Beiträge von diocletian

    Bayer321 : die Königsdorfer-Strecke. Landschaftlich echt super und fischereilich kann ich mich für das 1. Jahr nicht beklagen. Schneidertage waren dabei, aber Forellen liefen streckenweise wirklich gut. Bezüglich Huchen kann ich nach einem Jahr nichts solides sagen, aber Potenzial ist da sicher da. Da hast du definitiv mehr Kenntnisse.


    Was mir klar an der Loisach taugt: einfach weniger Leute bei schönem Wetter. Auch sonst anders als die Isar. Weniger Kiesbänke, dafür tiefer und stärkerer Uferbewuchs. Mir persönlich taugt die Loisach einfach. Sicher nicht einfach, aber das macht den Reiz.



    Was sicher eine interessante Frage wäre: was sind die "produktivsten" Gewässer für Huchen ab 1 Meter. Von mehreren, verlässlichen Leuten habe ich immer so die Abfolge positiv aufsteigend gehört: Loisach, Isar und Lech. Lech klarer Favorit, gefolgt von Isar und Loisach.



    Kann da nichts dazu sagen, da ich bis dato nur immer punktuell und sporadisch in der Isar Erfolg hatte. Andere Gewässern wie z. B. Ammer, Inn, Schwarzer Regen, Salzach, Traun etc. fehlen natürlich in der Aufzählung.

    Glaube auch, dass an den Topstellen der Fang aufgrund der Anzahl an Anglern teilweise Lotterie ist. Habe dieses Jahr mal an einem Tag bei Niedrigwasser am Beuerberger Wehr 4 alte Gummifische gefunden.


    Das blöde ist, genau wie Stefan auch schon gesagt hat, dass ich ebenfalls nur an den stark beangelten Topstellen (bei mir waren es Einläufe) Fänge hatte. Versuche ebenfalls an den wenig befischten Strecken mal einen Punch zu landen, was aber bis dato noch keinen Erfolg brachte.

    Nutz momentan die Zeit zum Spazieren und Sichten. Direkt in München ist richtig wenig Wasser. Einen habe ich entdeckt, aber der war sicherlich untermassig.


    Was mich richtig interessieren würde: Wie stark nehmen die Huchen Wataktivität war?


    Wenn es geht, verzichte fast immer darauf, aber dadurch sind die Fänge auch nicht explosionsartig angestiegen. :)

    Petri zum Huchen, Roel!


    Gibt ja noch andere Köder außer Fliege oder Gummi auf Huchen. Zopf fischt man anders als einen Heintz, etc. etc.


    Für mich kommt es einfach aufs Gewässer an. Hier in an der Isar macht Fliege sicher Sinn und Laune. An anderen eher seichteren und gut lesbaren sowie bewatbaren Flüssen ebenfalls. An Staustufen oder kanalartigen Gewässerabschnitten kann man Fliege fast absolut vergessen. Außnahmen bestätigen die Regel, aber dafür ist meine Lebenszeit mir dann doch zu kostbar.


    Bin auf weitere Berichte und hoffentlich auch Fänge sehr gespannt!


    Euch allen eine erfolgreiche Saison!

    http://www.sueddeutsche.de/spo…en-1.4047485?reduced=true


    Aktuell spielt das Angeln auch im SZ-Magazin eine Rolle. Lesenswert, da dort ein Bild vermittelt wird, dass manch aggressiven "Catch & Release"-Vertreter verwundern wird. Zitat: "62 Proznt der Befragten fanden es in Ordnung, dass Angler Fische fangen, um sie zu essen. Aber nur 33 Prozent wollten es akzeptieren, dass Angler sämtliche Fische zurücksetzen - wie beim Spaß- oder Sportangeln."


    Der Artikel ist leider keine Werbung, sondern sieht unser geliebtes Hobby kritisch. Zumindest empfand ich das so.

    Sorry, aber ganz ehrlich:


    1) Fischarten als saudumm zu bezeichnen, ist irgendwie aus meiner Sicht generell fehl am Platz.


    2) Es es genauso einfach/schwer bei Saisonstart eine besetzte Bachforelle oder eine besetzte Regenbogenforelle zu fangen; da ist absolut kein Unterschied im Können.


    3) "Ich will ja niemand zu nahe treten aber kann man nicht einfach nur die Bachforelle aus heimischen Zuchtanstalten besetzen und man hat wieder eine interesannte Fischerei." Wird doch in der Regel in oberbayerischen Fliessgewässern gemacht, aber manche erfüllen einfach nicht mehr die Kriterien (Verbauung, Schwarzfleckenkrankheit etc.). Und selbst wenn nur noch Bachforellen aus einheimischer Zucht besetzt werden, überleben die meisten Bachforellen die ersten paar Wochen eh nicht. An der Strecke von Bayer123 war ich am Montag: Auf paar hundert Meter habe ich innerhalb von 1 Stunde 8 Angler gesehen und alle hatten ihre zwei Forellen. Zwei Handwerker haben mir erzählt, dass sie zwischen zwei Terminen schnell zwei Forellen fangen wollten. Wie soll da eine nachhaltige Forellenfischerei stattfinden? Ganz ehrlich, da ist selbst an der Loisach egal, ob man Bach- oder Regenbogenforellen einsetzt, wenn diese nicht einmal zwei Wochen im Gewässer überleben.


    4) Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn zu denken, dass ein reiner Bachforellenbesatz in Fliesgewässern Wunder bewirkt oder dies nachhaltiger wäre. Wenn die Bachforelle (aus welchen Gründen auch immer) sich nicht natürlich vermehren kann, dann macht ein Besatz aus Nachhaltigkeitsgründen eh keinen Sinn.

    Servus Udo,


    richtig klasse Bilder und noch tollere Fische! Riesenrespekt! Mit der Schnurstärke glaube ich sofort. Habe es selber erfahren. 16er Vorfach bei Äschenfischen nichts, mit nem 14er liefen sie. Gleiches beim Feederfischen auf Rotaugen und Brachsen.

    Bin eben Allrounder, so dass ich eben fast alles irgendwie über die Saison verteilt mache. In jedem Monat wird gefischt und die Gewässerauswahl garantiert, dass ich immer die Möglichkeit habe, jeden Monat im Jahr fischen zu können.


    Bei mir hat sich über die Jahre ein fester Tackle-Bestandtteil herauskristallisiert, der über das Jahr verteilt eingesetzt wird.


    2 Hegenerute fürs Posenfischen

    3 Posenruten fürs Trotting

    2 Heavy-Feederruten

    2 normale Feederruten

    1 Light-Feederrute

    1 Winkelpicker

    2 Karpfenruten

    1 spezielle Tench-Float-Rute (keine Ahnung warum, aber sie war zweiteilig und grün. Hat mir persönlich einfach gut gefallen)

    1 Stellfischrute

    1 Avonrute

    3 Forellen/Seeforellen-Spinnruten

    1 Huchenspinnrute

    1 Hechtspinnrute
    1 9er Fliegerute

    1 5er Fliegenrute


    samt passende Rollen.


    Kleinzeug passt in zwei Angelkoffer. Spinnköder und Fliegen sind nochmal getrennt in 5 Boxen untergebracht. Für mich reicht das vollkommen aus und ich benutz es stetig abwechselnd.


    Für paaar Angelkumpel wäre dies erst der Anfang. Die haben fast schon soviel Zeug daheim, dass sie manchen Angelshops ernsthafte Konkurrenz machen können. ;-)


    Für mich wichtiger ist es, eher weniger verschiedene Kunstköder und Montagen als mehr. Bei den Kunstködern beschränke ich mich auf bestimmte Modelle/Farben/Gewichte.

    Da heute Vollmond eine Frage: Man liest ja immer wieder den Tipp, dass man bei besonders hellen Nächten Chancen auf Huchen nachts hat.


    Hat jemand damit Erfahrung? Klar, an vielen Gewässern ist das verboten, aber selbst wenn erlaubt, irgendwie würde mir das Vertrauen.

    Das wichtigste zuerst:


    @Forellek: Petri zum Huchen!


    Bei mir waren die paar wenigen kurzen Versuche auf Huchen erfolglos. War aber klar.


    Die Rutten liefen manchmal; anfangs viele kleine (zwischen 30 und 45 cm), die released wurden. Macht Hoffnung auf starke Jahrgänge! In den letzten beiden Wochen auch 3 Ü50er. Spitze war eine 56er. Alle auf Wurm. Ganze Köderfische haben mich aus zweierlei Gründen nicht so überzeugt. 1) Hatte nur eingefrorene mit den entsprechenden Nachteilen 2) Ich mag es nicht, beim Biss mit dem Anhieb zu warten. Mit Wurm kann man sofort anschlagen.


    Mit Picker-/Feederruten ist eine sensible Wurmfischerei auf Rutten in Salmonidengewässern absolut schonend. Man kann das Schlucken absolut ausschließen, wenn man konzentriert angelt. Normale Grundruten benütze ich seit Jahren gar nicht mehr bei der Flussfischerei, außer auf große Karpfen, Hechte oder Waller. Bei Rutten sind sie aussortiert, da nicht sensibel und damit schonend genug!


    P.S. In der 56er Rutte befand sich im Magen der Nachwuchs. Oder meint Ihr, dass es sich nicht um eine eine kleine Rutte handelt?



    Rutten 56.jpg



    Rutten magen.jpg

    ambacher : Der Film hat ja gerade bezüglich Huchenbestand in München gerade auf die Probleme hingewiesen. Durch die starken Temperaturschwankungen gibt es Probleme. Hinzu kommt, dass durch die intensive Nutzung der Isar als Naherholungsgebiet bei anhaltenden Schönwetterlagen Laichgruben schnell beschädigt werden können. Die zunehmende Nutzung der Isar in München wird sicherlich für die Fischerei und für die Fische nicht von Vorteil sein.

    Klar wird schmarrn erzählt im Angelladen, aber wenn man schon ein wenig fischt, erkennt man sehr schnell im Angelladen, wer viel redet und nichts sagt und wer wenig redet und viel sagt. ;-)

    Immer, wenn ich woanders bin, geh ich automatisch in den Angelladen. Manchmal sind sie gut geführt und manchmal nicht. Mal kauft man was, mal kauft man nichts. Hab da viel Schmarrn auch gehört, aber es gibt auch andere Fälle wie dieses Jahr am River Moy, da hat mir ein kleiner Tipp hinsichtlich des Bleigewichts sehr viel gebracht.

    Muss jeder für sich wissen. Bin mal gespannt, was du dann von der Salzach erzählen wirst. Fangen wirst du sicherlich, wie man dich kennt!

    Und folgendes bitte nicht als Angriff verstehen: Man kann sicherlich diskutieren, ob München "neoliberal" und "kosmopolitisch" geworden ist und beklagen, dass die "oiden münchner augustiner assos" am Aussterben sind. Aber sicherlich würden wahrscheinlich diese von dir genannten "augustiner assos" nicht mit Hilfe eines großen amerikanischen Bezahlservice und einer chinesischen Handelsplattform aus der anderen Ecke der Welt Angelsachen bestellen und diese um die ganze Welt schippern lassen und sich dann hier in München über diese günstigen Angebote freuen. Die wären sicher in irgendeinen Angelladen gegangen, hätte sich mit der Auswahl vor Ort begnügt und das gekauft, was nötig gewesen wäre.

    Klar wirst du sagen, alle Angelproduzenten lassen in China produzieren und schlagen das Zeug hier mit großen Gewinnspannen auf den Markt los und du umgehst die ganzen zusätzlichen Kosten, indem du gleich dort bestellst. Streckenweise hast du sicherlich Recht, aber ändern tut es nichts an der Tatsache, dass du mit deinem Kaufverhalten gerade diese "neoliberale" und "kosmopolitische" Welt unterstützt und lebst, die du so häufig anprangerst. Man muss sicher kein Wirtschaftsprofi sein, um im Kopf hochzurechnen, was ein jeder der Beteiligten verdient, wenn du deine Wobbler, Bindematerial etc. irgendwo auf der Welt billig bestellst, sie hier nach München bringen lässt und dann paar Euro bezahlst. Kannst dir sicher sein, dass die Gewinnmargen kaum oder gar nicht vorhanden sind. Damit wird nur der Wettbewerb verstärkt, mit entsprechenden Folgen für die Umwelt und Arbeitnehmer.

    Weißt, ich bestelle auch im Internet und kaufe nicht nur meine Sachen bein "Dandler" um die Ecke. Und ja, ich kaufe mir auch durchschnittliche Angelsachen, die in Billiglohnländer produziert werden, kann man gar nicht mehr anders. Aber wenn man, wie du, einen gewissen "Zeitgeist" wie z. B. Neoliberalismus etc. stetig anprangert (ob, sinnvoll oder nicht, kann und will ich hier nicht diskutieren) und den aber an anderer Stelle absolut lebst, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar. Zumindest beim Angeln bist du genauso ein nutzenorientierter, stetig gewinnmaximierender "homo oeconomicus" wie du eben so vielen anderen im München stets unterstellst. ;-)