stelle gefunden und fischte die mit einem Spinner intensiv ab. Nachdem ich schon nicht mehr daran glaubte, biss plötzlich ein schöner Arctic Char an. Mangels Kescher (hatte im Koffer nicht mehr Platz) musste ich den Fisch stranden. Ich wartete also eine Welle ab und der Fisch lag vor mir im Kies. Schon war auch das Ende erreicht, da man an dem See nur bis ca. 11 Uhr befischen durfte. Den Saibling habe ich dann auch gleich filetiert und am nächsten Tag gegessen. Das natürliche rote Fleisch war schon fürs Auge ein Gedicht.

    Da wir zwei Nächte auf der Halbinsel blieben, konnte ich es an gleichem See nochmal versuchen. Der Wind war verschwunden und der See lag spiegelglatt vor mir. Jetzt konnte man gut erkennen, wo Kraut war und wo nicht. Ich konnte direkt am Ufer nach kurzer Zeit einen Nachläufer verzeichnen. Kurz später sprang dann noch ein Saibling vor mir aus dem Wasser. Beißen wollte aber keiner mehr.


    Also ging es am nächsten Tag weiter in Richtung Westfjorde. Nach einer endlosen Fahrt (stundenlange Fahrt auf Schotterpiste mit hunderten Schlaglöchern) kamen wir bei einem kleinen See (Berufjardarvatn) nahe einem Campingplatz vorbei, welchen ich mit der Karte befischen durfte. Ich fragte noch kurz in der Rezeption nach (Anmeldung war laut Homepage Pflicht) und die Dame lachte nur und sagte, dass ich es gerne überall probieren kann. Es gibt Forellen in dem See jedoch hätte Sie noch nie jemanden einen fangen sehen. Der See war entgegen der Googlemaps-Recherche äußert schlecht zugänglich und entsprechend war jetzt auch meine Motivation. Dennoch versuchte ich es, aber das Kraut war überall, da der See auch mit ca. 2m recht flach ist. Nach kurzer Zeit gab ich auf und stiefelte durch den roten Sumpf (war wohl sehr eisenhaltig; meine Schuhe sind heute noch rot) wieder enttäuscht zurück. Der nächste Zwischenstopp sollte am Vatnsdalsvatn erfolgen, der wiederum genau auf unserer Route zur nächsten Unterkunft lag.

    Eigentlich sah alles gut aus: leicht erreichbar (Parkplatz direkt am See), kaum Kraut, und tiefere Stellen in erreichbarer Nähe. Dennoch bekam ich keinen Biss in knapp 90 Minuten. Gegen Ende kamen noch 2 Fliegenfischer mit Guide. Die fingen zwar auch nichts, jedoch merkte ich mir die Stelle, falls ich nochmal an den See zurück kommen sollte.


    In der Unterkunft angekommen versuchte ich es abends bei einem Spaziergang mal im Hafen neben ein paar Einheimischen, die mit Naturködern fischten. Ich wollte mit Gummifischen versuchen etwas zu fangen (Hauptsache Fisch), aber auch hier konnte ich keinen Biss verzeichnen (die Einheimischen aber auch nicht). Mittlerweile war ich schon ziemlich gefrustet, weil ich es mir anders vorgestellt habe.:wallb:


    Am Nächsten Tag ging es wieder etliche Stunden über Schotterpisten. Wir sahen Robben und viele Papageitaucher aus nächster Nähe, was dann die anglerischen Leiden wieder ausgleichen konnte.

    Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft in den Westfjorden kamen wir wieder an dem See vorbei, wo ich die zwei Fischer mit Ihrem Guide am Tag zuvor sah. Ich versuchte es an selber Stelle und konnte schon nach kurzer Zeit auf einen Toby-Blinker einen schönen Saibling fangen.

    Leider mussten wir direkt danach schon wieder weiter, weil es ja nur ein kurzer Zwischenstopp zum Füße vertreten sein sollte. Dennoch freute ich mich riesig endlich wieder einen Fisch gefangen zu haben.

    In der Nähe der neuen Unterkunft versuchte ich es auf Meerforellen vom Ufer aus sowie am Sydridalsvatn. Jedoch hatte ich hier keinen Fischkontakt, weil wie so oft meist alle erreichbaren Stellen voll Kraut waren oder man an den guten Stellen aufgrund diverser Flussein- und ausläufe sehr viel Abstand (teilweise 200 m) von den befischbaren Plätzen halten musste.

    Ich habe es nun endlich auch am Wochenende an den Weissensee geschafft. Die vorherigen Versuche hatte ich aufgrund des schlechten Wetters abgesagt.


    Am Samstag ging es also mal wieder los. Boot beim Königsfischer ausgeliehen (20€) und dort Karte (15€) und 2 14er Hegenen (18 €) besorgt.

    Ich war um 7 am Wasser. Leider war erst ab 8 eine Ausfahrt mit dem Ruderboot möglich, da davor starker Wind war. Anschließend hatte ich den ganzen Tag Windstille, zum Glück.


    Zu den Booten ist wie immer zu sagen, dass ein Anker leide fehlt. Ich hatte aber wie bei den letzten Trips meinen eigenen dabei. Bei dem Boot, welches uns zugewiesen wurde, war das linke Ruder mangelhaft, da die Rudereinlage fehlte und somit an ein Rudern nicht zu denken war. Ich habe dann einfach ein anderes Boot genommen, da ich der erste am See war und wohl auch nicht alle Boote vermietet waren.


    Nach den ersten 2 Spots fand ich im dritten Anlauf endlich die richtige Tiefe und dann gab es -wie so oft an dem See- Biss auf Biss. Ich hatte fischte 10 h auf dem gleichen Spot und hatte ca. 40 Fische im Drill, wovon ich ca. 30 landen konnte. Das Maß von 28 cm hatten dann schlussendlich 10 Renken. Die meisten waren 29-30 cm. Eine bessere Renke mit 45 cm und 700 g war dabei, was mich doch sehr erstaunte, da keine Renken zwischen 32 cm und der großen Renke zu fangen waren.

    Fängige Farben waren rot, schwarz und lila. Auffällig war zudem, dass auf die Rute mit der dünnsten Hauptschnur die meisten Bisse zu verzeichnen waren.


    Ich werde nächstes Jahr wieder vorbeischauen. :thumbup: