Beiträge von diocletian

    Bin eben Allrounder, so dass ich eben fast alles irgendwie über die Saison verteilt mache. In jedem Monat wird gefischt und die Gewässerauswahl garantiert, dass ich immer die Möglichkeit habe, jeden Monat im Jahr fischen zu können.


    Bei mir hat sich über die Jahre ein fester Tackle-Bestandtteil herauskristallisiert, der über das Jahr verteilt eingesetzt wird.


    2 Hegenerute fürs Posenfischen

    3 Posenruten fürs Trotting

    2 Heavy-Feederruten

    2 normale Feederruten

    1 Light-Feederrute

    1 Winkelpicker

    2 Karpfenruten

    1 spezielle Tench-Float-Rute (keine Ahnung warum, aber sie war zweiteilig und grün. Hat mir persönlich einfach gut gefallen)

    1 Stellfischrute

    1 Avonrute

    3 Forellen/Seeforellen-Spinnruten

    1 Huchenspinnrute

    1 Hechtspinnrute
    1 9er Fliegerute

    1 5er Fliegenrute


    samt passende Rollen.


    Kleinzeug passt in zwei Angelkoffer. Spinnköder und Fliegen sind nochmal getrennt in 5 Boxen untergebracht. Für mich reicht das vollkommen aus und ich benutz es stetig abwechselnd.


    Für paaar Angelkumpel wäre dies erst der Anfang. Die haben fast schon soviel Zeug daheim, dass sie manchen Angelshops ernsthafte Konkurrenz machen können. ;-)


    Für mich wichtiger ist es, eher weniger verschiedene Kunstköder und Montagen als mehr. Bei den Kunstködern beschränke ich mich auf bestimmte Modelle/Farben/Gewichte.

    Da heute Vollmond eine Frage: Man liest ja immer wieder den Tipp, dass man bei besonders hellen Nächten Chancen auf Huchen nachts hat.


    Hat jemand damit Erfahrung? Klar, an vielen Gewässern ist das verboten, aber selbst wenn erlaubt, irgendwie würde mir das Vertrauen.

    Das wichtigste zuerst:


    @Forellek: Petri zum Huchen!


    Bei mir waren die paar wenigen kurzen Versuche auf Huchen erfolglos. War aber klar.


    Die Rutten liefen manchmal; anfangs viele kleine (zwischen 30 und 45 cm), die released wurden. Macht Hoffnung auf starke Jahrgänge! In den letzten beiden Wochen auch 3 Ü50er. Spitze war eine 56er. Alle auf Wurm. Ganze Köderfische haben mich aus zweierlei Gründen nicht so überzeugt. 1) Hatte nur eingefrorene mit den entsprechenden Nachteilen 2) Ich mag es nicht, beim Biss mit dem Anhieb zu warten. Mit Wurm kann man sofort anschlagen.


    Mit Picker-/Feederruten ist eine sensible Wurmfischerei auf Rutten in Salmonidengewässern absolut schonend. Man kann das Schlucken absolut ausschließen, wenn man konzentriert angelt. Normale Grundruten benütze ich seit Jahren gar nicht mehr bei der Flussfischerei, außer auf große Karpfen, Hechte oder Waller. Bei Rutten sind sie aussortiert, da nicht sensibel und damit schonend genug!


    P.S. In der 56er Rutte befand sich im Magen der Nachwuchs. Oder meint Ihr, dass es sich nicht um eine eine kleine Rutte handelt?



    Rutten 56.jpg



    Rutten magen.jpg

    ambacher : Der Film hat ja gerade bezüglich Huchenbestand in München gerade auf die Probleme hingewiesen. Durch die starken Temperaturschwankungen gibt es Probleme. Hinzu kommt, dass durch die intensive Nutzung der Isar als Naherholungsgebiet bei anhaltenden Schönwetterlagen Laichgruben schnell beschädigt werden können. Die zunehmende Nutzung der Isar in München wird sicherlich für die Fischerei und für die Fische nicht von Vorteil sein.

    Klar wird schmarrn erzählt im Angelladen, aber wenn man schon ein wenig fischt, erkennt man sehr schnell im Angelladen, wer viel redet und nichts sagt und wer wenig redet und viel sagt. ;-)

    Immer, wenn ich woanders bin, geh ich automatisch in den Angelladen. Manchmal sind sie gut geführt und manchmal nicht. Mal kauft man was, mal kauft man nichts. Hab da viel Schmarrn auch gehört, aber es gibt auch andere Fälle wie dieses Jahr am River Moy, da hat mir ein kleiner Tipp hinsichtlich des Bleigewichts sehr viel gebracht.

    Muss jeder für sich wissen. Bin mal gespannt, was du dann von der Salzach erzählen wirst. Fangen wirst du sicherlich, wie man dich kennt!

    Und folgendes bitte nicht als Angriff verstehen: Man kann sicherlich diskutieren, ob München "neoliberal" und "kosmopolitisch" geworden ist und beklagen, dass die "oiden münchner augustiner assos" am Aussterben sind. Aber sicherlich würden wahrscheinlich diese von dir genannten "augustiner assos" nicht mit Hilfe eines großen amerikanischen Bezahlservice und einer chinesischen Handelsplattform aus der anderen Ecke der Welt Angelsachen bestellen und diese um die ganze Welt schippern lassen und sich dann hier in München über diese günstigen Angebote freuen. Die wären sicher in irgendeinen Angelladen gegangen, hätte sich mit der Auswahl vor Ort begnügt und das gekauft, was nötig gewesen wäre.

    Klar wirst du sagen, alle Angelproduzenten lassen in China produzieren und schlagen das Zeug hier mit großen Gewinnspannen auf den Markt los und du umgehst die ganzen zusätzlichen Kosten, indem du gleich dort bestellst. Streckenweise hast du sicherlich Recht, aber ändern tut es nichts an der Tatsache, dass du mit deinem Kaufverhalten gerade diese "neoliberale" und "kosmopolitische" Welt unterstützt und lebst, die du so häufig anprangerst. Man muss sicher kein Wirtschaftsprofi sein, um im Kopf hochzurechnen, was ein jeder der Beteiligten verdient, wenn du deine Wobbler, Bindematerial etc. irgendwo auf der Welt billig bestellst, sie hier nach München bringen lässt und dann paar Euro bezahlst. Kannst dir sicher sein, dass die Gewinnmargen kaum oder gar nicht vorhanden sind. Damit wird nur der Wettbewerb verstärkt, mit entsprechenden Folgen für die Umwelt und Arbeitnehmer.

    Weißt, ich bestelle auch im Internet und kaufe nicht nur meine Sachen bein "Dandler" um die Ecke. Und ja, ich kaufe mir auch durchschnittliche Angelsachen, die in Billiglohnländer produziert werden, kann man gar nicht mehr anders. Aber wenn man, wie du, einen gewissen "Zeitgeist" wie z. B. Neoliberalismus etc. stetig anprangert (ob, sinnvoll oder nicht, kann und will ich hier nicht diskutieren) und den aber an anderer Stelle absolut lebst, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar. Zumindest beim Angeln bist du genauso ein nutzenorientierter, stetig gewinnmaximierender "homo oeconomicus" wie du eben so vielen anderen im München stets unterstellst. ;-)

    Für mich persönlich erkenne ich da keinen Sinn darin, wenn ich als Angeltourist irgendwo hinfahre und meine Karte im voraus online löse. Wenn man vor Ort wohnt ist das was anderes. Dann kann man spontan ans Wasser, wenn man Lust und Laune hat.


    Aber so als Tourist ist es doch gerade der Reiz, in einen fremden Angelladen zu gehen, paar Sachen für das neue Gewässer zu kaufen und wenn man Glück hat, paar sinnvolle Infos zu bekommen. Kein Internet der Welt kann die vor Ort gegebenen Erkenntnisse ersetzen.


    Für Touristen ist ein digitaler Kartenkauf aus meiner Sicht klar von Nachteil. Bei Einheimischen was anders.

    Vielen Dank für den Bericht. Spiegelt genau die Erfahrungen wieder, die ich mit dem Websta-Vorgänger Modell sowie mit dem Renkenfinder gehabt habe. Habe mir deshalb dieses Modell auch nicht gekauft, da ich das so vermutet habe, obwohl ich mich es schon gejuckt hat. Aber um die 25 Euro für die gleiche Erfahrung lohnt sich dann doch nicht.

    Saiblinge gehen da immer noch gut. Lars zeigt es ja, dass man mit dem Schleppen immer noch gute Fänge machen kann. Kenn hier in der oberbayerischen-tiroler Ecke kaum ein Gewässer, welches so schöne Seesaiblinge hat.


    Nur momentan ist sicherlich das Gewässer biologisch gesehen nicht im besten Zustand. Hoffen wir mal, dass die Verantwortlichen vor Ort die richtigen Antworten finden.

    Fuschlsee0 verstehe mich bitte nicht falsch. Ökonomisch rechne ich sicher nicht auf. Halte das persönlich für den falschen Ansatz, zu sagen: Ich bezahl Preis X und will dafür die Anzahl Y an Fisch fangen. Fischerei ist für mich keine Kosten-Nutzen-Analyse.


    Was aber definitiv der Fall ist, (oft genug mit Spezln hier aus München diskutiert), die Preise steigen zumindest hier im süddeutschen Raum teilweise stetig. Auf der anderen Seite sei dahingestellt, ob die Fischerei auch besser bzw. nachhaltiger wird. Häufig heißt es dann, anderswo zahlt man noch mehr (Österreich wird dann gerne hier in Bayern als Beispiel angeführt)? Für mich kein schlüssiges Argument und man setzt damit eine gewisse Preisspirale in Gang. Sicherlich nicht immer und nicht an jedem Gewässer und am Heiterwanger-Plansee geht auch der Preis für mich absolut in Ordnung.

    Will hier keine Diskussion über irgendwelche horrenden Preise oder Sozialromantiken anfangen, aber Angeln sollte doch finanziell gesehen Volkssport bleiben! Wenn dann ein Familienvater mit seinen zwei Söhnen fischen gehen möchte, dann macht es schon einen Unterschied aus, ob er pro Tag 30 Euro oder 81 Euro (plus zusätzliche Gebühren) zahlt. Da ist dann nicht mal ein Boot mitgerechnet. (An großen Seen eigentlich noch ein zusätzliches Muss! Dann ist man ganz schnell bei der Rechnung 100+ für Karten und Boot los)


    Vor dem Hintergrund macht es eben dann schon einen Unterschied, ob man 10 oder 27 Euro zahlt. Mir sind eben häufig die Erklärungen für steigende Preise und irgendwelche Gebühren nicht immer verständlich, ohne jetzt die immer gleiche Litanei anzustimmen von wegen früher war alles besser. Gewässerbewirtschafter sollten eine gesunde Preisentwicklung bzw. Preisniveaustabilität vor Augen haben. Das ist alles. Ich will weder irgendwelche Schnäppchen noch überteuerte Preise zahlen.


    Bezüglich Heiterwanger-Plansee wusste ich, was mich anglerisch erwartet und ich zahl den Preis, weil eben die Kulisse, Erinnerungen und vieles mehr mit beiden Seen verbunden sind. Hat eben wie bei vielen anderen auch immer ein wenig mit Nostalgie bzw. "Romantik" zu tun.

    Kleine Köderfische sind echt der Bringer. Letztes Jahr haben wir uns die Mühe gemacht und Elritzen gefangen; da war fast jeder Wurf beim Spinnfischen ein Treffer. Mit halben Fischen habe ich es noch nie versucht; hatte da nie so ein Vertrauen darin. Benutzt du nur den Kopf oder auch den Schwanz? Ist eigentlich egal, oder?


    Leider waren die Elritzen diesen Monat dort gesperrt und kleine Barsche habe ich keine entdeckt. Und mit dem Mitbringen ist es ja immer so eine Sache. Offiziell darfst ja nur Fische aus dem See verwenden.

    Vier Tage am Heiterwanger- Plansee sind rum. Vier Ruten (Schleppfischen, Spinn- und Hegene) waren aktiv. Aufs Saiblingsschleppen haben wir bewusst aus schontechnischen Gründen verzichtet, da die Saiblinge in den letzten Jahren in der Regel kleinwüchsig waren und wir nicht wollten, dass Saiblinge unter 30 Zentimeter aus großen Tiefen hochgekurbelt werden. Das Resultat war sehr ernüchternd. Haben zwar Forellen, Äschen, Barsche und Saiblinge gefangen, nur eben fast nur Kleinzeug. Zwei Saiblinge waren maßig, einen 32er haben wir mitgenommen, der andere mit knapp 30 wieder schwimmen lassen. Der soll noch bisschen wachsen.

    Alle anderen Angler, die wir getroffen haben, hatten dieselben Erfahrungen. Nur Kleinzeug.

    Klar ist der Juni ist sicherlich nicht der beste Monate, nur haben eben drei Faktoren uns doch sehr stark zu denken gegeben:

    1) Wir haben vor gut 10-15 Jahren über mehrere Jahre verteilt ohne Boot, ohne viel Tackle und mit geringerer Gewässerkenntnis als Jugendliche deutlich mehr Fischkontakte und größere (gut genährte 30er Saiblinge meine ich damit. Keine Kapitalen natürlich) Fische fangen können. Damals war nur eine Rute mit bis zu drei Anbissstellen erlaubt. Heute zwei Ruten mit bis zu 5 Anbissstellen.

    2) Der Gundbach und der andere Zufluss am Fischer am See am Heiterwanger See werden zur Stromerzeugung genutzt. Grundbach war nicht mehr existent (Früher eine sehr gute Stelle), heute total versandet. Beim anderen Einfluss wird Wasser je nach Bedarf rein- und wieder rausgepumt. Mehrere einheimische Fischer haben uns das unabhängig voneinander erzählt. Schlüssig erscheint es, da erstens frühere Stellen mit Wasserpflanzen versandet aussahen und die Gewässertrübung stark schwankte, ohne dass irgendwo starke Regenflüsse in den See reingeflossen wäre.

    3) Die Saiblinge wurden gezielt wegen der Verbuttungsproblematik mit Netzen abgefischt. Sicherlich sinnvoll. Für den Angler aber doch schmerzhaft, da der Saibling eben der Brotfisch war. Andere maßige Fische waren immer mengenmäßig zweitrangig. Ob es stimmt, kann ich leider nicht sagen, aber ein Tiroler meinte, dass Echolotfahrten gezeigt haben, dass der Plansee mit am fischärmsten von allen Tiroler Seen wäre.

    Insgesamt würde ich sagen, dass aktuell die Fischerei im Gegensatz zu früheren Jahren stark nachgelassen hat! Mut macht, dass man am Ufer Elritzenschwärme regelmäßig sah. Sicherlich ein starkes Plus für die nun verstärkt wieder gesetzten Seeforellenbrut. Macht Mut für die Zukunft. Ansonsten ist eben die Tatsache mit dem verbutteten und nun sehr stark zurückgegangenen Saiblingsbestand sowie die eventuellen Auswirkungen der Stromerzeugung für mich persönlich ein riesiges Manko für den Angler.

    Dem steht eine absolut traumhafte Kulisse mit sehr freundlichen einheimischen Fischern (Habe bis dato in all den Jahren keinen einzigen Tiroler Fischer erlebt, der nur ansatzweise unfreundlich war. Geben ohne weiteres Infos auch weiter! Keine Geheimnistuerei oder sonstiges! Anderorts findet man dies leider selten!) gegenüber. Allein eine knapp dreißig Zentimeter lange Bachforelle an der Hegene zu haben, bei der im Kescher noch fast eine ganze Elritze aus dem Maul schaut, zeigt einem ein ganz wunderbare Naturfischerei auf.

    Vor dem Hintergrund würde ich aktuell die beiden Seen nicht weiterempfehlen, da einfach die Diskrepanz zwischen heute und vor 10-15 Jahren sehr deutlich zu spüren ist. Allein der Befischungsdruck hat stetig zugenommen. Früher wurden pro Tag nur etwa 20-30 Karten für beide Seen ausgegeben. Fischer sah man kaum welche. Heute trifft man mehr als regelmäßig welche an. Vielleicht hängt damit auch eine verstärkte Entnahme von Saiblinge (pro Tag 7) damit zusammen.


    Kommen werde ich sicherlich mal wieder, nur die Erfahrungen der beiden letzten Jahre haben den negativen Eindruck doch bestätigt. Für Leute vor Ort, die flexibel und schnell am Gewässer sind, schaut die Sache anders aus. Für Gastangler sind beide Seen nur sehr bedingt zu empfehlen.

    Bin kein Freund einer Kosten-Nutzen-Rechnung bei der Fischerei, aber für 18 Euro pro Tag und noch jährlich zusätzlich 25 Euro Gastkartenbeitrag für den Tiroler Fischereiverband sollte man in Zukunft sicherlich mehr erwarten dürfen!


    Die goldenen Zeiten sind momentan definitiv an beiden Gewässern vorbei! Kommen hoffentlich bald wieder, aber aktuell ist an beiden Gewässer dort nicht viel zu holen! Hoffen wir für nächsten Jahre mal das beste! Leider machen solche Veränderungen wie die Versandung und der Schwellbetrieb bei der Stromerzeugung am Heiterwangersee leider nicht viel Mut! Ein jeder kennt ja die Auswirkungen der Wasserkraft für uns Angler!

    Ich finde es irgendwie sau interessant mit den Renken dort. So gut wie keine, aber wenn, dann sind es manchmal dicke Brummer. Würdet ihr eher Heiterwanger- oder kleinen Plansee empfehlen?


    Bin nächste Woche für drei Tage vor Ort. Muss Resturlaub verbrauchen und werde dann berichten, wie es gelaufen ist.