Beiträge von Fuschlsee0

    Ich weiß nicht, wie das am Walchensee angelaufen ist und wo der Besatz für den fehlenden Nachwuchs (aufgrund zerstörter Laichgebiete) dann hergekommen ist. Fest steht jedoch, dass vom Verlust des schnellwüchsigen Walchenseestammes immer wieder gesprochen wurde. Das wurde schon vor 15-20 Jahren beklagt, allerdings hab ich das auch nur aus 3.Hand gehört. Auch an vielen anderen Seen wird ähnliches beschrieben (Atterseestamm, etc.)

    Fix ist nur, dass dieser Eingriff in die Natur, der Besatz mit irgendwelchem Material, ganz besonders große und nicht mehr gut zu machende Schäden verursacht (hat). Wenn Zonker das anders sieht, dann hat er keine Ahnung von nichts ;-)

    Solche Besatzexperimente der Vergangenheit sind halt schuld daran, dass besondere Fischstämme verschwunden sind. Schnellwüchsige Stämme wie die Walchensee-Seeforelle der Vergangenheit oder diverse Seesaiblingsstämme sind durch genetische Vermischung einfach unwiederbringlich weg! Und das sind jetzt nur 2 Beispiel sehr attraktiver Arten. Ich glaube, dass gerade die unbedachten Besatzmaßnahmen maßgeblich an den schlechten Zuständen der Fischbestände verantwortlich sind. Und nicht umsonst bemühen sich viele Menschen, Genpools einzurichten (etwa am Gosausee für den hallstätter Seeforellenstamm).

    Danke für die Mühe so viel zum Thema zu schreiben. Ich will inhaltlich jetzt nicht im Detail darauf eingehen, Dir aber kurz mitteilen, dass ich die meisten Dinge genau so sehe wie Du und einige wenige kritisieren könnte, aber ich glaube wir bewegen uns inzwischen zu weit vom Thema weg und zudem soll es ja auch nicht allzu emotional werden. Und das wird eine solche Diskussion garantiert. Vl. in einem extra-thread zum Thema "Besatz"?


    Super, das es hier im Forum so viele Kollegen gibt, die sich echt Gedanken zu den wichtigen Themen machen!!!!

    Sehr interessant Felix! Sowas (Plastizität) hab ich noch nie gehört gehabt!!


    BTW.: Mein erster Besuch am Vättern vor 2 Jahren. ich wusste praktisch nichts über den See. Bin in ein Fischgeschäft reingestolpert und und da lag ein Saibling ("Wildfang") mit gut 50 cm. Da bekam ich Augen! Ich fragte den Verkäufer, ob er denn nicht was kleineres für 2 Personen habe. Der antwortete mit "nein, weil die haben 50cm Maß bei uns". Du kannst Dir vorstellen wie es einem unbedarften Alpenfischer geht, bei dem zuhause die Saibis ein Maß von 26cm haben.... Ich war fertig! Selbstredend hab ich den Großen vom Geschäft dann gekauft und wir haben 2 Tage gegrillt, bis uns die Gräten bei den Ohren rausgewachsen sind!

    Ja genau Vatas-Sohn: Es lebe die Vielfalt und jeder soll und kann machen was er/sie will. Trotzdem verstört es mich schon ein wenig, wie diese Hochtechnisierung sogar so eine basale Leidenschaft wie das Fischen derart kolonialisieren kann. Ich mein, ich versteh schon, dass man alles tut was man kann, um ein Gewässer und die Fische zu verstehen und schlussendlich zu fangen. Meingott was hab ich alles betrieben an vermeintlich mehr oder weniger sinnvollem. Es liegt sogar ein Echolot bei mir im Keller und ja, vl. schau ich nach ein paar Jahren Keller auch mal wieder eine Runde damit am See herum. So rein aus Gaudi. Und ich finde ja das Fischen so wie SilentHunter (mit dem Kaja und Downrigger und Elot) auf Seeforellen am großen, tiefen Walchensee) durchaus spannend. Der Adrenalipegel, wenn man mit dem Downrigger durch die Barschkugel fährt, muss ja kaum zum Aushalten sein!

    Aber die die generelle Durchtechnisierung beim Fischen ist schon enorm. Und oft so weit weg von jeder Sinnhaftigkeit. Wenn an unserem kleinen See (2,7 qkm) die Renken eh an jeder Ecke wie verrückt fressen, dann glühn die Hunter mit den Torquedos daher und drücken wie verrückt auf die Displays (überall piepsts) und im Endeffekt stehens dann aufgereiht nebeneinander und diskutieren in welchen 1/4 Meter Unterschieden heute die Renken ziehen.... Der alte Mann mit seiner kleinen Polyesterbadewanne kommt rudernd ein paar Minütchen später in die Bucht, stellt sich dann ein Stück woanders hin und ist der erste (ganz ohne Torquedo), der sein Boot am Liegeplatz wieder vertäut. Weil er seine 3 erlaubten Renkerl für heute schon hat. Schon eine große Gaudi mitunter!

    Hallo Seefospezi!


    Ist es nicht so, dass man einen Seesaibling ganz eindeutig von Bach- oder Elsässersaibling unterscheiden können müsste?!


    nochmal kurz o.t.: Deine Ausführungen zum Thema Besatz- und Wildfisch kann ich genau so unterschreiben und noch um eine Facette erweitern: Der Besatz mit (fangfähigen) Fischen hat nämlich ganz erbärmliche Auswirkungen auf die Gewässer und v.a. auch auf die Sicht vieler Fischer bzw. der Bevölkerung auf die Gewässer: Besatz wird inzwischen vielerorts als ganz normaler Zustand betrachtet (und signalisiert oft, dass ein Gewässer eh o,k, ist, weil eh so viele Fische gefangen werden) und nicht als völlig kontraproduktiver "Märchenzustand".


    Petri!

    Ich finde Deine Fänge ja super SilentHunter und ich weiß, dass die durch Erfahrung und Ausdauer zustande kommen und ein Echolot dazu nur wenig beiträgt. Trotzdem finde ich es schade, wie die Technisierung beim Fischen in den letzten Jahren zugenommen hat. Wenn ich mir so mein Umfeld anschaue, dann ist es unglaublich, wie da in den letzten Jahren mit Booten, Echoloten, GPS, Motoren, Fernsteuerungen, etc. aufgrüstet wurde und den paar Fischleins in unserem See zu Leibe gerückt wird.

    Gar nicht meine Welt!


    Bitte nicht falsch verstehen!

    @Zugaroaster: Wahrscheinlich, weil ich den angeblichen Rekordseesaibling vom Klauser Stausee abwertend als Besatzfisch bezeichnet hatte. Wobei ich fürchte, dass die leise Unterstellung von Röding6634 - dass Satzfische vermehrt als minderwertigere Lebewesen betrachte werden - ebenfalls auf ich gemünzt sein könnte. Dem möchte ich entschieden entgegen treten!

    Ich erachte nur Fischer, die die Unterschiede nicht kennen (oder sich gar nicht dafür interessieren) und v.a. Bewirtschafter, die das (halb-) kommerziell betreiben, als nicht sonderlich inspirierend. Insofern wären Röding6634 und ich ja eh wieder einer Meinung.

    Dann fahrt am Vättern in Schweden vorbei, da sind 60er Saiblinge keine seltenheit.


    d´kayakfischer

    Jo! Die haben 50cm Brittelmaß dort! War ich vor 2 Jahren (leider nicht zum Fischen).


    Bilder von richtigen U-booten b´findet man per Tante Google mit den Begriffen röding und vättern. Aber ob das nicht arktische Saibis sind???

    Und die "Saiblinge" aus dem Stausee Klaus sind für mich keine echten Wildfangsaiblinge, was ich mir denke reine Zuchttiere der Werbung wegen.


    Heuer werde ich wieder mit meinem Anglerkollegen nach Norwegen fahren um auf Lachs, Forelle und Saibling zu angeln, vielleicht können wir ja einen 60+ überlisten.

    Richtig! Da wurde mit "Rekordsaibling" geprahlt. Sind aber bloß doofe Besatzfische!!!

    Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ich eure Gschichten und Erfahrungen gerade fresse......selber gerne etwas dazu beitragen würde ......und die Erkenntnis mangels Zeit dann ja doch nur eine theoretische bleibt.

    Aber echt Klasse! Spannender als jedes Buch übers Fischen!

    Ich bin auch kein tacklefreak. Aber ich hab mir auch schon mehrmals Zeug gekauft, das mir dann nicht wirklich getaugt hat. z.B. meine Daiwa Shogun 305cm. Die ist einfach viel zu schwer zum Zupfen. Daher möchte ich auf eure Erfahrungen zurückgreifen und hab nun einen Ansatz, dass ich die Forellenrute probieren will und - falls für manche meiner Köder doch zu leicht - eine Stufe nach oben gehe.

    okay.....Ihr seid aber echt alle sehr leichtfüßig unterwegs.....

    Ich hab zum Forellenfischen eine relativ leichte Spinnrute (9-32 Gramm, Savage Gear Mpp, 220 cm ca.). Die Rute hab ich noch kaum benutzt, weil ich sehr selten mit der Spinne auf Bach- oder Regenbogenforellen gehe. Das ist eher so eine Sache um mit meinem Sohn mal wo Forellen fischen zu können. Heuer war ich 2 mal an einem Mühlbach mit ihm. Die Rute ist eher was einfaches (ca. 100.-), gefällt mir für den Einsatzbereich aber richtig gut. Aber bei schwereren Ködern kommt sie an ihre Grenzen. Einen schwere Toby (28g) etwa, kann ich mir damit nicht vorstellen.

    Aber es ist ein Ansatz, diese Rute demnächst am See auszuprobieren und zu schauen, welches WG ich denn wirklich bei meinen Ködern will. 5-15 Gramm liegt außerhalb meines Vorstellbereichs. Ich fische tw. selber gebaute Hasenfellzöpfe mit allein 20g Bleiköpfen.....

    Danke Euch beiden schon mal für die Unterstützung! Bisher hab ich nur mit mono gefischt, seit heuer hab ich aber auch eine Rolle mit 0,10er Geflecht. Ich kann derzeit nur schwer beurteilen, ob ich in Zukunft vermehrt mit Geflecht werfen würde. Die Preisregion der Ruten, die beides gute können, ist mir aber definitiv zu hoch. Da würde ich vorher auf das Geflecht generell verzichten.

    Danke v.a. für die Bestätigung, dass ich da eh schon ganz gut unterwegs bin, mit meinen Vorüberlegungen. Werde diese Woche im Angelladen noch ein paar Stecken begutäugen und mich dann entscheiden.

    Die a-tEc ist auf jeden Fall mit im Rennen!

    Hallo Leute!


    Ich krame den 3 Jahre alten thread aus, weil ich mir nun doch eine Spinnrute extra für Seeforellen möchte. Und da möchte ich euch fragen, wo ihr da inzwischen angekommen seid. Mein "Problem" ist, dass ich eine "eierlegende Wollmichsau" möchte, da ich nur eine Rute für verschiedenste Köder nutzen will. Ich fische gerne Meerforellenköder einerseits, aber auch Bleikopfköder die gezupft werden wollen (daher lehnt meine 305cm Meerforellenrute seit Jahren unbenutzt im Keller, die ist einfach zu lang und zu schwer; da fallen mir die Arme ab) und manchmal kommen auch Wobbler mit recht viel Wasserdruck (Rapala countdown 9cm etwa) an die Leine.

    Ich dachte an 240 (oder doch 270?), recht schnell und straff mag ich sie, und einem WG bis 35 oder 40 Gramm. Schnur entweder 0,25er stroft mono oder 0,10er Geflecht mit längerem FC-Vorfach (mit FG knot). Liege ich da mit Länge und WG grundsätzlich richtig?

    Und, gibt es konkrete Modelle die ihr empfehlen könnt (Preis bis 150.-)?


    Würde mich über ein paar Tipps sehr freuen!

    LG

    fuschlsee0



    edit: Hab ein wenig herumgesurft. Nachdem ich sonst mit den Ruten von savage gear ganz gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich diese hier gefunden: https://www.angeln-neptunmaste…3--gMpEAYYASABEgK5BfD_BwE

    Was meint ihr dazu?

    Tom! Auch wenn der Verlust noch lange im Vordergrund stehen wird --> denk dran, dass andere viel dafür geben würden, nur einen Biß eines solchen Fisches zu bekommen!

    Und DANKE für den Bericht. Genau wegen sowas klick ich immer hier im Forum zuerst auf die Rubriken Walchensee, Starnbergersee. Endlich eine heiße Story!!!


    Trotz Verlust: PETRI!!!

    Hallo Michi!


    Ich mische mich da kurz ein und klag mein Leid bei der Sache: War auch nie bereit, viel Geld bei den Polbrillen auszugeben, denn meistens wurden sie halt stark hergenommen und zerkratzt, verloren oder sonstwas. Aber: ich denke, ich sollte einfach die Dinger besser schützen und mir endlich ein gscheiteres Glasl leisten. Den Augen zuliebe.

    Daher spricht mich Dein link sehr an. Stutzig macht mich aber die Info, dass die Brille besonders für helle Tage mit viel Sonne sei. Hast Du so eine Brille? Ich möchte ein teureres Glas mit möglichst wenig Tönung, um auch am Abend oder bei Schlechtwetter die Polleistung nutzen zu können.


    lg

    f0