Beiträge von Andi_Inn

    Danke dir :) Die 40 hat sich tatsächlich in meiner überschaubaren Karriere als erste, große Grenze herausgestellt. Aber das liegt m.E. wie schon angedeutet an den Besatzgrößen. Die maßig Besetzten werden wohl zu 99% zwischen 30 und 40cm liegen und sind natürlich auch die am leichtesten zu Fangenden, egal ob Bach oder Regenbogen. Diesen ersten Angelansturm überstehen vermutlich nicht allzu viele und nur die Schlaueren. Aber es stimmt schon, mit ein bisschen Glück sollte die 40+ zu knacken sein. Eine hatte ich am Haken, kurz nach der gefangenen 40er ganz zu Anfang, kein Riese aber sicher größer, leider hat sie sich im Drill verabschiedet. Ich hab danach noch mehrere Male probiert, ihren vermeintlichen Standplatz anzufischen, aber außer ein paar Zupfern gab es keine Reaktion mehr.

    Danke euch beiden für die Tipps! Für die nächste Saison werde ich sie gut gebrauchen können! Da starte ich - ich gebe mich mal ganz bescheiden - das Projekt Ü 40.

    Mein Fazit


    Das Saisonende für die Bachforellen naht in großen Schritten und da ich vermutlich in den nächsten gut zwei Wochen kaum mehr dazu kommen werde, auf Bachforellen zu fischen, ziehe ich schon mal ein (vorläufiges) Fazit meiner ersten Saison.


    Nach ersten Versuchen Anfang März (von denen zu Beginn dieses Threads die Rede war) mit nur einem Fischkontakt, habe ich den Bachforellen ein paar Wochen Pause gegönnt, bevor ich es Mitte April erneut probiert habe. Ich kann nur mutmaßen, dass die Fische während der letzten Tage des recht kalten Winters im März einfach noch inaktiv waren, jedenfalls war jetzt plötzlich Leben im Wasser. Schwärme kleiner Fische, die meinen Köder verfolgt haben, eine erste Babyforelle am Haken und der eine oder andere Nachläufer in interessanterem Format waren die anfängliche Ausbeute, dazu ein schöner 44er Aitel.


    Mit den Angeltagen durfte ich feststellen, wie meine Wurftechnik zusammen mit der Fähigkeit, verdächtige Stellen auszumachen, besser wurde. Sicher noch weit weg von gut, aber zumindest brauchbar, wie sich bald darauf herausgestellt hat. Nachdem ich mich in unserem Flussabschnitt von Mal zu Mal weiter nach oben vorgearbeitet hatte, war ich schließlich auf einer recht unscheinbaren, relativ seichten Geraden mitten im Wald angekommen. Da hier der Waldweg endete und auf der linken Uferseite ein steiler Hang, auf der rechten dichter und inzwischen hüfthoher Bewuchs das Vorankommen behinderten, wollte ich sie eigentlich nur durchwaten, um so zu den vermeintlich interessanteren Stellen flußauf zu gelangen. Trotzdem machte ich alle paar Schritte ein, zwei Würfe, vornehmlich an das beschattete, linke Ufer. Inzwischen war ich darin sicher genug, um meinen Köder nah ans Ufer zu werfen, ohne ständig Gefahr zu laufen, ihn ins Geäst zu setzen. Plötzlich: Widerstand. Und zwar ein sehr lebendiger. Nach der langen Durststrecke war nichts mehr mit Gelassenheit, der Fisch kämpfte am Haken, ich dachte vermutlich gar nicht mehr viel, höchstens: Schnur straff halten! und vor allem: Bitte bleib hängen! , während ich Mühe hatte, den Kescher vom Gürtel zu lösen, ihn ins Wasser fallen ließ und doch noch rechtzeitig zu greifen kriegte, um meine erste, maßige Bachforelle in dieser Saison und damit meine zweite überhaupt zu keschern. Ein schöner, gut genährter Fisch von 40cm.


    Von da an lief es, was - da will ich nicht lügen - sicher auch am Besatz liegt. Aber ich fand meine Plätze und hatte so viel Freude daran, dass ich über Wochen auf fast nichts anderes mehr gefischt habe. Erst als die Temperaturen konstant über 25 Grad stiegen, war es mir im Watzeug (und vermutlich auch den Fischen im Wasser) zu warm, so dass wir uns nach vielen wunderschönen Stunden vorerst wieder verabschiedet haben.


    Ein paar Impressionen:









    Keine Bachforelle, aber auch schön:





    Was habe ich gelernt?

    - Schonhaken fangen nicht schlechter als normale und ich wüsste nicht, warum man Drillinge verwenden sollte (bei uns ohnehin und zum Glück verboten)

    - Oft überrascht es, wie unscheinbar und klein die Unterstände und Verstecke sind. Jedes noch so kleine Strukturmerkmal, das irgendwie verdächtig wirkt und Platz für eine Forelle bietet, verdient einen Wurf.

    - Weite Würfe sind eigentlich nie nötig.

    - Solange man sich vorsichtig flußauf bewegt, gibt es fast kein "zu nah". Eine Forelle, die ich erst spät bemerkt habe, konnte ich mehr oder weniger direkt vor meinen Füßen fangen.

    - Köderwechsel bringen's manchmal wirklich. Während einmal ein Spinner nur Nachläufer brachte, fing ein kleiner Blinker hervorragend und ein andermal war ein kleiner, beschwerter Streamer der einzige Köder, der überhaupt Reaktionen provozierte.

    - Beim Waten im Frühjahr sollte man vorsichtig sein, wo man hintritt. Schließlich will man ja nicht den Nachwuchs im warmen Flachwasser zertreten.

    - in unserem kleinen Flüßchen reicht eine Rute von 2-10g überall hin - zumindest für die Größe bis 40cm und knapp 1kg.


    Noch ein Wort zum Schluss: Bei uns werden die Bachforellen in allen Größen besetzt. Im Umkehrschluss heißt das, dass meine Fangerfolge vermutlich zum allergrößten Teil aus diesjährigen Satzfischen bestanden, da mache ich mir keine Illusionen. Es gibt sie, die Größeren, die Älteren, die viel, viel Schlaueren. Aber für dieses Thema braucht's noch ein Häuflein mehr Erfahrung, als sie einem blutigen Anfänger zur Verfügung steht. Und vielleicht eine Fliegenrute.

    Zitat

    PS: Ich finde aber, dass die Entnahmeregelungen in den deutschsprachigen Ländern einfach zu lasch sind. Es sollten einfach strengere Limits eingeführt werden und evtl. Zwischenmaße, dann würden die Bestände auch einen Aufschwung erfahren und sich die Alterspyramide sinnvoll gestalten.

    Ich geb' dir da völlig recht. Schaut man auf die natürliche Ertragsfähigkeit der Gewässer und die Zahl der Angler, die dann dort regelmäßig ihre Fische rausfangen wollen, bleibt nur der Besatz. Das höhlt den eigenen Naturschutz-Anspruch der Angler und Vereine spürbar aus. Allerdings würde das für mein Empfinden eine lockerere Handhabe bezüglich C&R voraussetzen.


    Kennst du evtl. diesen kleinen, österreichischen Verein? Ich bin vor einiger Zeit über deren Homepage gestolpert und finde ihren Ansatz so gut, dass ich ein bisschen Werbung machen möchte:

    www.diebewirtschafter.at


    So, aber jetzt will ich nicht weiter vom eigentlichen Thema abschweifen :floet:

    Ich finde Peters Worte auch zu hart. Persönlich ist es mir wichtig, das Gefühl zu haben, dass jemand nach bestem Wissen und Gewissen respektvoll mit den Tieren umgeht – dieser Umgang muss dann auch nicht zwingend meinen Vorstellungen entsprechen. Dieses Gefühl habe ich bei obigem Video, auch wenn ich selbst kein Freund reinen C & R’s bin und für meinen Teil gerne den „Zwangsaufenthalt“ der Fische außerhalb des Wassers so kurz wie möglich halten würde. Dennoch geht der junge Mann keinesfalls gleichgültig mit den Fischen um.


    Auch wenn wir nie wissen werden, was ein Fisch tatsächlich empfindet, darf man davon ausgehen, dass jeder Angler den Tieren bewusst Stress bereitet und Leid zufügt. Und zwar, weil ihm das Angeln (hoffentlich nicht das Leidzufügen) Freude bereitet. Kein Verweis auf eine spezifische, rechtliche Situation ändert daran etwas. Für mich persönlich ist die einzig entscheidende Frage, ob dieses Zufügen von Leid grundsätzlich vertretbar ist oder nicht (und das gilt ja längst nicht nur für die Nische „Angeln“).


    Meine persönliche Antwort auf diese ethische Frage war, dass Moral bzw. ethisch-moralische Normen keine „Naturgesetze“ sind, sondern sich notgedrungen mit dem Zusammenleben immer größerer und komplexerer menschlicher Gesellschaften entwickelt haben. Dort, im MENSCHLICHEN Zusammenleben, haben sie ihren eigentlichen Platz, darauf beziehen sie sich letztlich, und ihre Funktion ist es, salopp gesagt, den Laden am Laufen zu halten. Sie sind gerade nicht universell, sondern Produkte menschlichen Denkens und Empfindens in unterschiedlichen Zeiten und Kulturen.

    Auf die nicht-menschliche Welt sind sie damit nur bedingt, da einseitig, übertragbar. Am Ende sind wir mit unseren moralischen Konzepten ein Teil der Natur und nicht umgekehrt. Und wenn dieser Teil eines hoffentlich fernen Tages seine Lebensgrundlage so gründlich zerstört haben wird, dass er ausstirbt, dürfte das der Natur „egal“ sein. So wie das Aussterben der Dinosaurier keine moralische Dimension hatte, wäre es – außerhalb unserer menschlichen Sicht – bei unserem eigenen.


    Für mich folgt daraus, dass ich Tieren Leid zuzufügen nicht als grundsätzlich „falsch“ bewerten kann, da das Tier vermutlich kein Konzept von „richtig“ oder „falsch“ kennt bzw. überhaupt kennen kann.


    Dennoch ist das kein Aufruf zu willkürlicher Grausamkeit, denn wir Menschen leben ja nicht im luftleeren Raum zusammen, als Teil dieser Welt kommen wir nicht umhin, uns über unseren Umgang mit ihr Gedanken zu machen. In die daraus folgenden Bewertungen sollte unser aktuelles Wissen über die Bedürfnisse unserer Umwelt einfließen. Für mich bedeutet das, man darf Tiere durchaus nutzen und töten (oder eben auch nicht, Stichwort C&R), allerdings mit möglichst umfassender Rücksicht auf ihre übrigen Bedürfnisse.


    Niemand von uns (der nicht Berufsfischer ist) MUSS Fische fangen. Wir machen es alle aus Freude an der Sache. Von daher ist die Verwertungsabsicht immer nur ein Vorwand. Wichtiger als die Frage „Abschlagen oder nicht“ ist mir z.B. ein Bewusstsein für die Probleme unserer Gewässer. Und lieber ist mir ein überzeugter C&Rler, der sich dieser Probleme annimmt, als ein reiner Satzfischrückfänger, dem alles drumherum wurscht ist.


    Abgesehen vom zu Anfang Genannten (und dem etwas merkwürdigen Beginn von wegen Türen & Schlüssel) will ich diesem Video also gar nichts vorwerfen. Kamera und Schnitt sind ziemlich gut gemacht (meine Musik ist es zwar nicht, aber naja ;)). Die Kritik an Silenthunters Videos ist für mich noch weniger nachzuvollziehen.

    Tobi - logisch ;-) War die letzten Wochen um Wasserburg rum. A bissl was ging, auf Hölzl und Spinner, aber es war wohl ein bisschen zäh (ist meine erste Saison, aber die "Alten" sagen das). Dafür hab ich Ostern rum ein paar Huchen beim Laichen zugeschaut. Ab morgen werd ich dann auch wieder Richtung Rosenheim rauf unterwegs sein, also falls du mal Lust hast, sag Bescheid!

    Ein Gutschein ist doch eine super Sache. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit einfach groß, dass ein guter Teil des Geschenkes irgendwo in der Angelecke verstaubt. Und wenn ihr einen Angelladen in der Nähe habt, ist das doch umso besser. Ich finde, wir müssen unsere Gerätehändler vor Ort schon ein bisschen pflegen ;)

    @ DasHuhn : das klingt gut, das werde ich mal versuchen!


    @ Herbert : das ist bei uns sowieso vorgeschrieben und das finde ich auch gut so. Möchte nicht erleben, was so ein Drilling u.U. im Maul einer untermaßigen Forelle anrichten kann.

    So, der erste Fischkontakt ist geschafft, eine kleine Bachforelle, wohl knapp über 20cm. Ist mir gleich wieder vom Haken geschlüpft, aber gefreut hat's mich trotzdem :)

    Langsam glaub ich's, dass die Unauffälligkeit mit das Entscheidende ist. In dieser Hinsicht gab es bei meinen ersten beiden Ausflügen dieses Jahr durchaus Verbesserungsbedarf :P Aber wie das so ist, neues Gewässer, neue Angel, dazu dank Kälte dick eingepackt und mit schweren Schuhen, da gibt's so viel, worauf man achten will, dass das Anschleichen schnell mal hinten runter fällt. Morgen werde ich es aber voraussichtlich wieder versuchen und diesmal kenne ich zumindest ein paar verdächtige Spots und hab mich außerdem mit der neuen Rute angefreundet. Dazu kommt das wärmere Wetter... Denn irgendwo müssen sie ja stecken, die Fische ;)


    Aber das letztlich absolut Entscheidende ist wohl, wenn man alles zusammenfassen will, das Gewässer kennen zu lernen. Denn letztlich könnte man auch die Art und Weise, wie man sich am besten an eine Stelle anpirscht, darunter fassen. Oder die Frage, welchen Köder man wann probiert. Und das geht halt nur über Zeit und viele Versuche, da hilft keine Online-Fragerunde, zumal ja jedes Gewässer einzigartig ist. Aber auch wenn das vermutlich die einzig wirklich treffende Antwort auf Fragen wie die meinen ist, bin ich trotzdem froh, dass ihr es ein bisschen ausführlicher gehalten habt. Denn 1.) kommt man doch immer auf neue Ideen, wenn man von den Erfahrungen anderer liest und 2.) hat man als Anfänger nicht ganz so sehr das Gefühl, wortwörtlich im trüben zu fischen, wenn man weiß, dass andere (Erfahrenere) es vielleicht ähnlich machen und Fische fangen.


    Also Danke euch und ich werde ganz sicher berichten, wenn sich die ersten Erfolge einstellen !

    Danke euch schon mal für die Antworten. Habe es heute gleich nochmal und ähnlich erfolglos probiert, aber immerhin habe ich noch zwei Angler getroffen, denen es genauso ging und geteiltes Leid halbiert sich ja bekanntlich ;)


    Nachdem ich es gestern vor allem mit Spinnern, Blinkern und ein paar kleinen Wobblern probiert habe, waren heute auf deinen Tipp hin, Herbert, kleine Gummifische dran. Rein vom "Handling" lag mir das besser, aber das lag vermutlich v.a. daran, dass sie vom Gewicht her eher zur Rute (10-30g) gepasst haben und gestern temperaturbedingt noch Mono-Schnur drauf war. Mit der ganz leichten Rute (2-10g) habe ich mich noch nicht richtig getraut, in der vagen Hoffnung/Furcht, dass gleich eine größere Forelle beißt und meine kaum erprobten Drillkünste überfordert :P.


    Der Zuagroaste : Die im Internet erhältlichen sehen sehr leicht aus. Würde das mit der 2-10g Rute und einer 0,10er Geflochtenen denn Sinn machen? Oder bräuchte man da noch feineres Gerät? Habe mir als Zwischenlösung mal Insektenlarven aus Gummi bestellt, vielleicht interessieren sie sich dafür.


    Lars : Heute ist eine Bestellung mit mehreren kleinen Wobblern angekommen, die werde ich bei nächster Gelegenheit mal versuchen. Es mag sein, dass meine Köderführung generell auch zu schnell war. Präzise Führung würde ja vermutlich bedeuten, dem Fisch den Köder nicht direkt vor die Nase zu werfen, sondern eher weiter unter/oberhalb hinzuzielen, um ihn ihm direkt vor der Nase vorbeizuführen, oder? In jedem Fall ist es auch an erfolglosen Tagen ein gutes Wurftraining ;). 14 cm sind ja riesig! Geht's der zupackenden Forelle da eher um Revierverteidigung oder will die so ein Trum wirklich fressen?


    Ich habe jetzt zumindest ein paar gut aussehende Stellen im Kopf und werde versuchen, sie beim nächsten Mal unauffälliger anzuwerfen.

    Momentan sind zwar offensichtlich die Seeforellen angesagt, aber da ich mich an dieses Thema noch nicht so richtig rantraue, geh ich's eine Nummer kleiner an ;). Nachdem ich gestern erst mal ohne Angel das mir neue Gewässer erkundet habe, war heute die eigentliche Premiere und ich ziehe ein doppeltes Fazit: 1.) es war ein wunderschöner Nachmittag: der Bachabschnitt schlängelt sich auf ganzer Länge durch ein malerisches, kleines Wäldchen, die Sonne schien durch die Bäume und wärmte die frierenden Zehen, die ersten Vögel trällerten, nur eines zeigte sich nicht: ein Fisch. Das bringt mich zu 2.), denn wieder einmal durfte ich erkennen, wie grau alle Theorie ist (denn die letzten zwei Wochen habe ich fast ständig darüber nachgegrübelt, wie ich's anstellen könnte, einen dieser Fische zu überlisten) und wie wenig Ahnung ich doch noch habe. Naja, daran werde ich arbeiten.


    Erst mal fände ich es aber schön, wenn sich vielleicht auch noch andere, die es auf Bachforelle versuchen, hier zu Wort melden. Vielleicht entsteht ja ein Erfahrungsaustausch.



    Zum zweiten würde ich gerne gleich ein paar Fragen loswerden:


    1. Was sagt eure Erfahrung: Wie sind die Fangaussichten im Moment? Es war gerade sehr kalt, jetzt soll es dann wärmer werden und eigentlich sollten die Fische doch jetzt hungrig sein?

    2. An meinem Bach war einiges Randeis. Ich dachte mir: als Forelle würde ich mich einfach darunter verkriechen. Ist die Idee abwegig?

    3. Gibt es Köder, die um diese Zeit im Jahr mehr Erfolg versprechen als andere (zur Verfügung habe ich Spinner, Blinker & kleine Wobbler)? Oder lässt sich das nicht pauschalisieren?

    4. Zur Köderführung: macht es Sinn, die durchweg sehr leichten Köder zu beschweren (also Blei oder Sbirolino vors Vorfach zu hängen), um an den tieferen Stellen näher an den Grund zu kommen? Oder gehen die Forellen auch auf einen Köder, der über sie hinweggleitet?


    Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich, immerhin ist das heuer mein erstes Mal :P.


    Danke schon mal,


    Andi

    Der Große ist natürlich schon sehr groß. Bzgl. der Verarbeitung etc. fühlt er sich allerdings sehr gut an (Praxiseinsatz hatte er bei mir ja noch keinen ;)). In jedem Fall lautet ein Projekt für diesen Sommer, mir eine Tasche für diesen oder den kleineren Kescher zu basteln. Sobald ich ihn mir über die Schulter/auf den Rücken hängen kann, dürfte er auch bei längeren Wanderungen in unwegsamer Umgebung nicht mehr zu sehr stören. In jedem Fall lautet mein Fazit, dass der Kescher das (Landehilfs-)Mittel der Wahl bleibt, längerfristig vielleicht irgendwann mal ergänzt durch entsprechende "Skills" bei der Handlandung.

    Noch ein paar online entdeckte Infos:


    Clemens Ratschan: Aspekte zur Gefährdung und zum Schutz des Huchens in Österreich

    http://ratschan.at/downloads/R…ehrdung_Schutz_Huchen.pdf


    Clemens Ratschan: Gefährdung und Schutz des Huchens in Österreich

    http://www.tiroler-fischereive…loads/HUCHEN-TFV_1-15.pdf


    Studie: The Huchen Hucho hucho in the Balkan Region

    http://balkanrivers.net/sites/…les/Huchen_Study_2015.pdf


    Danube Salmon (Hucho hucho) in Central and South Eastern Europe: A Review for the Development of an International Program for the Rehabilitation and Conservation of Danube Salmon Populations

    http://ratschan.at/downloads/I…_Review_Danube_Salmon.pdf


    Eine schöne Online-Fundgrube (nicht nur zum Huchen) - vor allem auch für ältere Artikel - ist die Zoologisch Botanische Datenbank des Landes Oberösterreich, ZOBODAT. Speziell zum Huchen:

    http://www.zobodat.at/search.php?q=Huchen

    Danke auch euch für die Antworten!


    Die Handlandung würde ich tatsächlich gern üben, bevor ich sie im Ernstfall versuche. Wie oben schon geschrieben, angle ich grundsätzlich schon mit dem Vorsatz, den Fang auch zu essen. Nicht aus ethischen Gründen, auch nicht wegen der zweifelhaften Rechtslage, sondern weil ich verdammt gerne Fisch esse. Daher wird bei mir zumindest vorerst (denn keiner weiß ja, wie er sich in Zukunft entwickelt und wenn man erst so kurz dabei ist, wie ich, dann erst recht nicht) das Entnehmen der Normalfall sein. Entsprechend würde ich die Widerhaken momentan (meistens) auch nicht andrücken. So gesehen ist und bleibt der Kescher für mich (wieder vorerst, zumindest solange ich mich mit der Handlandung nicht sicher fühle) sowieso unumgänglich und ich habe einen relativ großen (nicht dasselbe Modell, aber in diesem Format) immer dabei. Deshalb mache ich mir wegen Forellen auch keine Sorgen, die Sorgen setzen erst bei einer Größe ein, die da nicht mehr ohne weiteres reinpasst. Mein ganz großer Kescher (dieser hier in XL) ist zu schlecht zu transportieren, um ihn auf weiteren Wanderungen durchs Unterholz und Klettereien am Ufer entlang mitzunehmen.


    Aber grundsätzlich halte ich hier mal fest, dass Gaff (sowieso nicht) und Gripper für euch nicht in Frage kommen. Nachdem ich weder das eine, noch das andere je eingesetzt habe (außer den Gripper, um die Schnur drumzuwickeln, wenn ich mal wieder abreißen musste), ist das für mich schon eine wichtige Info.

    Servus Lukas,


    ja, das ist ein gutes Thema...


    Man braucht viel, sehr, sehr viel! Aber Spaß beiseite, in der kurzen Zeit, die ich jetzt intensiver, d.h. meist mehrmals die Woche angle, habe ich schon einige verzweifelte Blicke Richtung Bankkonto geworfen. Richtig schlimm ist es geworden, seit ich im Inn mit Gummifischen werkle und regelmäßig abreiße. Außerdem neige ich zur Vorratsschaffung, also von Verbrauchsteilen wie Haken, Blei usw. (oder auch GuFis) lieber gleich mal mehr kaufen. Das einzelne Teil/Päckchen wirkt immer so schön billig, 2,3, vielleicht 4 Euro, aber an der Kasse sind es dann doch wieder 150... Entsprechend breitet sich auch der dem Angeln reservierte Teil der Wohnung immer weiter aus...


    Dann trifft man irgendwo am Wasser wieder einen der Alten, der mit seiner 40 Jahre alten Uraltrute und einer gefundenen Billigrolle auf Hecht aus ist. Und vermutlich mit mehr Erfolg als ich. Das gibt zu denken.


    Andererseits: wenn ich jetzt dann mit meiner neuen UL-Rute, die ich mir unbedingt eingebildet habe, das erste Mal auf diese Weise auf Forellen geh, bin ich mir fast sicher, dass ich die Angel nicht mehr gegen eine gröbere Allroundrute tauschen möchte, selbst wenn ich die Fische damit auch fangen könnte. Ein Hobby "braucht" man ja nie wirklich (auch wenn sichs anders anfühlt), aber ich finde, solange man das Zeug, das man sich anschafft, auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit hernimmt, kann man schon von "brauchen" reden.


    Darüber hinaus kann ja Sammeln durchaus auch ein Hobby sein ;) Aber nachdem es bei mir insgesamt noch nicht so viel ist, red ich mich vielleicht leicht. Schau ma in zwei, drei Jahren nochmal =O