Beiträge von Der Zuagroaste

    Ehrlich gesagt kurbelt man leider doch ständig hoch und runter. Ich hab das Downriggerfischen nach 2 Monaten am Tegernsee wieder eingestellt. 90% der Saiblinge sind untermaßig, ständig Wind, nur Rudern erlaubt, am liebsten alleine Unterwegs, bessere Saiblinge häufig grundnah, die fängige Tiefe ändert sich häufig über den Tag, immer wieder Dreck am Köder, Fehlauslösungen aus dem Clip ...


    Du gibst wirklich nach einer erfolglosen Saison auf Seeforelle schon auf?

    Mal überlegen, was brauche ich persönlich wirklich?


    Ruten:


    -6er Fliegenrute mit Schwimm und Sinkschnur

    -10er Fliegenrute mit Sinkschnur zum Huchenfischen

    -Spinnrute Seeforelle/Meerforelle/Forelle 20-40g 3,00m mit 4000er Rolle und 2 Spulen

    -2 Schleppruten für schwere Vorbleie mit Spitzenaktion

    -Zupfrute mit Laufrolle

    -Schwimmerrute Hegenefischen vom Boot


    Gedöns:


    -großer Bootskescher

    -Echolot

    -Vakuumier Maschine

    -Bindestock +Zubehör

    -Bindematerial


    Luxus:


    -Boot und Liegeplatz

    -Vereinszugehörigkeit und Jahreskarten Fließgewässer.

    -Eigenes Zimmer zum Fliegenbinden

    -Keller mit vollständiger Verfügungsgewalt

    Ich hab inzwischen die notwendige Routine zur Handlandung bei Salmoniden, auch den großen Roten. Ich würde die empfehlen bei gekescherten ausgedrillten Fischen zu üben. Gaff und Greifer zu hause lassen und beim Huchenfischen auch den Kecher. Wenn der Fisch entnommen werden soll mit Schwung auf die Kiesbank ziehen, der landet sich durch das schlagen im Flachwasser dann selber. Der sicherste Kiemengriff ist mit der rechten Hand über den kopf unter dem rechten Kiemendeckel mit dem Zeigefinger vorne. Der schnellste Kiemengriff ist mit der rechten Hand von unten unter den linken Kiemendeckel mit kleinem Finger vorne. Dann ist der Griff allerdings nicht ganz so sicher und die Handhabung beim rausheben ist unangenehm verdreht. Bei Forellen bis 70cm mach ich den Nackengriff oder auch das stranden.

    So war es bei mir auch, merkwürdigerweise war nach dem Fang eines größeren Huchens bei mir die Luft raus. Ich gehe immer noch ab und zu los und werde vielleicht auch nochmal einen Großen fangen, aber ich hab nicht mehr den Wahnsinn in den Augen. Bei den Seeforellen ist es anders, der Zauber hat seit Jahren nicht nachgelassen.

    Mal ehrlich, bei der Regelung geht es doch darum, dass möglichst gar nicht erst viele Forellen gefangen werden. Ich kenn kein Gewässer wo so andauernd und vorsätzlich gegen eine so hohe Zahl an Bestimmungen von den Anglern verstoßen wird. Echolot beim Fischen, ufernahes Schleppen mit Elektromotor, wildeste Systeme mit einer Vielzahl an Schleppködern an der Schnur, 2x5er Hegenen gleichzeitig, Eimer voll statt 4 Fische/Tag, Fischen in Schongebieten und von Stegen.... Das ist doch Volkssport am Starnberger, da ist die Umgehung der 10cm Regelung doch noch die geringste Übung.

    Freut mich auf jeden Fall, dass mal wieder ein paar altgediente Lust am Austausch hier gefunden haben. Ich hätte Lust Anfang April mal wieder auf Saiblinge zu schleppen. Habe ich aus Blödsinn vor 3 Jahren mal gemacht und prompt welche gefangen, sogar über 30cm. Eine Jahreskarte hab ich aber noch nie gehabt und werde ich wohl auch heuer nicht holen.

    Auf jeden Fall scheinen Rutten den Vollmond nicht zu mögen, gestern war der letzte Tag und es gab nur Fehlbisse und 3 Forellen. Ich hab mal probiert Köderfische per Lippköderung am 2/0er Einzelhaken anzubieten. Gab viele Fehlbisse aber von der 3 Forellen waren 2 knapp gehakt und nur eine hatte geschluckt.


    Zu der Huchenfrage, aus meiner Sicht ist die Chance bei Nacht sogar deutlich größer als am Tag oder in der Dämmerung. Oberflächennahes und schnelles durchkurbeln lässt einen regelmäßig überraschend an etwas hängenbleiben. Bei uns auch verboten, aber beim nächtlichen Ruttenfischen gibt es regelmäßig heftige "Überraschungen".

    Schwierig, ich dachte mal ich hätte die Lösung gefunden mit 2 Tauwürmern auf einem 2/0er Einzelhaken. Dieses Jahr dann aber wieder Abende mit 5 Rutten auf Köderfisch ohne Forellenbeifang um dann eine Woche Später mit Köderfisch wieder eine Forelle nach der anderen drauf zu haben, einige zu verangeln und keine einzige Rutte zu fangen. Am Anfang der Saison hatten wir mehrfach auf Tauwurm mehr Forellen als Rutten während es die letzten Jahre genau umgekehrt war. Man sollte einen großen Haken nehmen und schnell anschlagen, alles andere ist Glückssache.

    Das hätte auch genauso gut klappen können, die Wahrscheinlichkeit ist beim ersten Wurf nicht geringer als beim 10.000ten. Wenig bewegen und Fächern ist auch nicht verkehrt, man braucht ja auch etwas Rückraum mit der Fliegenrute. Versuch mal ein langes Vorfach mit ca. 4,5 m, da hab ich gute Erfahrungen mit gemacht.


    Ich hab gestern total daneben gelegen, keine einzige Rutte und alle 5 min eine kleine Forelle auf dem Köderfisch. Das hab ich dann zügig abgebrochen.

    Ich denke darauf kann man sich einigen, ich hab es ja bis jetzt auch so gehandhabt. Ein Bild in der Galerie oder im Gewässer-Thread hat mir immer Spaß gemacht wenn es mal mit einer besseren Forelle geklappt hat. Und ganz ehrlich, ein bisschen Geheimnistuerei und Hinhalten ist in der Scene ein sehr weit verbreiteter Spaß(für mich auch:P).

    Ich hab es probiert, ich habe von Fängen maßiger und untermaßiger Seeforellen berichtet und fragen zu Strategie und Technik beantwortet. Es kommt nix zurück, höchstens Nachfragen per P.N wo und wie genau ich gefangen habe. Ich hab Anfänger und Profis auf Nachfrage aus dem Forum mit aufs Boot genommen und sogar mit denen was gefangen. Und nie hat einer von denen auch nur eine Zeile in Zukunft geschrieben.

    Bei Erfahrungsaustausch geht es ja nicht nur um Fänge. Als ich vor einigen Jahren angefangen habe, konnte ich in der ersten Saison nicht mal einen Biss verzeichnen und habe trotzdem extrem viel gelernt durch den direkten Erfahrungsaustausch mit Forumsmitgliedern. Es geht ja auch um die Beobachtungen und die Erfahrungen mit der Technik.


    Wenn man viel am Wasser ist sieht und erlebt man viel. Diese Infos wie z:B steigende Forellen am Abend, Köderfischansammlungen hier, besonders viel Schlupf dort, ein Nachläufer auf Köder X, eine größere Forelle im Flachwasser schwimmen sehen, irgendein System nicht richtig zum laufen gebracht, Änderungen der Wassertemperatur, Tiefe der Freiwasserschwärme, gute Erfahrungen mit irgendeinem neuen Spielzeug, Fänge beobachtet, Berufsfischer beim Netze setzen beobachtet... usw.


    Alles Sachen die zum Erfahrungsaustausch unter Seeforellenverrückten gehören und jeden freuen. Wenn einer mit Fanatismus und Leidenschaft intensiv von seinen Erfahrungen als Seefo-Azubi berichtet und viel draußen ist wird im hier auch garantiert geholfen. Was es nicht gibt ist die komplette Vorab-Beratung für den Fall: "Ich würde auch gerne mal eine wilde Seeforelle fangen und hätte gerne alle Infos vorab für die höchstmögliche Erfolgswahrscheinlichkeit"


    Alle zur Verfügung stehenden Infos aufsaugen, losgehen, leiden, scheitern, wieder losgehen, wieder scheitern, es mit Humor nehmen und wieder losgehen. Irgendwann sagt einem dann einer, Morgen früh ist es bedeckt und windig mit Westwind, da musst du mal zwische 08:15 und 08:30 da oder dort mit Methode X so und so fischen und plötzlich steht man mitten in den raubenden Seefos und fängt vielleicht sogar gleich mehrere. Wenn die Jahre dann ins Land gehen findet man vielleicht selber mal so eine Zeit/Wetter/Spot/Technik Kombination bei der alles gepasst hat und man kann sich revanchieren. Das läuft dann aber über kein Forum der Welt mehr. Man kann der Austausch nur Aufrecht erhalten indem man sehr viel mehr gibt als man bekommt. Das stört den Einsteiger noch weniger, nach 3 Jahren intensiver Studien und den ersten Erfolgen nimmt das Interesse dazu dann deutlich ab. Und wenn einer nach Jahrzehnten intensiver Beschäftigung der Materie sogar einen kleinen Überblick über einige Zusammenhänge erarbeitet hat muss sich ein Fragesteller schon als sehr würdig erweisen. Diese Momente gibt es aber eher an einem Märzmorgen morgens um 7 im Schneeregen nach 3 Schneidertagen beim heißen Tee am Wasser als in einem öffentlichen Forum.


    Kurzgesagt, losgehen!

    So langsam läuft es, gestern nochmal eine kurze Runde nach Feierabend zu zweit und am Ende hatten wir neben 2 kleinen Rutten und einem Barsch 3 gute Rutten mit 45, 53 und 60cm im Sack, keine Forellen. Wurm vs. Köderfisch 3:2, die beiden größeren auf Köderfisch. Sie haben noch nicht abgelaicht bei uns.

    Wir haben uns nochmal einen geselligen Ansitzabend mit 4 Mann an der Isar gegönnt und am Ende hatte jeder auch eine Rutte neben einigen Forellen als Beifang. Eine von denen war mit 56cm nicht ganz schlecht. Auf jeden mal konnte ich meine bisherigen Erfahrungen mal wieder in der Pfeife rauchen. Zwar bissen immer noch mehr Forellen auf Köderfisch im vergleich zum Tauwurm, aber dieses mal gingen 3 von 4 Rutten auf die Köderfische.