Auf Kanadaröding in Tärnaby

  • Ich wollte ja immer schon mal gerne einen Namaycush, oder Kanadaröding wie er hier in Schweden genannt wird, fangen.

    Eine Recherche auf iFISKE hat ergeben, dass eines der nächsten Gewässer mit Bestand der See Gäutan bei Tärnaby ist. Die Gegend ist an und für sich eh sehr nett, war schon paar mal da zum Fluss- und Bergseefischen und der Camingplatz hat nach Eigentümerwechsel auch wieder geöffnet. Jetzt aber zum ersten Mal mit Kajak auf die großen Seen im Tal.

    Downrigger hab ich nicht am Kajak, daher war die Idee entsprechende Signale auf dem Echolot mit Vertikalködern zu befischen. Am Anreisetage nachmittags bei Wind und Wellen eine Erkundungsfahrt unternommen. Leider keine ordentlichen Sicheln in den vermuteten 20-30 m und sonst eigentlich auch nicht, also andere Strategie. Der Fluss Tärnaån bildet an der Mündung in den See eine gut über 1 km lange Sandbank, die von 4 m dann auf 10-12 m abfällt. Die Kante langsam und so gründlich es der Wind erlaubt hat, abgefischt und tatsächlich, als ich eigentlich schon wieder auf dem Weg zu Einsetzstelle war, der erste und einzige Kontant des Tages: Kanadaröding, um die 50 cm. Mission completed 8)

    Die nächsten drei Tage waren die Windverhältnisse deutlich besser. Weitere Erkundungsfahrten and dem und an einem anderen See haben das Bild nicht geändert. Keine Signale in der Tiefe und im Freiwasser. Der Betreiber vom Campinplatz war auch mal draussen und hat ebenfalls keine Fische gefunden. Also hab ich mich hauptsächlich auf Flussmündung und die Sandbank konzentriert. Ein weiterer Namaycush, gleiche Größe, etliche schöne Renken bis 50 cm und meiste kleinere Forellen bis max. 44 cm (Schonmaß 40) sind dabei noch rausgesprungen.

    Einen Namaycush habe ich entnommen. Der hatte nur Insektenlarven im Magen. Meine Theorie war dann, dass die kleinen zusammen mit den Renken Insekten auf der Sandbank fressen, während die grossen irgendwo in den weiten des Sees rumhängen. Die Zeit war dann aber um und weitere Erkundungen müssen dann wohl bei einem neuen Ausflug unternommen werden... ;)

    Es gibt auch Netzfischerei in dem See, aber nach den Fangmeldungen auf iFISKE geht's hier hauptsächlich um Renken.

    Grüße,

    Wolfgang


  • du sagst vertikal, hast du den Namaycush mit der Hegene gefangen?

    Gefangen habe ich die beiden Namaycush mit Vibrationsködern/balde baits. Auch die meisten Renken.


    Mit vertikal habe ich aber allgemein Köder gemeint, die sich in der Drift bzw. langsamen Fahrt in Grundnähe halten. Also nicht immer strikt vertikal, sondern auch schräg hinter dem Boot oder Kajak. Funktioniert haben auch schon slow jigs von AliExpress, tailspinner und Balance jigs vom Eisfischen.

  • Cooler Bericht, vielen Dank. Ich hab mich mal in Nordamerika an verschiedenen Seen mit der Fliegenrute und Spinnrute auf Namaycush, oder wie man sie da nennt, Laketrout beschäftigt. Meine Erkenntnis war, dass sie eher auf langsame gleichmäßige Köderführung standen. Mit Streamer an der Sinkschnur ging klassisches Einstrippen zum Beispiel überhaubt nicht. Die Fliege musste ganz gleichmäßig wie ein Strich durchs Wasser ziehen. Bin ich erst drauf gekommen als ich das dritte mal gerade aufgeben wollte und die Schnur über die Rolle eingekurbelt habe. Da haben sie dann gebissen

    Nur weil etwas keinen Sinn macht bedeutet das ja noch lange nicht, dass man es nicht tun sollte.