Beiträge von Schratz

    Begonnen hat die ganze Geschichte an einem sonnigen und relativ warmen März Tag 2009
    ich bin mit dem Auto nach einem kurzen arbeitstag kurzentschlossen an mein Hausgewässer gefahren....
    Das
    Gewässer heisst Hochstrasser See ist direkt nebem dem Inn bei Rosenheim
    (bayern) gelegen und hat einen respektablen Barsch Bestand.
    So auch mein Ziel an diesem Abend....nen Barsch überlisten der sich kurz vor der Laichzeit noch mal den Bauch vollhauen will....
    Optimalerweise mit einem Meiner Baits. :D
    Gefischt hab ich an diesem Tag mit meiner Illex Ashura Light Rig
    Versatile und ner 1000er Twin Power, bespult mit Fin S Windtamer
    Geflecht und Fluorocarbon tippet, Lure war ein Keitech Jig mit 3 inch
    swing impact Trailer.
    So also guter Dinge den ersten Hot Spot
    aufgesucht. Zum Spot: es befindet sich ein flaches Plateua mit ca.
    30-80cm tiefe an Schilfgesäumtem Ufer unmittelbar an der Plateau Grenze
    fällt der See auf ca. 5 Meter ab, Boden: reiner Kies mit spärrlichem
    Pflanzenbewuchs.
    dort angekommen begann die Analyse: Kleinfische
    waren am Platz! Bait ist erfolgserprobt an diesem Gewässer....was sollte
    da noch schief gehen?
    also Bait raus über die Kante, absinken und animation beginnen.
    hmmm
    nach den ersten ca. 10 Würfen keine Resonanz?! Da dacht ich: Die
    Barsche werden wohl bereits satt sein, oder gar nicht am Platz....
    aber irgendwie spürte ich dass da was gehen muss...also beharrlich weitergejigt!
    Überall
    waren die Ringe der fressenden Kleinfische zu sehen...wahrscheinlich
    Rotaugen oder Rotfedern....vielleicht hat ein großer Hecht die Eglis
    vergrault dachte ich....die Sonne stand schon nicht mehr so hoch und ich
    war der Meinung: Peaktime
    nach bestimmt 20-30 mal die Kante
    hochfischen ohne einen einzigen Zupfer war ich dann eigentlich der
    Meinung doch den falschen Platz gewählt zu haben....Geistig schon am
    nächsten Spot begann ein irres Spektakel, die versammelten kleinfische
    spurteten im affenzahn vom Plateau in Richtung Schilfgürtel...mit
    sprüngen ausm Wasser flüchtete die Meute vor irgendeinem
    Räuber.....hoffentlich kein Hecht dachte ich und schleuderte meinen Jig
    direkt an den hinteren Rand des Flüchtenden Schwarms....ich verzichtete
    auf absinken und slow fishing und kurbelte den Bait kombiniert mit
    harten Twitches in fluchtmanier ein.....eine irre spannung baute sich in
    mir auf....was raubt da wohl???
    Ich war der Meinung wenn das ein
    Barsch ist, dann ein Monster.....dann der Wiederstand in der
    Rute....kurz gewartet und voll angehauen.....
    dann hats mich fast von
    den Socken gehauen dieser Fisch zog beim ersten Run ca. 30 m von der
    Reel...eigenartig....absolut Barsch untypisch...  
    dann
    kams mir, der See ist vor Jahren mit Seesaiblingen und Forellen besetzt
    worden vielleicht hatte sich eine solche vergriffen....und tatsächlich
    nach ein paar kräftigen fluchten vom Plateau ins Tiefere Wasser konnte
    ich im klaren wasser weisse Flossensäume ausmachen...ein fetter
    Seesaibling hatte sich meinen Keitech Jig geschnappt.....jetzt bloß
    nichts falsch machen....Kescher? Fehlanzeige!
    also Handlanden....na
    Prost dacht ich...nach dem letzten Run des fisches dirigierte ich den
    Saibling in meine Richtung und versuchte ihn über den Rücken zu
    packen....mist weggeflutscht....wieder herangeführt und ja jetzt hab ich
    dich, in diesem moment erschlafft die Schnur und ich hab den fisch nur
    noch mit den Händen.... Rute weg und bloß raus ausm Wasser....vor mir
    liegt ein traum saibling den ich für den verzehr auserkohren hab, juhuu
    was für ein wahnsinns egli ersatz mit zittrigen Knien macht ich mich auf
    den Rückweg....ein gelungener Feierabend dacht ich mir und freute mich
    auf die Reaktion meiner Familie.....lustig war an der Geschichte auch
    noch dass der Haken des Jigs kurz vorm Brechen war und ich den Fisch
    echt im letzten moment gekriegt hab die Hakenspitze steckte oben im
    Kiefer des Salmoniden....da hat ich Glück  
    Der
    Fisch hatte 59cm und 1,9Kg ich lies in mir Tagsdarauf mit
    Bratkartoffeln Rahmpilzen und Kräuterfüllung im Kreise meiner Family
    schmecken....
    delikat.


    Ich hoffe das Review zum Heimischen Super Saibling hat euch gefallen!!!

    Dateien

    • Bild014.jpg

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    Hey Community,
    da ich nun mal wieder Zeit gefunden habe, werde ich
    euch hiermit an meinem Ebro Turn im März dieses Jahres teilhaben lassen!
    Anfang des Jahres hatte sich meine Freundin einen VW- Bus California
    mit pompöser Ausstattung (zu meinem Verzücken) angeschafft. Nach kurzer
    Reiseplanung standen ein Paar Ziele fest und es ging ans Packen,
    etliches an Tackle musste natürlich mit, dank der Dachbox, in der bis
    2,20Meter länge alles Platz fand, kein Problem. Wir starteten also unser
    Unterfangen voller Vorfreude mit einem Fress, Sauf und Rauch Abend bei
    Freunden in Kufstein(Österreich). Nach dieser Etappe ging es Richtung
    Italien, wir fuhren zügig und ohne Probleme Richtung, Frankreich, dort
    verbrachten wir dann die erste Nacht. Am nächsten Morgen brachen wir
    weiter Richtung Spanien auf, bald erreichten wir die Grenze und für ein
    bisschen Kies durften wir sogar auf die Autobahn. Wir Entschlossen uns
    die Gesamte Küste entlang zu fahren um ein bisschen was vom Mare di
    Mediterraneo zu sehen....das erwies als Zeitweise recht öde, hin und
    wieder aber wurden wir mit einem schönen Ausblick belohnt. Wir fuhren
    und fuhren und fuhren bis wir Andalusien erreichten. Dort angekommen
    hatte meine Freundin ein Paar Dinge auf den Termin Plan gesetzt die
    leider floppten, dadurch leicht frustriert und im Hinblick auf die
    Rosigen Aussichten auf ein Abenteuer am Ebro brachen wir in Richtung
    Mequinenza auf. Ziel war der Lake Caspe Camping Platz der als Optimaler
    Stützpunkt für unser Unterfangen auserkoren wurde, mit einigen
    Fehlschlägen(Navi- induziert) kamen wir dort auch an. Mäßige
    Campingplatz Ausstattung erzürnten zuerst mal meine Freundin (kalte
    Duschen im März)...in der Rezeption buchten wir 2 Angelkarten die uns
    für den nächsten Tag versprochen wurden (jedoch wurden uns am gleichen
    Tag 2 Bescheinigungen ausgestellt mit der wir bis zur Ankunft fischen
    konnten, toller Service wie ich fand!) Es wurden auch Boote von einem
    Unternehmen Angeboten....wir gönnten uns ein Ausreichend Motorisiertes
    Boot mit dem wir gut Strecke machen konnten. Kostenpunkt war wenn ich
    mich Recht erinnere für 5 Tage nicht ganz 500 euro, also nicht Utopisch
    aber auch nicht günstig! Am ersten Nachmitag stachen wir gleich mit ein
    Paar Tips vom Bootsvermieter in See. Eine kleine Insel war unser erstes
    Ziel, Boot platziert und mit Epischer Vorfreude einen Delalande Sandra
    White/Redhead am Jighead Richtung Kante gepfeffert. Gefischt habe ich
    überwiegend meine Medium Jig Combo Abu -Garcia Fantasista Red mit einer
    Spro Red Arc und geflochtener mit Fluorocarbon Vorfach + 40lb Hardmono
    Tip. Beim ersten Wurf knallte noch in der Absinkphase Irgendwas
    Grösseres auf meinen Bait, ich sah nur noch die Schnur
    aufzucken....Anhieb...kurzer Wiederstand, und ab......mit zittrigen
    Händen strippte ich die lose Leine ein und stellte Fest, die Schnur war
    irgendwo weit Oberhalb des Baits abgebissen!!! Zander war das Jedenfalls
    keiner...und ein Waller wohl auch nicht....naja dann Wohl einer der
    eher selteneren Heche im Porno Format......kurz geärgert aber voller
    Feuer ummontiert auf Stahl und diesmal montierte ich einen Relax-Gummi
    mit Aufgeklebten Augen und leuchtendem Gelb mit Silberflakes.....hab ihn
    ein bisschen die Kante hochgefaulenzt. Beim 15. Wurf oder so bekam ich
    nen Biss und quittierte ihn mit einem übertriebenem Anhieb, klar voll
    die Mono Allüren halt. Der Predator entpuppte sich wie die Gegenwehr
    vermuten lies als windiger Zander, schnell releast und weiter gings.
    Leider ging aber nix mehr, mittlerweile windete es auch sehr und am
    Horizont zeichnete sich ein Gewitter ab, also hab ich erst mal den
    Heimathafen angesteuert. Voller Vorfreude auf den nächsten Tag lies ich
    es am Abend mit dem Fischen und konzentrierte mich ein wenig auf meine
    liebe Freundin ohne deren Großzügigkeit der ganze Turn weiterhin bloß
    Kopfkino gewesen wäre....wir aßen, lachten, hörten Musik und ich spielte
    ein bisschen mit ihren Big Baits.....
    Am nächsten Mörgen kamen wir
    mäßig schnell in die Gänge, das schöne Wetter und die Franzosen die
    neben uns gefühlte Tonnen von Zandern filettierten ermutigten uns einen
    Gang zuzulegen.....Im Hafen konnten wir etliche High End Bass Boats
    bestaunen....da hatte es so die derben Raketen drunter, Wahnsinn! Wir
    düsten also los, Orientierung war natürlich nur bedingt möglich da wir
    weder Echolot noch vernünftige Karten an Bord hatten aber eine kleine
    Faltkarte mit ein Paar eingezeichneten Hot Spots und die Info dass sich
    die Zander im Moment auf ca. 5 Metern tummeln sollen....die ersten 2
    Stunden verliefen ohne den Gewünschten Erfolg....dann jedoch kam ein
    ganz Besonderer Fish Finder zum Einsatz (der Harndrang meiner Freundin)
    wir steuerten in eine Bucht wo ich die Lady an Land lassen wollte....wir
    stellten dann aber Fest dass es nur Steilufer in der Bucht gab, da aber
    keine Spanner in der Nähe waren lies meine Lady ihren Arsch über Bord
    und düngte den Nährstoffarmen Ebro....ich jiggte nebenbei amüsiert ein
    Paar Worms durch die Büsche.
    Ich hatte meiner Freundin im laufe des
    Tages die Faulenzer Methode näher gebracht und sie durfte meine Illex
    Ashura Light Rig Versatile und 1000er Twin Power zumleichten Zander
    Jiggen mit nem lunker City Twister und Texas Jig Head fischen. Sie
    machte sich auch echt gut , jetzt musste sie nur noch entjungfert
    werden. An vorher Besagtem Urinier Hot Spot geschah dann das unfassbare,
    Fishing Nurd Teresa schlägt zu, der Drill war legendär und ich hatte
    Angst, Angst um den Fisch um die Combo um das Boot, meine Freundin
    ....aber ich konnte ihn landen...da es ihr erster War und sie scharf auf
    Zandersuppe und Filet war und Quasi schmecken wollte was sie da
    gefangen hatte, erledigt ich den Burschen schnell und dann Beschlossen
    wir Heimwärts zu fahren um den Zander zu versorgen und die Brühe
    aufzusetzen. Gesagt, Getan, ZanderKarkasse Brodelt im Topf und wir haben
    uns mit Weisswein vom Camping Dealer begossen, ein köstlicher Begleiter
    dieser Zander! erster Gang war die besagte Suppe, danach gabs zartes
    Filet mit Bratkartoffeln....mmhh, Geil.
    Am nächsten Tag gangs wieder
    zum Pisel-Spot....und es waren etliche Zander am Start meine Freundin
    konnte erneut zuschlagen, diesmal auf Hardbait(yo-zuri/duel Hardcore)
    Ich fing auch mit diesem Modell...zusätzlich liesen sie sich auf
    diverses Gummizeugs ein. An einem anderen Spot konnte ich aufeinen Hide
    Up Crank einen fetten ca. 80cm Zander haken...leider kam er mir in der
    Endphase des Drills ab. Die nächsten Tage vergangen Angelnder Weise wie
    im Flug, bei meiner Freundin bliebs bei den beiden erwähnten Zandern.
    Auf mein Konto gingen in 5 Tagen Bootsfischen 11 Zander und ein
    Dickbarsch den ich aber am 6. Tag vom Ufer erbeuten konnte. Wir töteten
    in 7 Tagem aufenthalt 3 Zander und einen Barsch. Wir verwerteten immer
    alles...Karkasse, Flossen....es gab immer Suppe und Filet der Rest wurde
    Illegal Kompostiert. Leider wurden wir am Ebro zeuge von wahren
    Schlacht Orgien, es war entsetzlich für mich in die "Mülltonnen" am
    Schlachtplatz zu schauen, darin stapelten sich dutzende Zander Leichen,
    miserabelst filettiert....riesige Wallerköpfe an denen noch Fleisch war
    um ein Rudel Hungriger Wölfe satt zu kriegen. Diesen Platz haben wir
    vortan gemieden. Mit einem anderen Deutschen kam ich mal ins Gespräch
    der die Mentalität auch nicht befürwortete aber ansonsten schienen sich
    die meisten, vorwiegend Franzosen beim Schlachten einig Gewesen zu sein.
    Bleibt zu hoffen dass es bald in Spanien vernünftige Fanglimits gibt um
    der komplett Ausbeute einhalt zu Gebieten. Den letzten Tag aufm Boot
    verbarachte ich mit dem Versuch einen Bass zu fangen, leider fischten
    wir vergeblich Meilenweit die Büsche ab, es Sprach sich aber durch dass
    es bei den meisten Bass Anglers bescheiden lief! Ebro wir kommen wieder
    so viel ist sicher. Dann klappts auch mit den Bässs!!!












































    Wir sind irgendwann im April letzten Jahres am Caspe nach einer, sich
    über 2 Tage hinziehenden Anfahrt am Campingplatz angekommen.
    Da uns
    das prozedere vom Vorjahr noch geläufig war waren Lizenzen und Boot in
    windeseile arrangiert, geht immer sehr schnell und relativ
    unbürokratisch.
    Das Wetter war schön für April....leider aber zum
    Teil ziemlich windig, was das Fischen auch in den kommenden 6 Tagen
    Bootsfischen häufig kompliziert werden ließ!




    Häufig
    wurden die lächerlichen Anker des Mietbootes durch den Wind vom Felsen
    übersähten Grund gezogen und konzentriertes Jiggen war echt nicht
    einfach.
    Fische fingen wir dennoch etliche!
    Zander, karpfen, barsche......Welse waren bis auf einen den ich keinen Zentimeter vom Grund weg bewegen konnte keine am Start.





    Mit den Schwarzbarschen war es wie auch bei meinem ersten Besuch echt unmöglich!
    Immer wieder konnte ich an vermeintlich guten Spots, wo auch gelegentlich Fische auszumachen waren nur Anfasser verbuchen.
    Mein Köderarsenal war dank unserem geliebten VW Bus Transporter ansehlich, leider konnte ich die Bass trotzdem nicht verzücken.


    Aber große Barsche entschädigten diesen herben Bass Rückschlag!!!


    46cm geballte Caspe Kugel, geiler Drill, traumhafte Zeichnung.



    noch ein etwas kleinerer, aber auch wieder ein Propper-Kerl




    Ich konnte wieder mit diversen Cranks und Gummigelurche Bisse verzeichnen.


    Als Highlight kann man durchaus den Drill von diesem Burschen bezeichnen.
    An
    meiner 1oz. Megabass Super Orochi / Zillion Combo ein echtes
    Vergnügen.....die Schnur hat regelrecht gesungen.....die Kraft der
    Wildkarpfen ist immens.



    Diesen Hide Up HU 300 hat der Stinker voll genommen!!!




    Die
    Landung gestaltete sich ohne Kescher als nicht ganz
    unkompliziert.....etliche male drehte der Bursche im Nahkampf den
    Gashahn bedrohlich auf.



    Mit Wasserdusche inklusive.





    Meine
    Freundin hatte das Glück nach mehreren Tagen erfolglosem rumgezupfe
    innerhalb von 15 min. 2 schöne Wildkarpfen zu landen, da konnte sie
    wieder Grinsen.
    Leider stellte sie in den ersten erfolglosen Tagen
    fest, das Ihr Fischen dann doch zu mühsam wäre, der viele Wind und die
    dadurch entstehenden Bissverwertungs Turbulenzen vermiesten ihr einfach
    die Tour bei den Zandern!



    Einen Ebro Wurm konnte Sie dann doch mit süßem Lächeln präsentieren, petri Heil Pepperöhje



    Wir
    hatten auf jeden Fall einen schönen 2. Aufenthalt am Lake Caspe, die
    lange Anfahrt und der Wind waren die einzig Nennenswerten Störungen.
    Regen hatten wir nie. Wir haben ein paar Zander und einen Barsch entnommen und köstlich zubereitet.
    Der Rest ging schnellstens zurück.





    Ich
    werde auf jeden Fall ein 3. und dann vermutlich letztes Mal an den Ebro
    fahren, nach Möglichkeit mit meinem Bruder, der im Moment die
    Fischerprüfung macht, um wieder mit mir an vergangene Schwarzfischer
    Zeiten anzuknüpfen  





    Schlachtorgien mussten wir auch dieses Jahr beobachten, aber das brauch ich nicht mehr näher ausführen  
    Ich
    werde in Kürze noch ein paar Bilder mit den Karpfen meiner Freundin
    nachposten, die sind auf Ihrem Handy und das habe ich gerade nicht zur
    Hand.
    Hoffe die Eindrücke habe euch gefallen.


    Tight Lines, Sebastian

    Ja, Maifliegen gibt es...letztes Jahr waren es sehr viele....bin aber nicht mir der Fliege losgezogen :S 
    Wenn es dieses Jahr ähnlich aussieht werde ichs mal versuchen, mir ist jedoch noch nichts bekannt dass hier jemand eine große Seefo auf Maifliegen Imitat gefangen hätte....aber wer weiß....möglich wäre es ja definitiv. Bestimmt könnte da auch mal ne schöne Renke hergehen 8o 
    Der Versuch wird schlau machen.

    Servus Kameraden,
    da ich heute so freundlich und prompt aufgenommen worden bin, will ich mich gleich mal erkenntlich zeigen und meinen Beitrag zum Thema Hintersee abliefern!
    Direkt in im Anschluss an eine Europa Rundreise, packte mich und meine Dame erneut die "Hauen wir ab"
    Mentalität.


    Also überlegten und recherchierten wir eine Weile und mir kam die Idee
    einen Ort zu besuchen den ich aus Kindertagen in guter Erinnerung hatte.


    Den Hintersee im erwähnten Berchtesgadener Land, sicherlich eine der
    Reizvollsten Gegenden in Europa...Berge saubere, unverbaute Bäche,
    Bergseen...fette Forellen, Saiblinge....los gings also.


    Da an diesem
    See relativ strenge Regeln auf einen Spinnfischer warten war die Tackle
    Auswählerei gar nicht so schwierig und es kamen auch mal ein paar
    "Oldschool Baits mit, wie z.B. Mepps Spinner, Profi Blinker löffel,
    Turrus Ukko Wobbler und so typischer Forellenstuff eben, aber Newschool
    Material durfte mit...so kamen ein Paar Megabass mit nur einem Drilling
    ohne Wiederhaken mit ebenso Gummis ala Hell Gie und kleine Twister mit
    ins Gepäck noch zwei Chubbys und nen Squirell umgerüstet und ich war
    bereit.


    Hatte noch nen Speziellen Schnur Test angesetzt, auf meiner
    1000er Twin Power hab ich ne Fluoro Carbon line aufgespult und zwar die
    Spinning Fluoro von Famell.....und der Test war auf jeden Fall
    nichtnegativ, das Material machte sich besser als erwartet!


    Der See
    liegt ca. 90km von unserer Homebase entfernt und war bei bestem Wetter
    schnell erreicht. Wir checkten in nem Ur Gemütlichen
    Alpen-Micro-Campingplatz ein, bauten unsere Mobile Bude auf und kochten
    uns erst mal was zu essen.


    Im Anschluss an die Mahlzeit fuhren wir
    zum nahegelegenen Hintersee und ich organisierte die Karte für 2 Tage,
    nicht ganz Billig...aber ist schon ne Perle der See.


    Ich hielt dann
    noch nen angergegten Schwatz mim Bootsvermieter der zur Folge hatte dass
    wir Spottbillig an Boote kamen, wunderbar, es war also alles für den
    morgigen Triumph vorbereitet. Unser Ziel war es früh rauszukommen, meine
    Freundin hielt mich aber mit fiesen Tricks im Bett und so wurde mein
    Rendevouz mit den fetten Saiblingen hinten angestellt.


    So gegen 8
    trudelten wir bei den Booten ein, ein herrlicher Sonnentag stand bevor
    und die Stimmung war bestens. Zu meiner Begeisterung sah man überall
    schöne Regenbogner, Bachforellen & Saiblinge sowie Seesaiblinge.



    Das Wasser ist Kristallklar und hat eine Sichttiefe von mindestens 5
    Metern. Mit ein Paar kräftigen Ruderschlägen beförderte ich unsere
    Nussschale auf den See, man konnte die Kanten an denen die Salmoniden
    abhangen bestens erkennen und so schnappte sich beim 2. Wurf eine gute
    30er Bafo den entschärften Megabass Trickdarter im Rainbow Design...der
    Drill war heiss aber ich blieb Siegreich, ab in den Feumer und da wir
    mal wieder Hunger hatten gabs ne Kopfnuss.


    Die Zeit verflog förmlich
    ich konnte alle paar Minuten Bisse verzeichnen und Fische landen, auch ein
    paar Untermaßige stiegen ein!


    Auch mein Mitgebrachter Weidenkorb wurde
    um einen neuen Insassen bereichert ein Seesaibling im besten Alter bließ
    sich ein Spezial Gespann rein...Spin Jig von Profi Blinker und
    irgendeinen uralten Schwarzen klein Twister als Trailer.


    Am frühen
    Nachmittag war uns dann der Sinn nach Nahrungsaufnahme und wir brachen
    ab. Also fuhren wir nach Bootsrückgabe zu unserem Camping Kleinod,
    bauten uns auf und ich schwang wieder den Kochlöffel.


    Es wurden
    erstmal meine Mitbringsel filettiert und ich beschloss die Karkassen zu
    sammeln(obligatorische Fischbrühe) und lies die Forellen mit Haut und
    schmurgelte sie in zünftiger Butter, dazu ein Paar Petersilien
    Kartoffeln und erlesene Kräuter und ab dafür, diese Fische waren der
    Reinste Gaumenschmaus, danke dafür.


    Ich Überzeugte meine Freundin in
    einer Bettdiskussion davon dass es ein "edles Unterfangen" sei um halb
    fünf bei den Booten zu sein, die gute Haut spielte diesmal sogar mit.


    Also gings früh aus den Federn, der Tag begrüsste uns in seiner ganzen Pracht....(seht ihr ja an den Bildern).


    Die
    verdammte Klausel mit dem Wiederhaken Verbot machte mich an diesem Tag
    Wahnsinnig...etliche schöne Fische gingen mir durch die Lappen darunter 4
    Top Bachforellen und eine davon gut über 40ig cm...Schade!


    Wir bekamen
    an diesem Tag besuch von Einheimischen Anglern die alle mit Hegene und
    wie wir rausfanden mit Madenbestückter einen Seesaibling nach dem
    anderen fingen, naja...ich fing auch Fische und zwar einen echt
    wunderschönen Bachsaibling, er ging mir voll auf einen Jackall diving
    Chubby den ich direkt über eine Bemooste Kante hoch crankte. Das blieb
    der einzige Fisch den wir an diesem Tag entnahmen.


    Die restlichen
    Forellen entkamen oder wurden releast. Etwas gestresst war ich von der
    Tatsache dass die zum Teil Kapitalen Regenbogenforellen kaum Interesse
    an all meinen Ködern hatten, stattdessen schienen sich die an
    irgendwelchen Fliegen zu laaben, beim nächsten Mal dann.
    An diesem
    Tag fischten wir bis ca. 13 Uhr dann gaben wir auf und chillten am
    Campingplatz verspeisten unseren Saibling, diesmal mit Pasta und
    Kirschtomaten....einer feurigen Sugo und ein bisschen Cheese....äusserst
    Empfehlenswert.


    So, das wars dann wieder, danke fürs lesen. :D


    Hier noch die dazugehörigen Impressionen:

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    Also werd ich mal den Thread wieder beleben!


    Da ich schon beim Fischereiobmann Herr Lex von der Fraueninsel mitgearbeitet hab, mein Chef Insulaner auf der Fraueninsel ist und dessen Sohn ein Homie von mir ist (ebenfalls Angler) kann ich doch ein paar Takte zu diesem Thema beisteuern.
    Es stimmt auf jeden Fall dass die Berufsfischer am Chiemsee keinerlei kommerzielles Interesse an den Seeforellen haben. Aber auch der Aspekt der Angelfischerei bewegt die Berufsfischer die Bestände so gut wie es geht auszubauen.
    Den Berufsfischern ist der Erhalt dieser Heimischen Fischart sehr wichtig, der Besatz ist auch gar nicht so schlecht wie oft behauptet wird.
    Leider sind halt die Finanziellen Mittel dafür auch begrenzt, die Renken Zucht wird am Chiemsee z.B. relativ aufwendig betrieben und auch die Aale kosten unmengen von Geld.


    Der Bestand an maßigen Seeforellen ist meines Kenntnisstands nicht schlecht, nur ist eine große Seeforelle nicht gerade einfach zu fangen, schon gar nicht wenn der ganze See voll mit kleinen Renken, Schratzen und riesigen Schwärmen von Lauben ist. Da die Seefos auch noch hochfrequent durch den See pflügen, muss man erst einmal den Weg von so einer Majestät kreuzen.


    Desweiteren ist mir von den Inselboys bekannt dass die Seefos sehr schwer auf Kunstköder zu erbeuten sind. Die meisten von den Einheimischen fangen die Seefos mit kleinen toten Lauben an leichten Posenmontagen, übrigens eigentlich die Pauschal-Methode für fast alle Raubfische am Chiemsee, mit Ausnahme des Hechts.


    Die Wassertemperatur spielt aber im Bezug auf den Fangerfolg wohl die größte Rolle, so gibt es Jahre da fangen die Inselboys mit relativ primitiven Methoden eine Seefo nach der anderen....das sind aber immer bloß kurze Phasen in denen dann oft mehrere am Tag gehen. Ideal sollen Temperaturen von 14-17 Grad sein, darüber geht gar nichts mehr auf die gewohnten Methoden. Vielleicht würde im Frühjahr auch noch was gehen, dank der Schonzeit werden es Spekulationen bleiben :thumbdown: 
    Oftmals ist bei konstantem Wetter auch gleich ein paar Tage hintereinander die Hölle los. Voraussetzung scheint nur zu sein dass sich um die Fraueninsel große Mengen von Lauben befinden......dann raubt dort alles. Ich habe selber schon große Seeforellen beim Schratzen fischen von den Stegen beobachten können, leider wurden die präsentierten Kunstköder aber verschmäht, ich konnte maximal Nachläufer verbuchen.


    Es gibt aber schon Ausnahmen, so hat der Bürgermeister der Fraueninsel (Gelegenheitsfischer) auf einen rostigen Effzett Blinker eine Forelle mit fast nem Meter gefangen.....Binder heisst der Mann.


    Vielleicht geht im Sommer auch was mit dem Downrigger, mir sind solche Methoden aber zu grob....auch mit den toten Lauben will ich nichts zu tun haben.
    Ich werds weiter beharrlich mit Kukö versuchen, irgendwann geht auch bei mir eine ausm Chiemsee dran.
    Denn ich hatte das vergnügen bisher nur in Österreichischen Alpenseen.


    Die Seeforellen im Chiemsee die ich bisher von den Inselboys gesehen hab waren alle überdimensional fett....eine gute 50er ist meist schon wie ein Mastschwein.


    Ein guter Platz scheint auch noch in Mühln zu sein, sort sammeln sich im Herbst viele Lauben, dort hatte ich ebenfalls das Rare Glück eine Seefo aus nächster Nähe beim rauben beobachten zu können, den von mir angebotenen Yo-zuri/Duel Twitchbait (der einer Laube zum verwechseln ähnelt) verfolgte sie kurz lustlos, um sich sofort wieder in den Laubenschwarm zu stürtzen.


    Vor Gstadt werden auch immer wieder welche gefangen...ansonsten sind mir noch der Eingangsbereich der Schafwaschener Bucht als HotSpot bekannt.
    Ich denke dass auch der Bereich der Prien Mündung ganz gut ist, leider darf man dort nicht Spinnfischen.
    Vielleicht sollte ich mal ne Ausnahme machen und eine Laube an der Pose in der Strömung tanzen lassen :P


    Auf jeden Fall hoffe ich dass was geht mit den Silberlingen.