Beiträge von Der Zuagroaste

    Könnt euch ja gerne an den Sammelaktionen ehrenamtlich beteiligen, jeden Herbst können durch das Bachforellensterben an der Isar hunderte Tote und sterbende Bachforellen eingesammelt werden. Meistens sind in Bayern sogar noch Sommerferien, also auch was für Kinder. Der Bachforellenbesatz im Einzugsbereich des Bachforellensterbens ist noch sinnloser als Regenbogenbestaz, die reproduzieren sich jedenfalls zu einem sehr kleinen Teil.

    Ich hab letztes Jahr viel auf Namaycush in Nordamerika gefischt, auch in Bergseen vergleichbar mit den Schweizer Gewässern. Dabei hab ich gelernt, dass die langsame grundnahe Präsentation und auffällige Köderfarben selektiv die Laketrouts an die Spinn und Fliegenrute bringen. Topköder war immer der Luhr Jensen Krokodile in 3/4 onz. aber auch weiße Streamer mit orangem Kopf an der Sinkschnur brachten mir tolle Fische. Wenn es um die Küche geht sind Bach-/Regenbogenforellen oder Saiblinge besser, aber das enorme Wachstumspotential der Namaycush mit kapitalen Fischen über 50Pfund macht den Reiz der Fischerei aus.



    Das sind die Dinge, die ich beim Schleppen mit Vorblei auf der Schnur 50m hinterm Boot nie mitbekomme. Wenn ich den Tag als Schneiderfahrt ohne jeden Kontakt abhake sind wahrscheinlich trotzdem Forellen am Köder gewesen.

    Ich spiel schon seit Jahren ,mit dem Gedanken an oberster Stelle der Hegene Einfach einen blanken Haken zu lassen für Mistwurm, Made oder ähnliches. Auch als Nachläufer auf der Zupfrute habe ich schon oft drüber nachgedacht. Hab ich aber noch nie umgesetzt.

    Im zweiten Anlauf hat es gestern mit den ersten Renken geklappt. Auf 17m kam alle Stunde mal ein Fisch vorbei, Schwärme waren nicht auf dem Schirm. Am Ende sind zwei schlanke 30er mit nach Hause gekommen, alles auf Schwimmer. Wenn es richtig gut laufen würde wären die wahrscheinlich auch weitergeschwommen, aber dann sammle ich halt etwas für eingelegte Bratrenken.

    Dafür war ich zu selten oben um das genau sagen zu können. Der pustet etwas merkwürdig um alle Ecken, aber er kommt immer über den Kesselbergkamm und trifft in Urfeld aufs Wasser. Merkwürdigerweise war es im März in der Einsiedelbucht immer sehr ruhig, obwohl die Hauptrichtung da voll hätte reinpfeifen müssen. Am stärksten war er bei mir immer vor der Lawinenüberbauung der Hauptstraße am Westufer. Blöd geschaut hab ich, als beim Schleppen am Nordufer Richtung Westen dann der Wind genau von vorne kam, er fächert sich sehr stark auf mit bis zu 90° unterschiedlichen Richtungen.


    Zusammengefasst kann man sagen:


    Er nervt wie Sau und kommt immer wenn man ihn gerade nicht brauchen kann. Bleibt man an Land, weil man glaubt er kommt garantiert ist Ententeich.

    Das ist schwierig, lokale Thermik Systeme wie der Urfelder Wind sind nicht Teil der Wettervorhersage für eine Region. Ausgeprägte Großwetterlagen mit Südlichen Winden hindern den Urfelder gelegentlich am Entstehen. Ansonsten musst du bei schönem Wetter immer mit starkem Nordwind ab 11:00Uhr rechnen, egal wie die Wettervorhersage ist. Entgehen kannst du dem nur früh morgens oder in den etwas geschützteren Buchten am Ostufer. Im März habe ich es mit mühe und Not noch gerade so aus dem stillen Winkel wieder raus geschafft, nachdem ein Tief mit starkem Südwestwind angerauscht kam. Sowas kann auch immer mal passieren.

    Da teuscht du dich, 10km mit Kajak und Tretantrieb bei 4 km/h sind ein Klacks gegen die gleiche Strecke im Ringmeier Ruderboot. Selbst die Variante mit Doppelpaddel ist viel einfacher zu bewegen als ein Ruderboot

    Ich kann sogar beides, hab diesen März Schleppköder Nummer drei in ein und dasselbe Hindernis (Alter Baum in 18m Wassertiefe) gehängt, obwohl es mir vom Echolot sehr wohl bekannt ist.

    Immerhin hast du beide Seiten erlebt, es wird nun mal der Großteil der Seeforellen durch Zufall von Anfängern gefangen. Meiner Beobachtung nach komischerweise besonders die ganz Kapitalen. Man müht sich ab und dann trifft man wieder einen, der gerade seinen Schwimmer reinkurbeln wollte als ihm dieser komische große Fisch draufgeknallt ist. Ob man ihm sagen könnte was denn das für eine Forelle sei?

    Tja, Pech. Entweder gar keine Diskussion oder reichlich Abschweifungen, damit musst du leben. Hab übrigens irgendwie deine Handynummer beim letzten Handywechsel vercheckt, wenn du die nochmal per PN hättest bitte?

    Ich würde mich da in der jährlichen Gesamtentnahme beschränken und ansonsten nur nach Qualität für die Küche entscheiden. Fische in vollem Laichkleid oder sehr schlanke, abgelaichte oder andersartig ausgezehrte Fische schwimmen lassen und nur Fische in guter Kondition entnehmen. Suchst die halt 10 schöne Küchenfische raus und lässt den Rest schwimmen oder das Gewässer in Ruhe.