Trout Spey / Micro Spey

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  • Servus zusammen,


    der Winter eignet sich - abgesehen von manch wunderschöner Winterangelei - ganz hervorragend, seine Gedanken hinsichtlich neuen Methoden und Reisen schweifen zu lassen. Seit einiger Zeit geistern so Schlagworte wie Trout Spey oder Micro Spey durchs Internet oder den Blätterwald.

    Hin und wieder sieht man manche Angler, die das praktizieren und mit denen man ins Gespräch kommt. Vorteile wie Rückraum, Wurfdistanz etc. liegen auf der Hand. Mich persönlich würde es interessieren, ob es nach Eurer Meinung nur um einen netten Trend handelt oder ob es sich um eine Richtung handelt, bei dem ein Einstieg lohnt. Vielleicht hat jemand schon Erfahrung am Wasser selbst gesammelt.


    In diesem Sinne: Die Diskussion ist eröffnet.

    "Komm geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm." (Bertolt Brecht)

  • Morgen,


    ich fische seit einige Zeit mit einem Switch an der Isar, etwas schwerer als Micro Spey...#5 .. aber trotzdem alles sehr easy.


    Ich ziehe meistens ohne Wathose los, und so kann ich auch dort wo kein Rückraum ist, wunderbar auf Distanz kommen.

    Distanz heißt auch mal 15-20 meter.. und das reicht allemal.

    Auch durch einsetzen T Tips , also T7 T10 usw.. kann ich sehr einfach eine Etage tiefer kommen.

    Die extra Länge 11 fuss, ist manchmal lästig im Gebüsch..aber sonst sehr zu empfehlen.


    Kannst pur mit Einhandschnüre und längere Kopf eher Scandi fischen.. oder du bastelst einen Kürzeren Kopf "Skagit Style" für sehr beengte Passagen.

    Sehr lange Köpfe gehen halt ohne grosses D sehr schwierig..


    Einfach das werfen, umlegen, in 2 fliessende Bewegungen bist wieder draussen, macht total Laune..

    Ist einfach eine andere Art v Fliegenfischen.. alles viel mehr im Flow..:girl_dance:


    Zum Huchenfischen bin ich mittlerweile wieder beim Einhand, habe da eine Quickline Blank aufgebaut, sehr leicht in #10 ..

    und für mich im klaren und relativ flachen Isar ruhiger zu fischen.

    Das Switchen, wässern, umlegen, Snaps etc.. machen nach meiner Meinung zu viel Krach...

    Ich habe dann öfters Überkopf geworfen, aber das ist , gerade beim beachcasting, nicht gerade gesund für den Schulter..


    Ich habe letzten Sommer ein Freund mal probieren lassen, und der ist total angefixt.. macht nichts anderes mehr.


    Schau dir nach eine Rute um , die du evt mit vorhandene #6-#7 er Einhandschnüre fischen kannst, dann brauchst nur die Rute..



    Roel

  • Ich nutze eine Skagit-Line an meiner #8 Zweihandrute. Für mich als Semi-Dilletant einfach zu werfen. Wenn man den Bewegungsablauf mal drin hat, was recht schnell geht. Macht aber schon viel "Krach".


    Ich seh Switch und Einhand-Skagits viel in Norwegen, hab aber an meinen Grilse-Flüßen keine großen Wurfweiten etc. Komm daher mit meiner normalen Einhandausrüstung gut klar.

    "Time is but the stream I go a-fishing in." Henry David Thoreau

  • Skagit in schwerere Klassen ist fast wie Spinnfischen.. brauchst wenns blöd läuft ein Helm.


    Eher längere Köpfe , Scandi, macht schon sehr viel mehr Spass.. also wenn einem das werfen genauso viel Spass machen soll, oder mehr.. wie das fangen von fischen.


    Aber eine relativ genaues Setup, sprich Schnür - Gewicht / Tip usw brauchst schon..sonst wird das nix.


    Roel

  • Ich würde dir aber dringend raten ein tag Unterricht zu nehmen,

    Kleinigkeiten im Wurf machen extrem viel aus.. werfen geht irgendwie immer,

    aber wenn alles stimmt macht einfach viel mehr Spass.


    Ich muss auch immer umdenken nach Wechsel v Einhand.. bis es click macht.

    Nach eine Pause mit der Zweihand werfe ich meisten wie Harry.. bis man sich beruhigt und die Rute die Arbeit machen lässt.

    Kraft oder Hektik ist nämlich Gift.. dann flutscht gar nichts..


    Roel

  • Roel, bin ganz Deiner Meinung. Ohne Einweisung von einem, der das wirklich kann, mache ich sowas nicht. (Kleine) Fehler schleichen sich schnell ein.


    Habe schon paar Sachen bezüglich Spey fischen gelesen. Ist eben doch ein wenig anders als Einhand.


    Vielen Dank für die ganzen Tipps aus der Praxis. Wollte einfach mal hören, was man realistisch vor Ort umsetzen kann.


    In diesem Sinne Tight Lines


    Nicolas

    "Komm geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm." (Bertolt Brecht)

  • Servus zusammen,


    ich wollte Euch nach einem guten Jahr des Sammelns an Praxiserfahrung einen kurzen Zwischenbericht geben. Trout-Spey, Micro-Spey oder wie auch immer man dies nennen möchte, ist wirklich eine witzige Erweiterung des "klassischen" Fliegenfischens.


    Zum Einstieg habe ich mir eine Wing Trout Spey von Greys in der Klasse 3 geholt. Reicht absolut und ist wirklich top. Dazu eine Vosseler. Die Sage Trout Spey habe ich bei zwei Gelegenheiten gefischt. Tolle Rute, aber mich persönlich hat sie nicht abgeholt. Das sind aber absolut individuelle Gründe.

    Die Echo Trout Spey war super verarbeitet. Fand ich aber mit Blick auf die bayerischen Gewässer ein wenig zu schwer und für mein Einsatzgebiet zu steif bzw. schnell. Hatte den Eindruck, dass man eher den Steelheads statt den heimischen Rainis gerecht wird. Die T & T war für mich definitiv zu lang. Switch-technisch geht da wenig.


    Ich habe Nass-, Streamer- und Trockenfliegenfischen mit den Trout-Spey Ruten betrieben und auf jeden Fall war er es eine Erweiterung. Zu Ungunsten der Leichtigkeit gewinnt man in vielen Wurfsituationen an Weite und Möglichkeiten.

    Wie Roel gesagt hat, ist eine Einführung vom "Experten" in diese Fischerei sinnvoll. Nur mit Youtube-Videos und Internetkenntnissen kann es umständlicher werden. Ich hatte einen Iren an der Hand, der aus der Zweihandfischerei kommt. Hat den Horizont definitiv erweitert.


    Danke für Eure Tipps und Ermunterungen an dieser Stelle!


    Nicolas

    "Komm geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm." (Bertolt Brecht)

  • Super, mittlerweile kenne ich einige die auch bei uns an der Isar mit leichte Zweihand fischen..

    sehr entspannt..und vom Bewegungsablauf, wenn es funzt, einfach schöne Art zu fischen.


    Was mir auch gefällt das du einfach ein Sinktip, T10 Leader oder sowas, davor schalten kannst und gleich eine Etage tiefer fischt,

    wenn die Forellekes träge am Grund "kleben".


    Ein Iren an der hand zu haben ist natürlich perfect,

    ich denke oft an mein Irland Trip zurück, wo ich am Loch und Fluss mit auch einen Zweihand gefischt habe.


    So jetzt erst mal wieder meine 10er raus zum Huchenfischen..:mrgreen:


    Roel

  • Hi Tobi,


    kenne allerhand Bücher und YouTube Videos...aber ich würde empfehlen 1 Tag Unterricht zu nehmen., dann erkennst du auch was geschrieben und gezeigt wird.


    Es sind nur Kleinigkeiten die sehr viel ausmachen.

    Du wirfst weniger mit dem Arm, es ist nur den kurzen Switch und Stop nah am Körper die ein Wurf richtig schön machen..

    die Rute macht die Arbeit, und wenn du einmal das Gefühl von einem richtigen Ablauf hast, macht das ganze viel mehr Spass.


    Leute tendieren wie mit einem Einhand zu werfen, weiter weg vom Körper , grrose Bewegungen..geht auch..aber gibt nicht das Gefühl.


    Und wie du umlegst, mendest mit der Strömung , and beide Seiten v Fluss, das alles hast in ein paar Stunden drauf,

    und du kannst danach dichselber korrigieren..weil du weisst wie es richtig geht..


    Roel

  • Servus Tobi,


    das Buch habe ich mir gekauft, da ich generell das Schmökern in Büchern und Zeitschriften sehr mag. Ist wirklich gut geschrieben. Wie aber Roel schon geschrieben hat, Tipps in der Praxis von Kennern sind definitiv vorzuziehen.

    Roel hat die wichtigsten Punkte genannt. Die reichen schon aus, um loszulegen.

    Ist alles keine Hexerei, nur am Wasser muss man eben auch immer mal dran denken und nicht in alte fehlerhafte Muster verfallen. ;-)

    "Komm geh’ mit angeln, sagte der Fischer zum Wurm." (Bertolt Brecht)