Beiträge von SEausME

    Hi Cheffe,


    danke für die erste Antwort. Also Paravan dann schon mal eher nicht, oder kann man den so einhängen, das er gar nicht viel tiefer läuft als normal? Und der zieht auch zusätzlich seitlich weg? Hab ich das richtig verstanden?


    Zielfisch: Zander und Hecht, je nachdem.


    Schleppausrüstung:


    Sportex Black Arrow dl 40-80 Gramm, Daiwa Caldia X 3500, 17er Fireline smoke


    oder
    Penn Prion 30-60 Gramm, Shimano Stradic 4000, 15er Fireline


    das wären zB gängige von mir verwendende Schleppruten am Brombachsee (die Caldia hab ich aber erst montiert*g*)


    Gruß Stefan

    Hi Leute,


    also ich blick bei der ganzen Sache überhaupt nicht durch. Sideplaner, Planerboard, Paravan, was weiß ich noch alles. Ich steh da völlig im Regen und brauche da genauere Infos.


    Zum ersten: Ich möchte an einem Stausee bei uns (großer Brombachsee) schleppen. Das tue ich ja schon seit Jahren, aber mittlerweile möchte ich da einfach was ändern. Ich möchte mit mehreren Ruten schleppen (mehrere Insassen, da nur 1 Rute pro Mann erlaubt) und auch außerhalb des Fahrwassers. Wir schleppen bei uns meißt recht flach (so 2-7 Meter). Ich bräuchte da halt was, was meine Köder weg vom Boot in der Spur hält. Dabei muss das Ding die Köder ja nicht unbedingt auf zusätzliche Tiefe bringen.


    Ich hab da am Walchi schon öfters gesehen, wie Leute mit vier Ruten und (ich vermute) Planerboards schön sauber schleppten. Wie funktioniert so ein Ding? Wo kann ich die Sachen kaufen? Bleibt das Teil auf der Schnur montiert? Gibt es verschiedene Größen? Ausklinksystem? Ja was weiß ich, verdammt noch mal. Alles was es an Infos zu solchen Dingern gibt bräuchte ich halt.


    Dabei möchte ich nicht unbedingt ultra grob zu Werke gehen. Also mit normalem Schleppgerät. Ich fische generell lieber etwas leichter. Also füttert mich mit Input. Am Freitag beginnt bei uns endlich die richtige Saison. Ende der Raubfischschonzeit.


    Danke einstweilen für eure Hilfe. Und denkt bitte daran: Ich angle zwar schon 30 Jahre - und dies auch durchaus erfolgreich - aber mit den Teilen zum Schleppen kenn ich mich null aus. Bei uns in der Region finde ich keine nützliche Hilfe.
    Sicherlich werde ich auf eure Antworten noch das ein oder andere Mal nachhaken müssen. Halt solange, bis ich nicht mehr ganz so dumm bin wie eben noch...



    Gruß und recht viel Petri


    Stefan

    So, wir sind jetzt auch wieder zurück von sechs Tagen am Walchensee. Wie berndi schon schrieb, so sind die Fische momentan richtig am umherstreifen. Heute da, morgen da und übermorgen ganz wo anders. Es ist nicht ganz einfach die Fische zu finden. Es fehlen wohl noch knapp zwei Meter Wasser bis zum Vollstau. Ziemlich trüb kam der Walchensee daher, in den letzten Tagen klarte der See aber dann merklich auf, wobei die Einsiedlbucht deutlich trüber als der Rest (zumindest der, den ich gesehen habe) war.


    An den von berndi beschriebenen Plätzen am Ausgang der Walchenseebucht war teilweise richtig Betrieb und es machte nicht unbedingt Spaß sich da auch noch dazu zu gesellen. Gefangen wurde eigentlich überall, aber es waren verdammt viele kleine Saibis und Renken. Die Einsiedlbucht lieferte noch mehr kleine Fische, auch wenn dort der ein oder andere schöne Saibling bis 38 cm gefangen wurde. Bei uns war bei 35 cm Schluß. Die maßigen Saiblinge hatten aber gewöhnlich auch nur 27-28 cm. Insgesamt würde ich sagen, dass die Hegeneangelei auf Saibling in der Einsiedlbucht sehr schleppend war. In Walchensee an der Wasserwacht ging es einen Morgen mal richtig gut, und wir fingen dort zahlreiche maßige Saiblinge, und nur sehr wenige kleine. Tags darauf war es allerdings wieder vorbei damit...


    Die Renken bissen in der Einsiedelbucht dagegen recht ordentlich. Zwar waren auch hier viele kleine unterwegs, aber wer geduldig und ruhig auf die umherziehenden Schwärme wartete, der fing durchaus mehrere maßige pro Tag. Ich fing meine Renken fast alle auf 8-12 Meter Tiefe, Kollegen fingen ihre Fische aber auch auf über 25 Metern Tiefe. Fangplätze waren bei Zwergern (Grünwald), vorm bösen Steig, am Einlauf in der Einsiedlbucht recht nahe am Ufer und eigentlich überall am Zwergener Uferbereich. Die meissten maßigen Renken waren zwischen 32 und 35 Zentimeter groß, einzelne kamen dann bis auf 40 cm.


    Seeforellen ließen sich leider keine blicken, obwohl wir doch die ein oder andere Stunde mit Wobblern und Blinkern "powerruderten". Ralf, ein Kollege, hatte aber trotzdem eine Begegnung der besondern Art, als die gute Forelle etwa drei Meter vor dem Boot die Wasserkugel der Hegenenrute attakierte. Leider ließ sie sich vom nachfolgenden Versuch mit dem Wobbler nicht mehr locken...


    Was auffiel ist der anscheinend explodierende Barschbestand, und auch die vermehrten Fänge der Rotaugen. Beide stehen im Moment kurz vor dem Laichgeschäft, die Rotaugen haben kräftigen Laichausschlag, die Barschmännchen "spritzen" ihre Milch bei leichtem Berühren um sich. Erstaunlich ist, dass bereits Barsche mit wenigen Zentimetern Länge bereits laichfähig sind.


    Zum Abschluß aber eine "Hammergeschichte". Bereits vor unserer Anreise wurde in der Einsiedlbucht eine wahrlich gigantische Renke gefangen. Dies bestätigten mir sowohl der Wirt des Hotels Einsiedls, als auch verschiedene Gäste. So fing ein Angler aus München, bereits langjähriger Gast am Walchensee, vor dem Bauernhof Grünwald eine Renke mit sage und schreibe 68cm Länge und 4,3 kg Gewicht. Leider existiert kein Foto von dem Fisch im "Naturzustand" sondern nur eines im Gebratenen. So eine Renke hielt ich im Walchensee nicht für möglich.


    Alles in allem waren es ein paar schöne Tage mit herrlichem Wetter und guten Kollegen in einer fantastischen Umgebung. Die Fänge könnten besser sein, aber das weiß man ja schon, bevor man von zu Hause los fährt!


    Gruß Stefan

    Leck am A....
    Was für wunderschöne Fische!
    Wahnsinn.


    Was mir aufgefallen ist - ich will hier allerdings gar nichts unterstellen:
    Wie bitte ist es möglich, solche Fotos zu machen? Wie, bzw. wo hält denn der Gute diese tollen Fische fest???
    Hat der denen nen Griff hinten drangeschraubt?
    Ich hab´s bei meinen Bildern noch nicht annähernd geschafft, meine Hände bzw. Finger "unsichtbar" zu machen.


    Wie gesagt, ich will nix unterstellen, die Bilder sehen auch sehr natürlich und echt aus. Mich würde es halt interessieren, wie man einen Fisch so festhalten kann.


    Gruß Stefan

    "Christian" schrieb:


    trotzdem merci no für die Beiszeit >lag total daneben (außer bei der Ruttenzeit)


    Naja Christian, da kann es viele Erklärungen dafür geben. Ich muss sagen, dass die Fische im Moment wirklich sehr sehr gut beissen und die Fressphasen anscheinend noch relativ lange sind (bei den milden Temperaturen eigentlich kein Wunder). Die letzten Male am Wasser, konnte ich immer nachmittags meine Zander fangen.


    Entscheidender ist für mich im Moment der Wasserstand und die Eintrübung der Flüsse. Durch das viele Wasser im Fluss geht der Zander raus aus der Strömung und sucht sich ruhige Buchten in denen dann auch noch der Futterfisch steht. Damit ist die Platzwahl doch schon relativ einfach.


    Da ich momentan abends wenig Zeit zum Angeln habe, war ich zweimal nachmittags mit der Spinnrute und dem Gummifisch unterwegs. Das erste Mal jedoch, war das Wasser braun wie Milchkaffee und viel zu hoch. Zwei Tage später war der Wasserstand jedoch wieder einen Meter zurückgegangen (Aber immer noch nen halben Meter höher als normal).
    Die Trübung war deutlich zurückgegangen, aber immer noch war es sehr trüb im Fluss (Sichttiefe etwa 15-20 cm).


    Eine halbe Stunde lang ignorierten die Zander an der einen Stelle meinen Köder. Weil ich jedoch an dieser Stelle ziemlich sicher mit Zander war, hab ich den Köder gewechselt und mit einem weißen größeren Gummi weitergemacht. Diesen führte ich dann auch deutlich agressiver, was schon beim zweiten Wurf belohnt wurde. Nur wenige Würfe später folgte Nummer zwei. Gleiche Stelle - gleicher Köder.




    Beachtlich, wie die Zander derzeit im Futter stehen! Die müssen also richtig was wegputzen im Moment.


    Schön war auch, dass das Fangen auch mit der AA-Cap klappte. :) Bisher hatte ich mit dieser Cap an nicht alpinen Gewässern eher weniger Glück.


    Die Zandersaison endet bei mir definitiv erst am 31.12. Bis dahin werde ich hoffentlich noch ein paar mal Glück haben. Natürlich muss man dieses Glück auch ein wenig "provozieren". Das soll heissen, dass man nur am Wasser die Fische fangen kann. Auch wenn man öfters mal ne Fahrkarte zwicken muss. Leider beginnt bei uns die Raubfischschonzeit fast überall am 01.01. Ansonsten würde ich auch gerne noch im Januar auf Zander angeln.


    @ hecht66
    Das mit dem Anfüttern ist definitiv richtig. Der Zander lässt sich von ein paar Fischstücken wunderbar anlocken bzw. zum fressen animieren.


    Gruß Stefan

    Nachdem ich dieses wahrlich interessante Buch ziemlich schnell verschlungen und dabei genossen habe, hatte ich irgendwie sofort den Wunsch nach "mehr".
    Dieser Wunsch wird anscheinend relativ zeitnah erfüllt werden, denn schon im Februar 2008 soll dieses Buch erscheinen:



    Beschreibung des Verlags:


    Aufregende Angeltage


    Und wieder begleiten wir den Autor auf die Fischwaid zu den attraktivsten Angelfischen nördlicher Breiten, den »Königsfischen«.
    Anglerischer Ehrgeiz, Drang nach sportlicher Betätigung und natürlich die Abenteuerlust begleiten die Erlebnisberichte und unschätzbaren Informationen zu Fangtechniken und -taktiken auf die beliebtesten Fische: Lachs, Huchen, Seeforelle und Hecht.
    Reiner Bouterwek, bekannt aus Funk, Fernsehen und zahlreichen Beiträgen in europäischen Angelzeitschriften, gibt uns aufregende Erlebnisse mit aufregenden Fischen und mit anderen Zweibeinern am Wasser.


    Dieser Band steht dem ersten Buch des Autors, dem »Traumangeln auf Königsfische«, in nichts nach.


    133 Seiten, gebunden, mit zahlreichen auch farbigen Abbildungen, 17 x 24 cm.


    EUR 29.- / CHF 48.-
    ISBN 978-3-905678-27-7



    Nun ja, auch dieses Buch von Rainer Bouterwek wird Pflichtlektüre für mich werden. Leider hats mit dem Erscheinungstermin nicht ganz zum Weihnachtsfest gereicht. :cry:



    Gruß Stefan

    @ Jacky


    ich gebe dir absolut recht mit deinem letzten Posting. Nenn es selektive Entnahme, werde nicht müde dies zu propagieren, rede mit Leuten persönlich darüber. Genau das mache ich auch.


    Ich habe auch kein Problem damit, über so ein Thema meine Meinung in einem öffentlichen Forum kund zu tun. Aber das passt jetzt nicht hier her. Allerdings möchte ich öffentlich nicht explizit auf mein Handeln mit genau einem Fisch eingehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies von einigen Verbandsoberen als Material zum "Generalangriff" gesammelt wurde.


    Dies wiederum soll nicht heissen, dass man sich ducken oder verstecken soll. Im Gegenteil. Wir alle sind dafür verantwortlich, unser Hobby "durchsichtiger" zu machen, wir alle sollten Verantwortung für unser Hobby übernehmen.


    Gruß Stefan

    @ saiblingskönig


    Ich äußere mich nur ungern öffentlich darüber, welchen Fisch ich mitgenommen, und welchen ich releast habe. Dies hat aber seine Gründe, und vor einiger Zeit ist bei uns schon mal richtig "Angstmache" von höherer Stelle betrieben worden.


    Nur soviel: Ich bin seit meiner Kindheit begeisterter Angler. Ich liebe es am Wasser zu sein und die vielen Empfindungen wahrzunehmen, die doch so viele Leute aus unserer Gesellschaft gar nicht mehr kennen.
    Auch in den nächsten 30 Jahren möchte ich noch Fische fangen können. Von daher hab ich mir gewisse Regeln auferlegt, die nach meinem Empfinden sicherlich nicht zum Nachteil des Fischbestandes sind.


    Übrigens hat das Angeln auf Zander im Winter auch wieder am Freitag geklappt. Zwar nur bei meinem Junior, der gleich zwei verhaften konnte, aber ich hatte doch auch noch mal so ne schöne Rutte.


    Gruß Stefan

    Die zwei waren ja nicht die einzigen Fische in der letzten Zeit :lol:


    Beisszeit ist im Moment in meinem Gewässer ab ca 15.00 Uhr bis etwa 18.30 Uhr. Der schöne Zander ging um etwa 16.45 an den Haken, die Rutte gegen 18.30 Uhr.


    Ich werde es heute mal ein paar Stunden länger probieren. Mal gucken was dabei heraus kommt.


    Die Fische stammen übrigens aus der Aisch. Ein kleiner Fluss in Mittelfranken.
    Aber ich denke das Rezept funktioniert auch anderswo.


    Gruß Stefan

    Hi Christian,


    also ich finde gerade die Wintermonate extrem gut auf Zander. Egal ob im Fluss oder im See, ich habe überall sehr gute Erfahrungen gemacht.


    Was du dabei beachten solltest, wurde hier ja schon angesprochen. Der Zander ist nicht mehr so aktiv wie in der wärmeren Jahreszeit. Er folgt den Futterfischschwärmern ins tiefere, ruhige Wasser. Der Zander geht jetzt nicht mehr so ausgeprägt auf Streife, sondern bedient sich an den ruhenden Futterfischen. Auch die Fressphasen sind nicht mehr so lange wie im Sommer, aber wenn du eine davon erwischt, dann kannst du wahre Sternstunden erleben.


    Im Fluss ist es von Vorteil, wenn das Wasser leicht angetrübt und etwas höher als normal steht. Das macht die Räuber lebendiger. Such wie gesagt ruhige, tiefe Stellen und biete deinen Köfi am Grund oder knapp darüber an. Zum Köfi an sich ist zu sagen, dass der Zander verdammt gut riecht. Daher ist ein Fetzenköder oft fängiger als ein ganzer Köderfisch. Gerade im Winter ist dies wichtig. Fische ich mit ganzen Köfis, dann ritze ich denen mehrmals den Bauch auf, um eine große Duftwolke zu erzeugen.


    Die Ködergröße darf im Winter ruhig eine Nummer größer sein als im Sommer. Von daher würde ich jetzt nicht unbedingt einen 4er Haken hernehmen. Zanderhaken der Größe 1 oder 1/0 erfüllen hier ihren Zweck. Als Vorfach fische ich, je nach Gewässer 0,20er bis 0,28er Mono oder FC.


    Hast du jetzt ein Gewässer in denen Zander und Rutten vorkommen, dann ist das gerade für die Wintermonate ein kleiner Traum. Wenn die Kleidung und die Ausrüstung passt, kannst du im Winter unvergessliche Stunden erleben. So passiert gestern, bzw. vorgestern:



    Zuerst die stachelige Überraschung:





    Und dann ne schöne Rutte:




    Gruß Stefan

    Servus miteinander,


    ich hab heut endlich nach langer Wartezeit mein Buch zugesandt bekommen. Die 2. Auflage des Buches: "Traumangeln auf Königsfische" von Rainer Bouterwek ist jetzt also im Handel.


    Geil ist es! Richtig geil... :shock:


    Echt empfehlenswert für alle Freunde von Großsalmoniden und massig an Infos in diesem Buch.



    Gruß Stefan

    Servus Saiblingskönig,


    also ich hab das Buch schon im Frühjahr vorbestellt. Sobald das Buch erscheint, sollte es mir zugesandt werden.


    Bis jetzt ist das noch nicht geschehen. Erscheinungsdatum ist laut Verkäufer der September 2007.


    Gruß Stefan

    Hallo Bernd,


    herzlichen Glückwunsch und ein ganz dickes Petri Heil zu deinem Traumfisch! Da hat sich die Mühe dann aber gelohnt, ein einsames Plätzchen am Ostufer anzusteuern!


    Nach so einem Fisch kann ich es gut verstehen, dass du die eine Renke an Helenes Steg meinem Sohn überlassen hast! :lol:


    Gruß Stefan

    Servus Marlyn,


    also ich hatte bis vor eineinhalb Jahren so ein Boot, allerdings nicht das 430, sondern das 365 ProfiDry. Ich hatte es auch beim Dreisbusch gekauft. Bei diesem Boot waren die Bordwände noch niedriger, als es jetzt beim 430 der Fall ist. Ich muss ehrlich sagen, beim 365er war die Bordwandhöhe nicht ausreichend.


    Die Ruderanlage kannst also echt in der Pfeife rauchen, das ist einfach nix. Richtig billig wirkt das Ganze. Ich hab das Boot allerdings auch mit einem E-Motor genutzt.


    Ich muss sagen, dass das Boot sehr leicht ausser Kurs gerät, wenn du mit dem E-Motor unterwegs bist. Angetrieben wurde das leichte Boot allerdings recht zügig von dem kleinen MinnKota Endura 30. Die Kippstabilität des Bootes ließ dagegen auch sehr zu wünschen übrig.


    Das Stauraumfach im Bug ist auf Grund des losen Dichtgummis relativ schwer zu bedienen, es ist auch nicht wasserdicht gewesen. Die Sitzbänke waren recht stabil. Schön an dem Boot war die große Grundfläche, da die Bordwände sehr steil sind. Auch der verstärkte Boden war recht ordentlich gearbeitet. Insgesamt war der ganze Bootskörper incl. Gummischeuerleiste sicher in Ordnung.


    Das 430er ist ja jetzt ein Stück länger und höher, breiter ist es allerdings nicht. Auch wird die 2. Mittelsitzbank wohl eher stören. Ich hab mein Boot damals verkauft, weil es mir zu klein und unsicher war. Und ich war auf keinen Voralpenseen oder ähnlichem unterwegs...


    Mittlerweile hab ich ein anderes Boot gebraucht gekauft, und bin davon echt begeistert. Erst jetzt weiß ich, wie instabil und unsicher der Fishhunter eigentlich war.


    Insgesamt lautet mein Urteil zu dem Boot nur "bedingt empfehlenswert". Allerdings ist es für den Preis insgesamt gesehen schon relativ gelungen, aber wie gesagt mit vielen Mängeln (Stabilität, Kurstreue, schlechte Ruderanlage, Stauräume nicht dicht). Ich glaube das das 430er durch die höheren Bordwände allerdings zumindest etwas sicherer ist. Bei meinem 365er hatte ich bei normaler Beladung oft ca. 5cm Freibord. Wenn du im 430er jetzt wesentlich mehr zulädst, dann wird auch hier das Freibord eher im kritischen Bereich sein.


    Gruß Stefan

    Die ganze Situation macht mir doch irgendwie ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Am Sonntag fahr ich wieder mal für eine Woche rauf zum Walchensee, aber so richtig Vorfreude kommt bei mir diesmal nicht auf. Die Situation mit den Netzen und "dem Neuen" vom Rieger stimmt mich sehr bedenklich. Ich bin mal gespannt, ob die Bucht bzw. Angelstellen wirklich jetzt mit Netzen zugepflastert ist.


    ICh bin mal ganz ehrlich, ich bin kein echter "Experte" in Sachen Walchensee, wie einige hier in diesem Forum. Dafür fehlt mir das nötige "know how". Ich fahre gerne zum Walchensee, weil das Gesamtpaket für mich interessant ist, auch mit der Fischerei klappts verhältnismäßig gut. Speziell bei der Renke konnte auch ich rückläufige Fangergebnisse feststellen, wenn ich mir auch nicht immer sicher war, woran das lag. Aus meiner Gegend fahren viele Bekannte von mir auch zum Walchensee, und manche von ihnen fingen auch heuer wieder überragend Renken, sowohl was Stückzahlen als teilweise auch die Größe anbelangt.


    Ihr habt ja hier schon viele Argumente aufgezählt, und wenn man das so nüchtern betrachtet, kann einem Angst und Bange werden. Sollte der Rückgang der Fangzahlen tatsächlich hauptsächlich am Berufsfischer liegen, dann wäre das wenigstens ein Punkt, der die Sache durchschaubar macht, und man muss nicht Angst haben, dass mit dem Lebensraum Walchensee irgendetwas nicht stimmt.


    Doch wie geht man jetzt so ein Problem an? Ich denke kaum, dass man mit Mails einzelner Personen an verschiedene Institute oder FiGoen, deren Inhalt auch nicht all zu fundamentiert scheint, viel erreichen wird. Sicher - und da habt ihr alle vollkommen recht - ist es besser, als gar nichts zu tun, aber evtl. kann man das Problem anders angehen indem man die ganze Tourismusbranche am Walchensee aufmerksam macht. Gastronomie, Hotels und Vermieter, Freizeiteinrichtungen, Angelfachmärkte usw... Fehlen denjenigen Leuten die Kunden - in diesem Falle Angler - wirkt sich das negativ auf die gesamte Wirtschaft in dieser Region aus. Dies jedoch kann ja nicht Ziel der ansässigen Gemeinden sein. Und diese Gemeinden müssten den Schritt zu den zuständigen Behörden gehen, ich denke dies würde mehr Wirkung erzielen, da es sicherlich von dieser Stelle "ernster" genommen würde und außerdem die Probleme richtig erörtert würden (hoffentlich).


    Also ich würde vielleicht einen kleinen Umweg gehen, um auf unseren Walchensee aufmerksam zu machen.


    Ich werde mich jedenfalls nächste Woche mal verstärkt umhören. Sicherlich werde ich über die aktuelle Situation und eventuelle Erfahrungen berichten!


    Bis dahin


    immer eine krumme Rute!


    Gruß Stefan

    So, seit dem Wochenende wieder zurück von 6 Tagen Walchensee...


    War ein hartes Stück Arbeit an die Fische zu kommen. Täglich wechselndes Wetter und teilweise heftiger Dauerregen, dazu plötzlich auftretende heftige Winde aus allen Richtungen. Manche Tage waren aber auch recht angenehm mit recht viel Sonnenschein. Der thermische Wind hat an den schönen Tagen eigentlich recht lange auf sich warten lassen, erst gegen 11.30 bis 12 Uhr kam der Wind von Urfeld her. Allerdings wollte er sich abends nur schwer beruhigen. Na gut, so viel zum Wetter.


    Nach der Ankunft in Walchensee wurden erst mal bei Helene die Karten gelöst und die fehlenden Utensilien ergänzt. Dazu musste natürlich die neue Auflage von Berndis Buch gleich verschlungen werden. Nach Bezug unserer FeWo hielt uns natürlich nix mehr an Land und wir konnten endlich unseren geliebten See wieder befischen. Die Fänge hielten sich in den letzten Tagen laut Helene in Grenzen, so dass ich mich erst mal für das Schleppen auf Saiblinge entschied.


    Gestartet vom Schwaigerhof gings in Richtung Galerie. Am ersten Nachmittag konnte ich fünf maßige Saibis zwischen 28 und 32 cm ergattern. Gegen abend versuchte ich es noch mit der Hegene, aber außer ein paar Zwergeln wollte nichts mehr beissen. Meinen mitgereisten Kollegen ging es ähnlich.


    Der nächste Tag brachte dann viel Regen und Wind, es wurde ziemlich ungemütlich. Auch die Fänge ließen nach und nichts nennenswertes lies sich dem kühlen Nass entlocken. Tags darauf meinte es das Wetter allerdings wieder gut mit uns, und wir waren fast den ganzen Tag auf dem See. Die Nymphen stiegen wirklich in rauhen Mengen und die Saiblinge bissen jetzt sehr gut in etwa 40 Metern auf die Hegene. Am besten gings etwa bei der Wasserwacht.
    Die Renken ließen sich aber nicht blicken. Auch der Berufsfischer konnte kaum Renken erbeuten. So wechselten wir nach Lust und Laune zwischen Saiblingsschleppen und Hegenefischen auf Saiblinge hin und her.


    Der Vatertag fiel dann mal wieder dermaßen ins Wasser, dass wir den See lieber gegen die vielen örtlichen Lokale eintauschten und das ein oder andere Mittenwalder einnahmen. Der Wetterbericht für Freitag versprach ja wieder Besserung.


    Und so kam es dann auch. Erstmals ließen sich am Freitag morgen auch die Renken überreden am Ausgang der Walchenseebucht unsere 16er Nymphen zu nehmen. Die ein oder andere 35er wanderte in unsere Kescher. Allerdings war der Spuk dann schon wieder vorbei und die Renken verschwanden wieder so schnell wie sie gekommen waren.


    Insgesamt brachte ich es über die Tage auf 23 maßige Saiblinge und eine Renke. Meine mitgereisten Kollegen hatten ein paar Coregonen mehr erwischt, allerdings dafür weniger Saibis. Beim schleppen erwischte ich meine besten (35 cm) in etwa 40 Metern Tiefe. Zwischen 15 und 25 Metern hatte ich weniger Bisse und viele Untermaßige. Das lief also schon mal gegen den Trend.


    Erwähnenswert noch die Bekannschaft mit einer Seeforelle von über 60cm, die die Nymphe von meinem Spezl nahm. Direkt am Bootssteg vom Schwaigerhof legte er seine Hegene auf Grund und verstaute seine Sachen im Boot. Nach wenigen Sekunden bog sich seine Rute im Halbkreis. Hans hatte noch das Glück, dass der Fisch über die Abspannseile des Steges schwamm, doch leider hatte er nicht die nötige Geduld den Fisch auszudrillen. So war die Seefo leicht angesäuert und sprang mit einem mächtigen Satz aus dem Wasser, zeigte sich, schüttelte sich und nahm die Nymphe als Andenken mit. Zurück blieb ein verdutzter Angler und tröstende Kameraden. So is er halt, unser Walchensee...


    Gruß Stefan