Beiträge von Röding6634

    vatas-sohn : Ist ja auch gut so, du hast dir Gedanken gemacht und für dich eine gute Lösung gefunden. Aber wie du ja schon selber andeutest, du bist ein erfahrener Wassersportler, der solche Situationen kennt. Und für sich selber bewusst entscheidet, das er Mut zur Lücke hat. Die meisten Leute die so auf dem Wasser unterwegs sind, sind leider komplette Amateure, da kann dir jeder Wasserwachtler ein Lied von singen. Oder Leute von der " des hob scho tausend Moi gmacht, da passiert nix" Sorte. Solchen Leuten muss man es so leicht und angenehm wie möglich machen. Und der klare Vorteil einer Automatikweste liegt halt im Tragekomfort. Sie behindert dich nicht, du schwitz nicht und deshalb trägst du sie auch eher einen ganzen Tag. Und nur eine getragene Weste hilft. Klar, mit Schwimmhilfe schwimmt es sich leichter, aber eine Feststoffrettungsweste behindert dich genauso.Übrigens sind fast alle Feststoffwesten nur "Schwimmhilfen" , weil erst ab 100 N Auftrieb Rettungsweste und die Feststoffrettungswesten mit 100 oder 150 N sind mindestens so umpackte Trümmer wie die Selbstaufblasenden ( wenn aufgeblasen). Die Rettungswesten sind halt auch eher dafür gemacht, dich oben zu halten, bis Hilfe kommt. Was jetzt an deutschen Gewässern nicht so unwahrscheinlich ist, hier sterben die meisten Wassersportler, weil sie eben keine Weste anhaben. Wie der Angler letztes Jahr am Würmsee, oder der Bub, der ebenfalls am Würmsee, der beim Rudertraining ertrunken ist. Ich hab beruflich immer mal wieder mit Ertrinkungsopfern zu tun. Meistens Schwimmer, die ihre Kondition überschätzen, Krämpfe bekommen oder durch einen Kälteschock ohnmächtig werden, oder Wasser schlucken und einen Schlundkrampf (Laryngospasmus) bekommen. Nicht zu vergessen natürlich die Besoffenen. Aber auch Münchner, die einmal im Jahr irgendeinen Fluß runterpaddeln wollen und natürlich keine Weste anhaben, oder eine mit viel zu wenig Auftrieb, weil wenn Strömmung dich unter einen Baum drückt, dann hilft dir dein Raftingwestchen nichts mehr. Bei den meisten dieser Kandidaten würde eine Rettungsweste das schlimmste verhindern, wobei natürlich klar ist das keiner mit einer Weste zum Schwimmen geht. Was ich damit sagen will, du fällst 100 Mal ins Wasser und alles ist schick und beim 101 mal knallst du mit Kopf gegen das Boot oder, oder.... Und tauchst dann halt u.U als mehr oder weniger schöne Wasserleiche wieder auf.

    Deswegen gibts für mich nur meine Secumar- Automatikweste.

    Sollte man jedoch keine Leiter etc. zur Verfügung haben, ist es sinnvoll, seine Kräfte nicht beim (meist) fruchtlosen Versuch alleine ins Boot zu kommen zu verschwenden. Man sollte in so einem Fall schleunigst das nächste Ufer anpeilen, am besten mit dem Boot als Schwimmhilfe. Die Bewegung generiert Wärme, die wertvolle Minuten bringen kann. Da spreche ich aus Erfahrung, ich bin vor Jahren beim Solofahren mit dem Kanu in einer Osteebucht in Schweden gekentert. Es war Mitte September und das Wasser mit vieleicht 12-13 Grad recht frisch. Zu meinem Glück war a) ein paar hundert Meter entfernt von mir eine winzige Schäre, zu der ich dann mit einer Hand am Boot geschwommen bin und b) hatte ich eine Swimmweste an. Im Wasser war mir noch nicht richtig kalt, dank der Bewegung. Aber sobald ich am Ufer war, kühlte ich dank Wind schnell aus. Auch das wäre aber vermutlich viel unangenehmer geworden, ohne den isolierenden Schaumstoff der Weste. Bis auf eine versenkte Spinnrute und etwas angekratzen Stolz ist zum Glück nichts passiert, sogar meine Köderbox war noch im Boot. Nur die halbstündige Rückfahrt in durchnässten Klammotten war echt zapfig. Und jetzt war das ein sonniger Herbsttag mit zweistelligen Plusgraden, aber der Windchill-Effekt ist echt nicht zu unterschätzen. An einem Märztag am W-See ist das sicher nochmal eine ganz andere Nummer.....

    Bei mir defintiv der Fang meiner Seeforelle am Walchensee und meine Buckellachs/Meerforelle beim Lachsfischen in der Finnmark unter der Mitternachtssonne, das Bergseefischen in Schweden und die dicken Lapplandrenken mit der Fliege. Der Seeadler, der meine Filetierreste von den Möwen 5 Meter über meinem Kopf in der Luft geklaut hat. Nicht zu vergessen die jagende Schule Schweinswale in einem schmallen, flachen Fjord, ca. 20 Meter von mir und meiner Wahthose entfernt. Und die herrlichen Juniabende am Riegsee beim Renkenfischen. Die stürmischen Kuttertouren Anfang Oktober zum Plattfischangeln vor Fehmarn, wo bei der Rückfahrt die Wellen über den Bug schlugen. Und mein Vater und ich beide Male in etwa soviel fingen, wie der restliche Kutter zusammen.. (bei allem Understatement doch irgendwie cool ;))

    Naja, in Anbetracht der Tatsache, das fast alles was portabel piept und surrt in diesen modernen Zeiten einen Lilon Akkumulator ( das Wort für Franken :-) ) hat, passiert doch mit den Dingern recht wenig...........

    Also, ich fang jedes Jahr im Frühjahr am Riegsee den ein oder anderen Hecht mit der Hegene, mein größter bis jetzt 75 cm, hatte die grüne Nymphe in der Oberlippe hängen. Meist kommen die Bisse nach dem ich den Schwimmer ein bisserl bewegt habe ( bei Flaute). Die meisten beißen auf die Hegene und nicht auf eine Renke oder einen Kleinfisch der dran hängt, hatte ich zwar auch schon, aber meist war der Hecht an der Hegene gehakt. Von daher absolut möglich das es ein Hecht war......

    Die meisten Parasiten beim Fisch kommen mit den Bedingungen im Säugetier-Verdauungstrakt ( Körpertemp., Säuregehalt etc.) nicht klar und sterben ab. Aber im Zweifel einen solchen Fisch einfach durchgaren, dann hat sich die Sache erledigt.

    Meine Frau und ich haben Westen von Secumar (Ultra AX 150 Harnes). Die schneiden in den Tests immer recht gut ab, Kostenpunkt 120 Euro. Behindern weder beim Angeln noch beim Kanufahren mit Stechpaddel und man zerfließt im Sommer nicht. Zum Thema Wartung: Hab ich jetzt alle 4 Jahre machen lassen (Kostet bei SVB ca. 36 Oiro), die Tabletten hab ich selber nach 2 Jahren gewechselt. Es gibt im WWW gute Anleitungen zum selber durchführen. Effektiv wird der Schwimmkörper aufgeblasen, der sollte die Luft über 12h halten und Tablette bzw. CO-Patrone gewechselt. Man sollte übrigens gelegentlich den Klettverschluß des Schwimmkörpers öffnen und wieder schließen, damit sich die Weste im Ernstfall komplett entfaltet und die Ohnmachtssicherheit gewährleistet ist.

    2011 war ich das letzte Mal da, Ende August. Direkt an der Staustufe hab ich meinen bisher größten Rapfen (66 cm) gefangen (Also ein paar schlanke, schwere Blinker einpacken). Weiter flußab , an der Mündung der kleinen Paar zwei dicke Aitel und einen 30 cm Barsch. Als Kind war ich oft mit meinem Vater dort fischen. Da gabs Hecht, Karpfen, Barben ,Barsche und viele Brachsen/Aitel etc. Ich denke wenn man sich nicht zu schade ist auf Weißfische zu angeln, geht was. Wir haben damals recht schwer (80-100 gr) auf Grund gefischt oder geblinkert. Ich denke Heavy Feeder ö.ä ist ideal. Es gibt kein Nachtangelverbot. Früher konnte man mit der TK auch die kleinen Bäche (z.b kleine Paar), die dort in der Gegend münden befischen. Ob das jetzt noch geht, weiß ich nicht. Landschaftlich direkt am Fluß sehr schön (Au/Flußwald). Schau einfach auf die HP vom FV Neuburg und Google Maps. Schreib doch bitte einen Bericht, falls ihr hinfahrt. Würd mich sehr interessieren, wie es da jetzt um das Fischen bestellt ist


    Skitt fiske

    Lenz