Beiträge von Badener1964

    Wenn die einen Korkgriff hätte, wäre ich auch glücklichen!

    Ich tu mich mit den "neumodischen" Griffvariationen auch etwas schwer. Kork ist eben Kork, und ich würde gerne selbst entscheiden wo ich die Rute beim Wurf halte.


    Ich fische übrigens im Moment ganz gerne eine Spro Passion Seatrout 3,20 m mit 15-50gr mit einer Daiwa BG1500 und bin sehr zufrieden. Beim Dropshot mit +15gr spüre ich jedes Sandkorn, beim Wobbler jeden Ausschlag, jeden Richtungswechsel des Köders kann ich fühlen. Barsche mit 8cm merkt man sofort und hat auch genug Reserve für Forellen +70 oder bei uns eher Rapfen :hurt:

    Bei Geflecht hab ich halt gerne eine lange, sehr weiche Rute die die fehlende Dehnung ausgleicht und mit der man den Fisch etwas leiten kann. mit 2,10 oder 2,40 wird das schon schwerer.

    Narürlich muss das ganze gut ausbalanciert sein um den ganzen Tag Werfen zu können.

    Daher liebäugel ich im Moment mit der Ballistic 3,35m auch fürs Wolfsbarschfischen im Frankreichurlaub.

    Teste grade DaiwaBallistic-x 2,90 m, 10-40g Model BLX962MFS-AD Seatrout


    Die gibt es für kleines Geld,aber der Blank gehört eigentlich zu einer viel teuerern Serie

    Wenn du mit deinem Test durch bist würde ich gerne mehr darüber wissen. Für das Geld wird anscheinend recht viel geboten (versprochen).

    Falls das halbwegs gehalten wird ist das echt eine Überlegung wert. Wobei ich eher zu den 3,00 m plus tendiere. mehr Wurfweite (ich werd nie vergessen wie die Sefo's am Sylvenstein 10m ausser Reichweite geraubt haben) und besseres Drillverhalten. Und an den Seen hat man am Ufer ja fast keine Hindernisse.


    Gruß Martin.

    Das Problem hatte ich letztes Jahr auch. Ich bin dann bei der Quantum Escalade 1120Fd hängen geblieben. Da gehen 200m 13er Geflecht drauf und die kommt mit Metall Ersatzspule. Die ist zwar auch ein Auslaufmodell, aber hat einen seidenweichen Lauf, eine sehr fein einstellbare Bremse und gleicht mit 210gr die Kopflastigkeit der leichten Spinncombo (0-30gr) sehr gut aus. Ich hab letzte Woche bei meinem Gerätetandler nochmal eine bekommen für reduzierte 39€ (ursprünglich war die 85€). Vielleicht findet sich ja da noch eine.

    Ansonsten kann ich dir die Daiwa BG empfehlen, die hab ich an der Sportex KevSpin -50gr. Ist zwar eine Salzwasserrolle, gekauft für den Einsatz auf Wolfsbarsch in Frankreich, aber die schnurrt so sanft daß ich die jetzt für Hecht und schwerem Drop Shot dauerhaft in Gebrauch habe. Da gibt es eine 1500er mit 150m 20er Fassungsvermögen, da bleibt man mit 0,13 auch unter 200m. Preislich liegt die jetzt bei ca 80€

    frisches genetisches Material ist nie etwas schlechtes,im Gegenteil....dazu wird es im Fall der Fälle sowieso nur kommen wenn der besatz sich einfügt,sich anpasst und überhaupt zum ablaichen kommt...warum sollte bachforellenbesatz schlecht sein wenn er zum ablaichen kommt und den genpol auffrischt...

    Irgendwie muss ich dir in dem Punkt ein Stück weit recht geben. Unser Bafo Bestand wächst sicherlich auch deshalb so gut ab, weil Gene von Ferox und Browntrout mit drin sind die das immense Nahrungsangebot an Grundeln und Höckerflohkrebs nutzen können.

    Genau das wird der Grund sein warum noch von Vereinen die Regenbogenforellen gesetzt werden.

    Der Fisch ist saudumm, der Gewässerwart bzw. der die Forellen hineinwirft ist saudumm und die Angler die sich an den "Mopsköpfchen" erfreuen sind auch nicht besser. Eine Regenbogen, noch dazu frisch gesetzt, zu fangen ist halt keine Kunst. Die beißt sogar auf eine Zigarettenkippe:mad:


    d´kayakfischer

    Ich versteh nicht, wie es heutzutage noch möglich sein kann Regenbogenforellen in ein offenes Gewässersystem einzusetzen. Bei uns in BaWü dürfen 'fremde' Fischarten nur noch in geschlossene Systeme besetzt werden. Wenn man bedenkt, daß im Schwarzwald fast kein Gewässer mehr über einen 'alten Stamm' Bafo's verfügt weil jahrzehnte lang nur Rebo's besetzt wurden macht das Sinn. Natürlich ist es immer ideal wenn lokale Stämme vermehrt werden können.

    Viel wichtiger finde ich beim Besatz für ein ausgewogenes Verhältnis Futterfich zu Räuber zu achten. Man kann in einen Bach/Fluss Forellen / Räuber einstzen wie man will, wenn die nicht genug zu fressen finden werden die nicht abwachsen.

    Wir haben hier inzwischen reichlich Nahrung für Räuber dank den Grundeln. Hecht, Barsch, Zander und auch Forellen stellen sich drauf ein und vermehren sich extrem.

    Am Walchensee habe ich letztes Jahr im September an der Oberfläche keinerlei Kleinfische gesehen. Keine Elritzen, keine Lauben nur Minibarsche in einiger Tiefe. Wie sollen da Räuber ordentlich was zu fressen finden? Besatz muss das ganze Ökosysten, die komlette Nahrungskette abdecken. Plankton-Kleinfisch-kleiner Räuber-Großer Räuber.

    Die Räuber brauchen Futterfische, wenn die nicht besetzt oder gefärdert werden macht ein Räuberbesatz auch keinen Sinn.

    Solange 'saudumme' kurzsichtige Besatzmaßnahmen durchgeführt werden kann es nicht ins Lot kommen.

    Laichplätze schaffen, Futterfische besetzen, fördern, Gewässersysteme renaturieren und dann noch sinnvolle Entnahmeregelungen. Nur dadurch können wir nachhaltig was verbessern.

    Schöne 35er

    Am Sonntag habe ich festgestellt, daß beim Besatz auch Rotgepunktete dabei sind. Also alles wild durcheinander, so wie es die Händler anliefern.

    Hallo, nur eine kurze Frage wurde die PDF gelesen?

    Ich glaube, da steht auf Seite 21 sinngemäß, daß durch Besatz alle Szenarien möglich sind von geringer bis keine Auswirkungen auf die Lokale Population, bis hin zum Totalverlust des ursprünglichen Genpools. Und dass man nicht vorhersehen kann wie es sich entwickelt.

    Also verzichtet man nach Möglichkeit auf irgendwelche Experimente.

    Und dann möchte ich dir noch Seite 23 ans Herz legen, wo beschrieben wird wie man mit dem Besatz von den lokal vorkommenden Stämmen vorgehen sollte.

    Wichtig wäre es halt die Laichplätze wieder herzustellen....

    Da gebe ich dir vollkommen recht. Und das kann nur ein Anfang sein. Aber bis der Mensch die ganzen Fehler die er im, am und mit dem Lebensraum Wasser gemacht hat revidiert, vergehen noch einige Jahrhunderte. Und dann auch nur wenn es keiner Gewinnerzielungsabsicht widerspricht. Schau dir mal die Jachen an, das war mal der natürliche Abfluss des Walchensees, heute läuft da selbst bei überhöhtem Wasserstand nichts mehr raus. Das läuft jetzt alles in den Kochelsee und die Eon verdient Geld damit.

    Ich weiß nicht, wie das am Walchensee angelaufen ist und wo der Besatz für den fehlenden Nachwuchs (aufgrund zerstörter Laichgebiete) dann hergekommen ist. Fest steht jedoch, dass vom Verlust des schnellwüchsigen Walchenseestammes immer wieder gesprochen wurde. Das wurde schon vor 15-20 Jahren beklagt, allerdings hab ich das auch nur aus 3.Hand gehört.

    Ich kann mich noch ganz dunkel dran erinnern, daß Ende der 80er Jahre, als es mit Seeforellen einige Jahre recht mau war, davon gemunkelt wurde, daß die Walchenseebrut der Seefo's gewinnbringend verkauft wird und andere, billigere Brut eingesetzt wird. Das waren zwar nur Gerüchte, aber wenn man heutzutage nach Seeforellenbesatz sucht dann werben viele Händler mit dem Walchensee Stamm.

    Zum Glück setzt inzwischen ein Umdenken ein was solche Dinge angeht.

    Danke das mir unterstellt wird keine Ahnung zu haben, aber es gibt genetische Studien das sich eben die Vermischung durch Besatzfische oftmals sehr in Grenzen hält. Warum? Eine fremde Population wird sich gegen die einheimische Genetik immer schwer tun. Muss ich das erklären warum? Ich denke das erklärt es besser. Natürlich können sich Besatzfische mit Ur-Populationen mischen, aber auf lange Sicht wird sich das schwächere Genmaterial nicht gut durchsetzen können .

    Warum wurde dann in Österreich die danubische Bachforelle in vielen Gewässern von den Satzforellen mit einem wilden Genmischmasch verdrängt? Warum verbreiten sich dann Wels, Rapfen und Grundeln wie eine Plage in den Gewässern des Rheinsystems und verdrängen die natürlichen Bewohner die über Jahrtausende an das Ökosystem angepasst sind ? Für mich hat das etwas von den Kaninchen in Australien. Gehört nicht hin, aber dem Menschen ist es erstmal egal, bzw nützlich, bis es zur Katastrophe kommt.

    Eingriffe in die Natur sollte man immer sehr sorgsam überdenken. Zum Glück wird da heutzutage verantwortungsbewusster gehandelt.

    Wer einen garantierten Fang will der soll halt in nen Forellenpuff gehen oder in den Supermarkt.

    Allerdibgs lernt man halt sein Gewässer bei einigen Ausfahrten mit dem Echo, besser kennen, als ein leben lang ohne auf dem See rumzurudern und niemals wirklich zu wissen was unter einem wirklich vor sich geht. Klar kann man mit Hilfe von Haubentauchern, Zuläufen und etc. gute Stellen finden aber trotzdem noe in einem wirklich umfangreichen Ausmaß.

    Also, da ich es auch nicht so mit dem neumodischen Zeugs habe muss ich jetzt dem Fuschelsee mal beistehen. Natürlich kann man mit den Echoloten einen See in recht kurzer Zeit scannen und die Struktur erkennen (erahnen) , aber das schafft man als erfahrener Angler auch anhand der Absinkdauer der Köder, durch Grundkontakte beim Spinnen/Dropshoten, einfach durch Zeit am Wasser. Meines Erachtens nach geht durch Echo und Co etwas von der Entspannung beim Fischen verloren. Angle ich an einer aussichtsreicher Stelle ohne Echo, dann habe ich Zeit um mich durch die Natur ablenken zu lassen. Sehe ich dagegen auf dem Echo irgendwelche Sicheln die ich als meine Zielfiche interpretiere dann wächst der Druck bid zum Biss. So ähnlich wie bei einem Fisch auf Sicht. Man sieht ihn, aber er reagiert nicht auf den Köder. Da ist die Entspannung dahin.

    Natürlich kann ein Echolot eine brauchbare Hilfe sein wenn es um Gewässerstrukturen geht, aber wie Fuschelsee es schon schreibt gehört einfach auch Fingerspitzengefühl und Erfahrung dazu. Jeder Köderverust brennt sich tiefer ins Gedächtnis wie eine GPS-Koordinate

    So langsam wird aus dem Puzzle ein Bild. Nachdem bei uns die Bachforellen über viele Jahrzehnte so gut wie vollkommen von der Regenbogenfraktion verdrängt wurde und nahezu ausgestorben war kann die heutige Population ja fast nur noch aus diesem Mischmasch bestehen. Danubische werden sicher auch noch auftauchen.

    Ich würde mich da in der jährlichen Gesamtentnahme beschränken und ansonsten nur nach Qualität für die Küche entscheiden. Fische in vollem Laichkleid oder sehr schlanke, abgelaichte oder andersartig ausgezehrte Fische schwimmen lassen und nur Fische in guter Kondition entnehmen. Suchst die halt 10 schöne Küchenfiürsche raus und lässt den Rest schwimmen oder das Gewässer in Ruhe.

    In die Richtung wird es gehen. Mehr zu fangen als ich verwerten kann widerstrebt mir sowieso. Und Rekordfische brauch ich eh nicht.

    55-62 aus dem Bach ist für mich ordentlich genug.

    Aber da es kaum noch einen Bach/Fluss/See mit genetisch ursprünglichen Forellenstämmen gibt, da alles mit Satzfisch-Genen durchmischt ist, spielt es eigentlich auch keine Rolle, oder ?

    Stimmt eigentlich auch wieder. Schade eigentlich, ich hab bei meiner Recherche viele Bilder von Bafo's in den unterschiedlichsten Färbungen gesehen, sicherlich verschiedene Wildstämme, aber auch welche mit eigentlich Artfremden Merkmalen. da war sogar eine dabei mit roten Flossensäumen an der Schwanzflosse.

    Was macht man wenn man eine 45er ohne rote Punkte im Bach fängt?

    Im Rhein gibt es zwischen Bach- und Meerforelle alle Ausprägungen. Ob der Fisch aus dem Oberrhein, Delta oder der Nordsee in deinen Bach eingewandert ist, kann man an der Färbung nicht sagen. Der Fisch sieht auf jeden Fall so aus, als hätte er diesen Winter abgelaicht.

    So viele Punkte hab ich übrigens noch auf keiner Rhein-Forelle gesehen, ein echt hübscher Fisch.

    Abgelaicht hat die sicherlich, der Bach ist in weiten Telen klar, kiesig mit ordentlicher Strömung. Deshalb steigen ja die Rheinforellen im Herbst zum Laichen bis zu 7-8 km auf.

    Eine Unterscheidung ist zu keinem Zeitpunkt und in keinem Wachstumsstadium eindeutig möglich, unterschiedliche Schonmaße im gleichen Gewässer sind aus meiner Sicht immer Blödsinn. Aus einer 35er Forelle mit braun/gelbem Bauch und roten Punkten kann in einem großen See immer noch eine silberblanke 90er Seeforelle werden und vom Nachwuchs einer aus dem See oder Meer aufgestiegenenen Fario können einige Nachkommen ihr Leben lang im Bach bleiben. Ebenso können Teile des Nachwuchses von zu 100% im Bach lebenden Farios irgendwann abwandern. Mich wundert bei dem Fisch die komplett durchgepunktete Schwanzflosse. Vielleicht eher ein Satzfisch aus irgendeiner Zucht?

    Das bestätigt meine Einschätzung. Es ist für mich als Salmonidenamateur nicht einfach bei einer u50er (Schonmaß Sefo BaWü) über die Entnahme zu entscheiden.


    Die durchgepunktete Schwanzflosse hat mich auch verwirrt, wenn man vom Fisch nur die Schwanzflosse anschaut könnte man fast an eine Regenbogenf. denken.

    Viele Punkte hatten bisher alle, aber so eine Schwanzflosse hab ich bisher auch noch nie gesehen.


    Besetzt wird jährlich maßvoll mit Sömmerlingen eventuell sind in der Zucht verschiedene Stämme gemischt.

    Für mich eine Sefo

    von der Optik stimme ich dir fast zu, nur der Bauch war gelb, ist auf dem Bild nicht mehr zu erkennen. Und gefangen hab ich sie im Bach ca 500m vor der Mündung in den Baggersee.

    Da BaFo, SeeFo und Meerfo alle trutta fario sind ist da ja eine Grenze schwer zu ziehen. In manchen Seen/Gegenden haben Seeforellen andere Schonmaße wie Bachforellen (Bei uns in BaWü z.B., in Bayern glaub auch) Seeforellen haben bei uns 50 Bachforellen 30. Ist jetzt eine Forelle im Bach eine Bafo und eine im See eine Seefo?

    Ich bin da etwas verwirrt.