Beiträge von Schratz

    Der Hintersee liegt einfach malerisch eingebettet in einer touristisch hoch potenten Gegend, da lohnt es sich die Gastangler entsprechend zur Kasse zu bitten.

    Es gibt landschaftlich wenig Konkurrenz, die Gewässer sind malerisch und meist naturbelassen, das sind die Argumente für, aber es gibt auch genügend Gründe die dagegen sprechen.

    Ich fahre seit meiner Kindheit mindestens 2 mal im Jahr an den Hintersee, allerdings werde ich dies nur noch hin und wieder tun, da mir die Besatz Politik vor Ort sehr aufstößt.


    Da werden deformierte Bachforellen aus unethischer Zucht besetzt und dann solche Wucher Preise verlangt, dass einem die Haare zu Berge stehen.

    Würde an solch prädestinierten Gewässern mit mehr Sachverstand und naturnaher Auslegung besetzt werden, dann würde das den Preis rechtfertigen. Da dem aber nicht so ist und ich die letzten Jahre nur verkümmerte, deformierte und sehr unschöne Forellen fing, fehlt mir der Zusammenhang.....man will ein Top Gewässer vermarkten zu entsprechenden Preisen, aber es werden Put & Take Anwandlungen praktiziert.

    Das verstehe ich nicht so ganz, zumal an den Fließgewässern vom Verein offensichtlich anders besetzt und organisiert wird.

    Ich bin echt ein Fan von den Berchtesgadener Gewässern und ich habe dort schon viele schöne Stunden zugebracht und auch schöne Wildfische fangen können, aber diesen Besatz mit armen Zuchtforellen die dann im Bergsee im Pulk im Kreis schwimmen und auf alles beissen was sich bewegt vermiest einem die Sache schon irgendwie.


    Mir ist klar dass die meisten Einheimischen eh wegen der Saiblinge mit der Hegene zupfen und diesbezüglich ist der See auch ein Gedicht, aber die Geschichte mit den Forellen passt einfach gar nicht in dieses Idyll und zu diesem Gewässer.

    Die Fließgewässer werde ich aber weiterhin regelmäßig befischen, die Fische dort sind stark und gesund, wunderschön und sehr schmackhaft, was man von den Verwandten im See nicht behaupten kann.

    Habe auch immer positive Erfahrungen mit den Locals gemacht, Kontakt, Kontrollen usw. waren immer entspannt und es ist noch nie ein Problem, oder dergleichen aufgetreten. Dies war in der Vergangenheit hier ja auch immer wieder ein Thema.

    An und für sich ist das relativ einfach mit den diversen Bremsen. Es gibt die Mechanische Bremse ( stellt den Anlaufwiderstand ein) und die Zentrifugal, bzw. Magnetbremse, diese reguliert wie lange sich die Spule dreht.

    Für die Vertikalangelei sind diese Bremsen nahezu egal, nur die Mechanische Bremse muss so eingestellt werden, dass beim ablassen des Köders kein Überdrehen der Rolle stattfindet.

    Beim Werfen wird es schon "komplizierter", da müssen beide Bremsen jeweils auf den verwendeten Köder und die Fähigkeiten des Anglers eingestellt werden.

    Das ist aber bei jedem Modell und bei jedem Hersteller etwas anders, zumal es auch unterschiedliche Systeme gibt.

    Am unkompliziertesten sind die DC Modelle von Shimano zu handeln, dort regelt selbsterzeugte Energie ein Bremssystem das den Angler dynamisch beim werfen unterstützt.

    Aber auch die neue T-Wing Modelle von Daiwa sind deutlich entspannter zu werfen, als Modelle der älteren Baureihen. Es gibt aber reine Vertikal Multis.


    Jedenfalls sollte man bei einer Multirolle definitv keine Kompromisse machen, lieber bei der Rute sparen.

    Welche Modelle in Frage kommen, hängt vom hauptsächlichen Einsatzgebiet ab, es gibt für alle Angelarten passende Multis.


    Für deinen Zweck würde sich diese anbieten: https://www.angel-domaene.de/s…corpion-71-xg--27721.html

    Oder eine "Klasse" drunter: https://boddenangler.de/Shiman…1_4QRoEAYYAiABEgJFZvD_BwE


    Aber es eignen sich noch viele andere Modelle, allerdings ist Preis/Leistung bei den beiden verlinkten Modellen schon sehr gut ;-)


    Bei etwaigen Fragen kannst du dich gerne melden!

    Am Chiemsee werden 40cm + Schlappen geschleppt, das sind die Klassiker für Hecht und teilweise ziehen sich auch die Großzander solche Happen rein.

    Wenn ich werfend mit der Multirolle Swimbaits fische, dann meistens Köder um die 20cm und 100gramm, das geht noch gut und man fängt damit gelegentlich nicht schlecht, allerdings fange ich damit auch viele kleine Hechte.


    Von daher fische ich in der Regel der Jahreszeit und dem Standpunkten der Raubfische entsprechende Köder. Fangen tun die Swimbaits definitiv, aber halt nicht immer und nicht überall.

    Am besten laufen geleierte Swimbaits in Gewässern wo unvorsichtige Regenbogenforellen besetzt werden, diese sind verrückt genug, monoton im Freiwasser umher zu schwimmen, ein gefundenes Fressen für alle Räuber.

    Zum Beispiel am Inn, am Sylvenstein und vergleichbaren Gewässern, mit Zuchtböcken die fangfähig besetzt werden.

    Ich würde mir vorher, via Google Earth, die geplanten Küstenbereiche genau ansehen und auch mit der Navionics App, nach tiefen Kanten in Ufernähe suchen.

    Anhand dieser beiden Tools habe ich alle Reisen ans Meer geplant und ich war immer erfolgreich. Die Fischerei solltest du nur an vorab als geeignet markierten Plätzen betreiben. Um Zeit zu sparen und Schneider Tage zu vermeiden. Die Tiden Zeiten sind auch sehr wichtig und können in der Regel online gecheckt werden. Eine Vollmond Phase ist am aussichtsreichsten bei der Shore-Jiggerei, da dann mehr Fisch die Uferbereiche aufsucht.



    Dann würde ich mir eine mehrteilige Reiserute mit ca. 3m Länge und 20-70gramm Wurfgewicht und 4000er Rolle besorgen und Blei Jigs in Gewichten zwischen 20-55 gramm anschaffen, damit hast du 100% ig Erfolg.

    Weite Würfe sind damit kein Problem und du kannst die komplette Wassersäule absuchen.

    Es gibt bei Youtube genügen Videos zum Thema Shore-Jigging, dort kannst du bezüglich der Führung usw. kucken.

    Bin mir ziemlich sicher, dass du, bei entsprechender Planung erfolgreich sein wirst.

    Gutes gelingen.

    Ich hab schon Versuche mit dieser Technik an unseren Gewässern unternommen-mit Erfolg. Allerdings noch keine maßige Forelle dabei gewesen, aber mit knapp über 50ig war die größte Seefo schon vorzeigbar.

    Saiblinge haben wir dabei auch gefangen, allerdings waren einige davon von außen gehakt und teilweise auch schwerer verletzt.

    Die paar Forellen die wir bei dem Experiment fingen, hingen aber sauber und konnten problemlos zurückgesetzt werden.


    Auf Saibling haben wir Slow Jigs verwendet und auf die Forellen eher längliche Modelle, die Haken haben wir auf einen feinen Einzelhaken reduziert.

    Es hagelte immer wieder Fehlbisse, vermutlich von den Saiblingen.

    Barsche konnten wir so auch gut fangen, vom Ufer und vom Boot, aber keine wirklich großen Exemplare.


    Speziell im Hochsommer wenn tief gefischt werden soll, kann man wunderbar die ganze Wassersäule absuchen.

    Ich werde es kommende Saison wieder austesten, vielleicht beisst ja mal eine maßige Seefo :-)

    Ich finde Bernds Buch, in dem Rahmen den ein Buch in dem Format bietet, durchaus gelungen!

    Es ist klar, dass bei dieser Vielzahl an Gewässern, nur in Stichpunkten auf die jeweilige Fischerei vor Ort eingegangen werden kann.

    Es würde einfach den Rahmen sprengen, sich in Details zu verlieren.

    Dann kann man für jeden See ein Buch veröffentlichen. Und selbst dann, hat man nur einen Bruchteil der Möglichkeiten an Fische zu kommen niedergeschrieben.

    Bei dieser Menge an Systemen, Montagen und Angelarten für unterschiedlichste Zielfische in verschiedenen Jahreszeiten....da brummt mir nur schon beim darüber sinnieren der Schädel :biggrin:


    So muss man die Sache halt auch noch betrachten.

    Toll deinen Werdegang hier mitverfolgen zu können, das ist wirklich erfrischend :up:

    Glückwunsch zu deinen Erfolgen.


    Eine 40er sollte schon machbar sein, Forellen in der Größe sind noch keine Professoren. Drück dir die Daumen :!:

    Schöne Zeilen, die von deiner Liebe zu dem Land geprägt sind. Man erfühlt förmlich, wie sehr du Reisen dorthin genießt.

    Auch ich habe sehr positive Erfahrungen in Irland gesammelt und mitunter die schönste Salzwasser Fischerei erlebt.

    Die Menschen sind mir in bester Erinnerung, ebenso die Landschaft.

    Ich habe die Pfunde aus dem letzten Irland Urlaub immer noch auf den Rippen :D, das kann schon mal passieren.

    Dieses Jahr habe ich Wales besucht, auch ein sehr schöner Flecken Erde!


    Liebe Grüße, Sebastian

    Kann zwar zu dem Renken-Thema am Walchi nichts beitragen, aber bzgl. der Tatsache, dass sich die richtig großen Renken im Flachen aufhalten.

    Ich hatte vor vielen Jahren ein Praktikum beim Chiemsee Fischer Lex absolviert und der hat mir gesagt, dass die wirklich dicken Dinger in der Regel sich den gesamten Sommer über in äußerst flachen Bereichen, von 1-4m aufhalten. Aus diesem Grund, fangen die Berufsfischer mit ihren Netzen auch meistens kleinere und mittlere Exemplare. War auf jeden Fall sehr interessant, da man immer munkelt, am Chiemsee wäre der Durchschnitt der Renken Größe sehr niedrig, es wird aber häufig nur an der Autobahn gefischt, während die Älteren lieber auf der Landstraße bummeln :D


    Könnte ja direkt sein, dass das am Walchi ähnlich ist. Man müsste mal im Flachen einen Versuch mit der Fliegenrute und Nymphe machen, könnte mir vorstellen dass das funktionieren sollte.

    Vor kurzem hat mir ein Vereinskollege vom Rosenheimer Verein, noch auf dem Handy gezeigt, dass er an einem kleinen verwachsenen Baggersee einen 103cm Hecht gefangen hat, an dem Tag habe ich ihn aber mit einem 95er Exemplar getroffen. Beide Hechte wurden nach Gesetz legitim getötet. Hier stellt sich nur die Frage was wäre, wenn noch 5 andere Kameraden ähnlich Ergebnisse in diesem Jahr einfahren? Ganz klar, noch mehrere solcher Aktionen und der Hecht Nachwuchs für 2019 kommt aus dem Reagenzglas und einen großen Hecht wird man dort nicht so mehr so schnell fangen.


    Es sind aber nach Karte 2 Hechte pro Tag, gemäß dem Regelwerk, entnehmbar. Eine völlig irrsinnige Menge für einen kleinen Baggersee!

    Von daher müssten meiner Meinung nach, die Entnahmereglungen ganz individuell an Gewässer, und Fischarten orientiert, gestaltet werden.

    Und kombiniert mit Zwischenmaßen und einer darauf bezogenen Erneuerung, des C&R Themas. Damit würden wohl alle "Beteiligten" besser fahren.

    Prinzipiell sollte der "vernünftige Grund" schon gegeben sein, wenn Angelrute und Rolle zur Hand genommen werden und die Köder fliegen.

    Bei dem jungen Mann aus dem Video ist klar ersichtlich, dass es sich um einen "Szene Fischer" handelt, diese Kategorie geht halt einfach Fischen um die Fische zu überlisten, zu drillen und dann als Erinnerung, oder zum profilieren ein Video/Foto zu machen. Das Interesse einen gefangenen Fisch zu verwerten liegt hier meist nicht vor.

    Das halte ich für ethisch bedenklich und sollte meiner Meinung nach nicht praktiziert werden, allerhöchstens bei der Fliegenfischerei in Ausnahmesituationen und ohne Widerhaken.


    Zumindest verwendet er Einzelhaken 8o

    Ich persönlich release auch Fische, aber aus gutem Grund und nur dann wenn ich 100% überzeugt bin, dass der Fisch überlebensfähig ist und wenn ich keine Verwendung für die Küche habe! Diese Fische kommen in der Regel nicht vor die Kamera, meist nicht einmal aus dem Wasser.

    Man kann auch schöne Bilder von waidgerecht getöteten Fischen als Erinnerung machen, das ist für mich kein Thema.

    Aber auch bezugnehmend auf die neuesten Erkenntnisse was mit Fischen bei Luft Exposition passiert, sollte ein Fisch nicht unnötig an Land "aufbewahrt" werden.


    Allerdings, und das finde ich in diesem Fall äußerst gewichtig, der Junge ist Minderjährig und was für die Jungs im Internet, aber auch in den Fachzeitschriften, als Vorbild fungiert, ist mehr als fragwürdig.

    Da gibt es Videos von Fisch & Fang und Co., das stellt es einem die Nackenhaare auf. Catch and Release wird dort auch oft glorifiziert ohne sich über Folgen und "Nebenwirkungen" Gedanken zu machen.

    Die Kids ziehen sich das alles im Netz rein und ahmen natürlich auch nach, ist ja klar.


    Das sollte man einfach mit einkalkulieren. Der Bursche braucht einfach nen kleinen Ruck in die rechte Richtung, dann passt das, denn fischen kann er ;)


    Bei den Videos vom Udo finde ich, gibt es nichts zu meckern oder sich zu echauffieren. Udo entnimmt ja auch seine Fische und führt sie der Küche zu-wenn diese Absicht gegeben ist- dann ist doch alles in Ordnung. Man muss ja auch nicht blind vor den realen Tatsachen jeden Fisch knüppeln, um ein "korrekter" Angler zu sein?!

    Es muss ein stimmiges Gesamtkonzept sein und das denke ich, sollte beim Udo nicht in Frage gestellt werden.


    Ich persönlich finde die Videos sehr informativ und es kommt auch nicht so rüber, als wolle Udo prahlen, oder sich über andere erheben.

    Es ist nun einmal so, dass der Walchensee nicht einfach zu befischen ist, und wenn sich einer die Mühe macht und Kameraden auf die Sprünge hilft, da können dann eigentlich nur die Fische meckern :D


    PS: Ich finde aber, dass die Entnahmeregelungen in den deutschsprachigen Ländern einfach zu lasch sind. Es sollten einfach strengere Limits eingeführt werden und evtl. Zwischenmaße, dann würden die Bestände auch einen Aufschwung erfahren und sich die Alterspyramide sinnvoll gestalten. Dann kann man halt einfach keinen Sack Saiblinge mitnehmen sondern nur 3 Stk. pro Tag, zum Beispiel.


    Aber zu dem Thema hat wohl jeder seine individuelle Meinung, so ist es halt nun mal.

    Sorry Männer, der Satz war etwas aus dem Zusammenhang gerissen :S

    Ich meinte das bezüglich den "leisen Sohlen"- ich nutze den Driftsack um leise an die Beute ranzukommen. Mit dem Kajak ist man halt von Haus aus leiser.

    Das mit der Freundin und dem Pipi blabla, war nur darauf bezogen, dass man unter solchen Umständen und mit den vor Ort erhältlichen Booten eben nicht leise an das Ziel kommt.

    Der Satz hätte einfach einen Absatz höher stehen sollen, ist korrigiert! Ihr nehmt es ja wirklich sehr genau ;)

    Kann mich Bernd nur anschließen, bist ein ziemlicher Fuchs ;) ! Faszinierend finde ich, wie affin du mit der ganzen Technik bist, das ist an so einem Gewässer einfach unentbehrlich.

    Leider fehlt mir einfach noch das nötige Kleingeld, um mit solch einem "Schlachtschiff" in See zu stechen. Speziell auch der Aspekt "auf leisen Sohlen" unterwegs zu sein, hat es mir massiv angetan.

    Mir war immer bewusst wie empfindlich Fische auf Schall reagieren, das habe ich schon in Kindertagen herausgefunden, aber mit einem Dampfer von der Helene und dem dazugehörigen Anker, ist es nicht realisierbar sich "anzupirschen" . Wenn man dann noch seine Freundin an Bord hat, die Pipi muss und Hunger hat, dann hat man einfach andere "Probleme" :D

    Ich löse das mehr schlecht als recht mit Wind und Driftsack, auch das funktioniert, aber es ist halt die Trabby Variante während hingegen dein Kajak der Mercedes Maybach in dieser Hinsicht ist :S


    Ich werde hart daran arbeiten um mir eines Tages dieses Privileg Kajak gönnen zu können. Schön dass du dich so in die Dinge hineindenkst und auch andere großzügig daran teilhaben lässt, das inspiriert mich sehr. Deine Videos haben mir schon manch schöne und aufschlussreiche, auch bestätigende Minute beschert!

    Danke dafür und Petri Heil nebst Lieben Grüßen :up:

    Herzlichen Dank für die netten Worte, meine Freundin war die erfolgreiche Fotografin. Sie ist selber Anglerin und wir haben uns bei den Erinnerungsfotos mittlerweile gut eingespielt.

    Ich hab ihr deinen netten Beitrag gezeigt und sie hat sich sehr gefreut:!: :prost: