Beiträge von Waterwolf

    Die Anzahl von Trollingbooten auf der Straße ist schon beachtlich 8| Auf dem Wasser verteilt sich das aber wieder ganz gut. Nur an den Hotspots an Land ist man selten allein, gerade die Durchlässe aus dem Hornavan sind auch wenig idyllisch. Aber fangen kann man da meistens was.

    Also, für mich ist der Grund, dass ich in Schweden ca. 300 km südlich von Arjeplog lebe. Allerdings ist das Wasser bei mir in der Regel mittel bis stark teefarben und die Fischerei dreht sich hauptsächlich um Hecht und Barsch. Da find ich's zur Abwechsungslung ganz schön in sichtigem Wasser und mit anderem Bestand zu fischen.

    Die Äschen- und Renkenfischerei in den vergangen Tagen war wirklcih toll, daneben hab ich einzelne Barsche gefangen, immer im Bereich 40-45.

    Was ich aber am Campingplatz und am Wasser von anderen Fischern so mitkriege, ist dass die meisten wegen der Forellen kommen. In Arjeplog gibt's ein System aus kleineren und großen Seen, die durch Bäche und Kanäle verbunden sind und durch die dann die Forellen ziehen. Fische mit 3-4 kg werden immer wieder gefangen. Z.T. beim Schleppen, aber auch mit Streamer oder Wobbler in den Strömungsstrecken.

    Mehr Infos und Karte hier:

    https://www.arjeplogsstrommarna.se/fiskeomradet/

    Ich war diesmal mit Strampelkajak nur auf dem kleinen "Sälla". Hotspots sind sicherlich Nr. 8 und 9, auch von Land. Die anderen Strecken 2-5 und 10 lassen sich auch gut von Land oder watend befischen. Bei fürheren Besuchen hab ich in den Bereichen auch Forellen um die 3 kg gesehen.

    Nach Norwegen ist's dann ja auch nicht mehr weit, z.B. zum Bejarn. Dann müsstest du dich aber erkundigen, ob du von Schweden aus einreisen darfst. Vielleicht geht das mit deutschem Kennzeichen. Für mich als "Schweden" ist die Grenze jedenfalls Corona bedingt dicht.

    Super! Bei mir war leider nur am ersten Abend richtig Oberflächenaktivität...

    Bist du dann weiter in Richtung Berge? Denn ich wusste nicht, dass es direkt in/um Arjeplog Saiblinge gibt, ausser Put&Take. Viel Erfolg jedenfalls!

    Bin gerade bei den “richtigen“ nordischen Renken in Arjeplog. Das ist das schon eine andere Nummer als 300 km weiter südlich. Zocken funktioniert wunderbar. Fische bis 50+, dazu immer wieder Bonusäschen und -barsche um die 40. Läuft gerade echt gut. König ist wieder der kleine Spinmad, wobei die Technik in den Strömungsstrecken eher wie beim Nymphenfischen ist. Stromauf werfen und etwas animiert heranzupfen bzw.rumtreiben lassen. Wobbler geht interessanter Weise gar nicht und kleine Spinner/Spinjigs nur für Barsch und Äsche.

    Im Netz gibt es ja einige Bilder und Berichte von Renken auf Spinner und Gummifische, ist mir aber leider noch nicht gelungen. Äschen dafür schon reichlich!


    Mit den moorigen Seen an der Küste hast du durchaus recht, dass Renken eher ungewöhnlich sind. Aber nach langer Recherche hab ich dann ein Dokument gefunden, nach dem es verschiede Besatzversuche in besagtem See gab. Forellen, Zander, Renken. Renken waren dann die einzigen, die sich gehalten haben. Allerdings kein Datum zum Besatz. Dafür dann noch Probebefischungsdaten von 1993(!) nach denen Renken die dritthäufigste Fischart nach Barschen und Rotaugen waren.


    Das aktive Schwimmerfischen mag ich mal ausprobieren. Hab mir sogar einen Websta besorgt, aber noch nie hergenommen. Bin gespannt!

    Das glaub ich dir sofort, dass es im Süden auch schöne Renken gibt! Aber wenn man schon im Norden ist, dann fällt mir als erstes Arjeplog ein.


    Aber nochmal zurück zur gezockten Renke in dem See mit unklarem Renkenbestand. Ich hab ja immer wieder halbherzige Versuche mit der Hegene unternommen, aber wenn man gar nicht weiß, ob's überhaupt Renken gibt, ist das auf Dauer auch nur schwer durchzuhalten. Zum Suchen finde ich diese Methode zu statisch und zu langsam. Hab zwei Saisons kleine Wobbler geschleppt, wie's SilentHunter in seinem Video vormacht. Auch ohne (Renken-)Erfolg. Das Gute ist, dass man Zocken oder Wobbler schleppen ganz gut mit Barschfischen kombinieren kann und man hat eine kurzweilige Fischerei.

    Jetzt mal sehen, ob sich der Erfolg mit der gezockten Renke wiederholen lässt oder ob es auch mit Hegene an diesem Fangplatz klappt.

    Das ist am Tavelsjön. Aber wohl eher nicht die erste Adresse für Renken in Schweden. Etwas weiter nördlich, z.B. in den Seen und Flüssen um Arjeplog schaut's schon besser aus. Da hab ich auch schon Renken mit der Nymphe gefangen.

    Endlich! Meine erste Renke gezockt :)

    Nachdem ich vorher schon regelmäßig Rotaugen und Hasel mit einem kleinen Spinmad Uklejka gefangen hab, sollte es auf Renken doch auch klappen. Und doppelt gut, bisher gab's nur vage Infos über Renkenbestand in dem See (in Schweden). Keiner fischt hier drauf und Nachbarn und andere Fischer wissen auch nichts. Aber jetzt hab ich den Beweis und kann die Sache mal gezielter angehen...

    Hab jetzt nochmal recherchiert. Das sind Stahlvorfächer mit Wolfram beschichtet, wieso auch immer... Knicken und kringeln deshalb auch genauso. Nur sind das eben die dünnsten fertigen Vorfächer, die mir bisher untergekommen sind. Wesentlich dünner als das 3kg Titan, das ich sonst viel verwende, aber halt mit allen Nachteilen von Stahl.

    Es gibt aber sehr dünnes einfädiges Titan von Stroft. 0.12mm bei 1.3kg Tragkraft. Wäre evtl. mal einen Versuch wert. Der Anhieb darf dann halt nur noch mit grösster Zurückhaltung gesetzt werden ^^

    Ich hab bis jetzt einfädiges Titan in ca 3 kg (Knot2Kinkey, Boa), werde aber in Zukunft auf mehrfädiges umsteigen, auch wenn das noch mehr kostet. (Dünnes) Titan lässt sich gut knoten, auch für Drop-Shot, es kringelt nicht, wenn man es einem Hecht mal quer durch's Maul zieht und kann es fast ewig fischen, wenn man es nicht abreisst. Aber leider bricht es nach längerem Gebrauch völlig unvermittelt, wie ranseier auch schon geschrieben hat. Bei mehrfädigem, so die Hoffnung, sieht man dann erst einen gerissenen Strang, bevor das Vorfach komplett hinüber ist...

    Für kleine Wobbler nehme ich gelegentlich auch Wolframvorfächer, die gibt's ab ca. 2 kg fertig zu kaufen und sind wirklich sehr dünn.

    Wolfgang

    Hoch im Norden endet und beginnt mein Barschjahr mit Eisfischen. Oft ist es so, dass diese Fischerei mehr ein Grund ist, rauszukommen, als große Fänge zu verbuchen. Abgesehen, von 1-2 Stellen für die ich weiter fahren muss, an denen dann die Portiionsfische dicht gepackt stehen, beissen an den Seen in der näheren Umgebung hauptsächlich Minibarsche, die sich oft nur schwer aussortieren lassen. Übliche Methoden sind Mormyschka mit Maden garniert, Minipilker (Pirk) und Balance Jigs. Wenn man bei letzteren die Bauchdrillinge abmontiert, bleiben die ganz kleinen wenigstens nicht hängen :)

    Wenn das Eis weg und das Wasser noch kalt ist, geht langsames Fischen mit T-Rig und kleinen Pintail-Gummifischen oder Krebsen recht gut. Und natürlich immer auch, das ganze Jahr Kopytos in 5-6.5 cm.

    Im Sommer, wenn die Fische dann aktiver sind, gerne Wobbler. Hauptsächlich Salmo Hornets 3 und 4 cm. Ohne Rasseln. Rasseln locken irgenwie immer nur Hechte an. Vom Kajak geschleppt und wenn Fische gefunden wurden, mit Cicadas á la Spinmad Amazonka mehr oder weniger vertikal weitergefischt.

    Grüsse aus Schweden, Wolf

    Ein paar von den Zockern mit Spinnerblatt hab ich auch in meiner Köderbox. Hab die bisher aber nur als klassischen Jig wie ein Gummifisch geführt (mit mäßigem Erfolg, abgesehen von ein paar kleinen Hechten). Wenn ihr die als Zocker fischt, also mehr oder weniger vertikal unterm Boot, wie aktiv fischt ihr die dann? Also stark gezockt/gepilkt oder eher relativ ruhig und monoton in Vertikalfisch-Manier?

    Nachdem das Thema Zocken gerade im Walchensee-Thread aktuell ist, dachte ich mir ich starte hier mal einen neuen, allgemeinen Thread für die Zockerei auch in anderen Gewässern und auf andere Fischarten.

    Ein wenig hab ich immer schon mit kleinen Pilkern von 4-15 Gramm, wie man sie z.B. zum Eisfischen hernimmt, auf Barsche gezockt. Aber so richtig gut und zuverlässig klappt's eigentlich erst seit diesem Jahr, wobei ich mir nicht ganz sicher bin woran's liegt, an den neuen Ködern oder an dem neuen Tretkajak...

    Neu für mich sind die Spinmad Blade-Baits, hauptsächlich Amazonka in 5 Gramm für Wassertiefen zwischen 3 und 5 Metern. Eine Nummer kleiner mit der Uklejka nehmen auch viele Rotaugen, nur mit Renken hat's noch überhaupt nicht geklappt, wobei das doch auch möglich sein sollte. Aber vielleicht ist hier die Köderführung zu hektisch. Apropros Köderführung, da mach ich's eigentlich genau so wie SilentHunter in seinem Video. Den Köder rasant anlupfen und dann mit Fühlung wieder fallen lassen. Die Bisse kommen, wie auch dort schon gesagt, immer in der Absinkphase.

    Die Zockerei hat sich v.a. bei Wind bewährt, um sich an einer bestimmten Tiefenlinie entlang treiben zu lassen. Und da ist das Tretkajak jetzt genial. Mit einem Pedaltritt vor oder zurück kann ich mich locker immer über der gewünschten Tiefe halten, viel besser auch als mit E-Motor und ich hab die Hände immer frei zum Fischen.

    Grüsse,

    Wolfgang

    Sehr gut, sowas brauch ich auch! Ich rüste meine Köder gerne mal auf Einzelhaken um und finde das ohne richtiges Werkzeug ganz schön fummelig.

    Welche Haken hast du an dem Wobbler im oberen Bild? Die gefallen mir sehr gut. Ich nehm normalerweise Gamakatsu Inline Hooks, z.B. LS3423, aber die sind mir gerade zum Barschfischen eigentlich viel zu dickdrähtig.