Beiträge von Röding6634

    Naja, wie jedes Jahr, bis Ende April, Anfang Mai zäh, kann bei kalter Witterung auch länger dauern. Aber wenn die Temp. so bleiben wie jetzt könnt nächste Woche evtl. schon was gehen. Ich hab meine Frührenken bis jetzt immer eher flach gefangen, Hakengröße 14, Goldhaken, dunkle Farben, schlanker Körper, größerer Kopf. Viel Spass

    Heute am Abend zwischen Herrsching und Breitbrunn mit der Zweihandrute unterwegs gewesen (Üben für Norwegen), nix. Auch kurz vor der Dunkelheit bei spiegelglatten Wasser kein Ring etc. weit und breit.

    Eine meiner grössten Äschen mit 53 cm kamm aus der Einsiedelbucht, gefangen auf Steinfliegennymphe. Die Äsche hatte eine riesige, entzündete Hechtbisswunde an der Flanke, war für mich unglaublich, das der Fisch noch Nahrung zu sich genommen hat. Im Drill war sie allerdings wie ein Stück Holz....

    Hm..... Ich hab mich schon gefragt, wann die biologische Nische vom "Aitel" aka "German Native" wieder besetzt wird und du scheinst mir ein heisser Kandidat zu sein, Zonker. Man kann denke ich , ohne dir zu nahe treten zu wollen sagen, dass du nicht die leiseste Ahnung hast, was du da postulierst. Und wenn du dich ein klein wenig mit der Materie beschäftigst, wird dir das auch selber klar. Aber eines wüsste ich gerne noch, Perikles, bist du es ?

    Kurzbericht:

    7.00 Raus aus dem Nachtdienst, den Hund geschnappt, 7.45 am See. Mit der Fliegenrute zur Walchenseebucht, nur um auf drei Netzte ganz nah am Ufer zu blicken. Da kommt auch schon der Berufsfischer angebraust und holt aus dem zweiten Netz kurz hinter dem Klosterbootshaus eine richtig schöne Seefo. Nur gut 20 Meter vom Ufer entfernt. Aus dem dritten Netzt, weiter buchteinwärts auch noch etwas, war aber zu weit weg, um es genau zu sehen. Da der Spot erstmal "verbrannt" war, bin ich bis kurz vor die Obernachmündung und zurück. Keine Sichtung, kein Fischkontakt.....

    Bachforellen sind das alle, sowohl die atlantischen (dazu gehören die Brown Trouts), als auch die danubischen ( aus dem Donauraum stammenden). Und da Vater Rhein ja durchaus Kontakt zum Atlantik hat, gibts dort auch atlantische Bachforellen. Aber deine gleicht doch sehr den Kreidesee bzw Lough-Forellen aus England/Irland. Man hat halt in den 80igern und 90igern versucht die Bachforelle zu einer Fressmaschine ala Regenbogenforelle (Zuchtform) zu machen, da der Regenbogner einfach viel schneller frisst und wächst. Und da auch in der Teichwirtschaft Ökonomie alles ist, da kammen die Brown Trout - Gene grad recht..... Jeder von uns hat schon, meist kurz nach der Schon-bzw Satzzeit bullige Satzbachforellen gefangen, mit wenig bis keinen roten Punkten. Das sind die Produkte dieser Zucht.... Ich kann aus leidvoller Erfahrung bei der Suche nach Besatzmaterial, das auch nur annähernd den Stämmen aus meiner Region ähndelt berichten, das es sowas einfach nicht mehr gibt. Kaum eine Zucht streift noch selber ab, meist kommen die Eier aus Dänemark oder die Rhönforelle liefert sie. Und wenn doch, ist der Stamm keine ursprüngliche Genetik, sonder ein fröhlicher Mischmasch aus allem was in den letzten Jahren so zugekauft wurde. Wenn man sich jetzt vergegenwärtigt, das jeder Bach und jedes Gewässersystem eine eigenständige Genetik beherbergt hat, ist das schon traurig. In Österreich gibt es Untersuchungen , das in 8 von 10 gewässern nur noch der atlantische Stamm vorkommt, obwohl eigentlich die Danubische dort heimisch ist. Der Tiroler Fischereiverband versucht gerade eine alte Genetik zu retten und vermehrt danubische Bachforellen aus einem Gebirgsee mit Fischen, die auf einen Besatz aus dem 14 oder 15 Jhd. zurückgehen. Aus Bayern Ist mir nichts der gleichen bekannt, aber die Wielenbacher haben sich in diesem Zusammenhang eh nicht mit Ruhm bekleckert. Aber genug Trübsal geblasen, ich schnap mir jetzt den Hund und geh Angeln.....

    Sehr schöner Fisch. Sieht mir nach einem Fisch mit Brown Trout- Genen aus, wird in der Zucht gerne gemacht, da die atlantische Bachforelle etwas frohwüchsiger ist, als unsere danubische. Wobei die atlantischen Stämme eigentlich durchaus im Rhein vorkommen und rote Punkte ( wenn auch dezenter) haben. Deiner ähndelt einer Braunen ( z.b Ferox Trout) aus Irland oder Schottland ohne rote Punkte, dafür oft viele Punkte auf der Schwanzflosse. Aber da es kaum noch einen Bach/Fluss/See mit genetisch ursprünglichen Forellenstämmen gibt, da alles mit Satzfisch-Genen durchmischt ist, spielt es eigentlich auch keine Rolle, oder ?

    Hab z.b vor 4 Jahren am W-See einen herrlich gefärbten 45 cm Bachforellen-Milchner gefangen, rote Tupfen wie aus dem Bilderbuch und weit und breit kein Bacheinlauf.

    Klingt auf jeden Fall spaßiger, als Saiblinge mit dem 100gr Blei hoch zu kurbeln, wobei das Blei schwerer als der Fisch ist. Am Klösterspitzerl hab ich Drop Shot schon erfolglos mit Gummi praktiziert.

    Am Walchensee hab ich meine zwei Massigen (seit der Schonmasserhöhung) in den frühen Morgenstunden auf Sicht mit der Fliege gefangen, Ende März bzw. im April, bei recht warmen, schönen Wetter. Der Blinker fängt bei mir am Walchensee so gut wie nichts, dafür war ein toter Barsch am Schwimmer schon öfter erfolgreich. Am Ammersee dagegen hab eigentlich nur mit dem Blinker gefangen, unter der Woche Abends, bei Wellengang. Und da erst die Fische ab 50 cm, als ich mit der Blinkergröße auf 10-11 cm gegangen bin. Beim Spinnfischen und als Fliegenvorfach nutze ich meist eine o,22 oder 0,25 Stroft Monofile.

    Also, der Artic Char ist nichts anderes als unser Salvelinus alpinus. Und der Durchschnittssaibling in Skandinavien ist auch nur marginal größer als bei uns. Man fängt sie halt a bisserl leichter. Allerdings bin ich mir sicher, würde man skandinavische Techniken (pelagisches Jiggen, Downriggertrolling mit Motor, Sideplaner und 4-6 Ruten ( Wobei da inzwischen auch langsam die Vernunft einkehrt und oft nur noch zwei erlaubt sind) konsequent bei uns anwenden, gäb es mehr solche Fänge. Wobei einem da natürlich auch die Vorschriften in die Quere kommen. Ein 50 + Saibling geht halt eher selten an die Made beim Kombi-Schleppen oder die Hegene. Am Vättern verwenden die Spezis 12-15 cm Jigs, tlw. noch größer.

    Aber, und da sprech ich jetzt nur für mich, meine Fischerei ist das nicht. Ich geh zum Angeln, um den Fisch mit dem geringst möglichen technischen Aufwand zu fangen und nicht um wie gebannt auf den Display meines 3000 Oiro Echolots zu starren. Das hab ich in der Arbeit schon genug.

    Und wenn mir noch eine persönliche Anmerkung gestattet ist, ich finde die Tendenz in letzten Jahren hier im Forum in extrem abfälliger Weise zwischen Satzfisch und Wildfisch zu unterscheiden, gelinde gesagt problematisch.... . Kreatur ist Kreatur, da ist ein bisschen Respekt schon angebracht, auch wenn es nur eine flossenlose Satzforelle ist. Denn wer ist den für diesen unnatürlichen Zustand verantwortlich, wenn nicht wir Angler. Wir wollen fangen, immer und überall und natürlich nur Edelfisch, ob es das Gewässer jetzt hergibt oder nicht. Wir schmeißen faktisch seit Ende des letzten Krieges hirnlos Satzforellen in jedes Wasser, ohne uns auch nur im Ansatz über die Konsequenzen im klaren zu sein. Wollen dann aber bitte "nur" den Wildfisch fangen, den es tlw. seit 20 Jahren nicht mehr gibt...... Also bitte !



    Da muss ich jetzt auch noch meinen Senf dazu geben. Hab mit Schusskopf experimentiert, war aber mit dem Handling und dem Wurfbild nicht zufrieden. Die Verbindung zwischen Kopf und Runningline hängt trotz sorgfältiger Schlaufung und abdecken mit Schrumpfschlauch etc. Gerne in den Ringen. Gerade schwere Köpfe kommen zudem oft recht laut im Wasser auf, mag die Meerforelle nicht interessieren, bei Wellengang etc. Die Königin ist da heikler. Ich benutz seit Jahren Vollschnüre mit kurzem, schweren Kopf. Standartmässig hab ich eine schwim. 8 er Orvis Clearwater Schnur ( der Kopf ist gut 9 Meter lang) an meiner 7 # Rute und für alle Fälle noch eine Ersatzspule mit einer 7 er Rio Outbound intermed/float.. Damit komme ich gut klar und fang sogar ab und zu was vorzeigbares

    Bei mir geht seit Jahren der Trend zum Downsizing, was Ausrüstung anbetrifft. In meiner Weste finden drei Köderboxen (ca.20x11x5) Platz, die mit bewährten Kunstködern/Fliegen bestückt sind. Meine Hegenenausrüstung umfasst eine Rutentasche mit zwei Ruten, eine Box mit 6 Hegenen, eine kleine Bleibox mit Birnenblei und Wirbeln und Box mit und ein Schwimmerrohr mit zwei Schwimmern und ein paar Stoppern. Allerdings habe ich einen ganzen Rutenwald im Keller. Das macht beim vielseitigen Angler finde ich auch mehr Sinn, als immer den neuesten Nippon-Wobbler in die bereits übervolle Box zu pressen. Wenn man im Frühjahr auf Seeforellen geht, braucht man eine #7Fliegenrute und eine dementsprechende Spinnrute, beim Forellenfischen am Bach gibts dann die #5 Fliegenrute und die 1,80 Spinnrute, zum sommerlichen Krautfelder abwobblern und Dropshoten auf Barsch einmal 2,40 bis 30gr und 2,10 bis 25 gr, dann natürlich zwei Hegenruten (Schwimmer), eine zum Heben. Nicht zu vergessen die beiden Light-Tackleruten fürs Meer Wg bis 150 gr, die ich aber auch zu Schleppfischen auf Hecht benutze, zwei Brandungsruten und der Zweihänder zum Lachsfischen. Es gibt noch den ein oder anderen Fehlkauf, die Relikte meiner (sehr kurzen) Karpfenangelphase und diverse Kuriositäten.

    Sollte man mich jedoch in der Wildniss ausetzen, mit nur einer Rute und zwei Ködern, würde ich meine alte Shimano Fighting Rod und nen 5 cm Kopyto Shad mit 4gr Kopf und einen Great Heron Küstenwobbler in 11 gr mitnehmen.

    War heute zum ersten Mal dieses Jahr. Kurz zusammen gefasst, tolle Abenstimmung, hatte das Ufer für mich alleine, konnte aber wegen des Hochwassers nicht zu "meinen" Kanten waten. Es war Insektenaktivität da, aber kein Ring etc. weit und breit zu sehen. Und ich musste feststellen, das meine Wathose irgendwo ein kleines Leck hat. Naja, nach 6 Jahren kann sowas schonmal passieren.