Beiträge von Der Zuagroaste

    Tigerforelle ist bei uns auch mal mit reingerutscht beim Besatz, da hat der Forelleke damals nicht schlecht geschaut als ich auf den letzten Metern beim gemeinsamen Fischen plötzlich mit dem Teil um die Ecke gekommen bin.

    Meistens werden die Zu und Abflüsse unserer großen Seen ja von Vereinen Bewirtschaftet, die auch alles mögliche besetzen. Meistens zur Maifliegenzeit fange ich jedes Jahr im Tegernsee ein paar Braune Forellen mit roten Punkten und zurückgebildeten Flossen von 35-40cm. Das ist dann meiner Meinung nach ein verirrter Besatzfisch aus der Mangfall oder einem der bewirtschafteten kleinen Zuflüsse. Zum Tegernsee muss ich sagen, dass ich schon viele Farbgebung bei Seeforellen gesehen habe, der Großteil hat eher viele kleine Punkte und zwischen 50 und 60cm sind sie meistens extrem hochrückig und kompakt. Mein persönliches Highlight war mal die Farbgebung eines untermaßigen Fisches mit ca. 57 cm, so eine in groß wäre mein Traumfisch.

    Da gebe ich dir Recht, hab auch nicht dran geglaubt und trotzdem sind bei den Bedingungen gerade wieder 2 große rausgekommen. Ich war am gleichen Tag wie du auch spionieren im Zuge einer Fahrradtour mit meiner Frau und kann dir sagen, dass diese Ungeduld wohl allen nicht fischenden Frauen innewohnt. Und ich hab wirklich nur von 4 Brücken geschaut und das auch nur gaaaaanz kurz ...

    Wenn ich zum Fischen will bin ich von Ungeduld getrieben und will einfach nur schnell ans Wasser. Gerne auch mal nur für 2 h oder kurz zur Abenddämmerung oder früh am Morgen. Manch einer, der mit mir Fischen war hat sich schon gewundert wie schnell ich vom Auto weg bin. Mir wäre die Einschränkung und der Zeitverlust keine Ersparnis von 50 Euro wert, dafür bin zu fanatisch. Allerdings lohnt sich für mich an meinen Gewäsern eh immer die Jahreskarte.

    Das Stauwasser vor eine Schwelle/Rausche ist auch stark unterschätzt bei vielen Fischern. Immer wird nur die Rausche selber und der Gumpen danach beharkt. Wen man die Zahl der Fischer, die gefischten Stunden und die Befischungsfrequenz an den bekannten Einstände der Huchen mit den gefangenen Huchen vergleicht komme ich persönlich zu der Erkenntnis, dass der Einstand der schlecht möglichst gewählte Angelplatz ist. Jede flache Rieselstrecke in der man noch nie einen gesehen hat bietet eine statistisch höhere Chance. Das Problem ist nur, dass von den 20 Leuten, die einen bekannten Einstand über 5 Monate jeden Abend befischen irgendwann einer einen großen fängt und damit wieder neue Leute glauben an der ...-Brücke hat ein Huchen gebissen, da gehe ich auch mal hin. Dummerweise muss ich zugeben, dass ich meinen großen auch in so einer prominenten und täglich befischten Standardrausche gefangen habe. Trotzdem meide ich diese Plätze seit dem. Ich hab mich jetzt ein paar Tage mit dem Fliegenbinden beschäftigt und neue Muster gebunden, da steigt gleich wieder die Motivation ans Wasser zu gehen wenn die Streamerbox wieder voll ist.

    In meinem Gewässer hatten die ü60 Seeforellen oft verdaute Gräten von bis zu 20cm Länge im Magen. Gefangen habe ich bis jetzt nur mit Köfis bis 14cm, größere hab ich aber auch fast nie gefischt. Reine Vertrauensfrage, garantiert fressen die ganz großen mehr 20+ Beutefische als 6cm Köfis. Mann muss es dann aber auch durchziehen übers Jahr. Ich bin da mental zu schwach zu, die wunderhübschen Ü50 Seefos haben einen zu großen Reiz auf mich muss ich gestehen.

    Glaub mir, da steckt noch so viel Detailwissen bezüglich des Laufverhalgens drin. Die meisten Leute scheitern schon daran sich die ersten Tage der Saison frei zu halten geschweige denn die passenden Köderfische oder die Systeme zu besorgen. Der Wille 2 Monate der Saison komplett dem großenteils erfolglosen Seeforellenschleppen zu widmen ist nur bei ganz wenigen vorhanden. Da muss man sich keine Sorgen um Geheimwissen machen.

    ja, aber es gehört viel Zeit dazu bis man das für jedes System und jede Art und größe Köderfisch glaubt verstanden zu haben. Da kannst dich Jahre mit beschäftigten und auch manches mal Amok laufen zwischendurch. Leg dich erst mal drauf fest welche Köderfische du realistisch zum Saisonstart zur Verfügung hast. Deren Größe und Form schließt dann schon mal viele Varianten aus.

    Das stimmt schon, den Kanal vernachlässige ich durch meine Vorliebe zum Fliegenfischen total. Aber egal, ich hab meinen kapitalen Huchen schon gefangen. Der nächste soll mit der Fliegenrute kommen, und wenn es 10 Jahre dauert.

    Mitte/Ende April klappt es beim mir manchmal mit hoher Geschwindigkeit und flach laufenden hektischen Kunstködern. Ansonsten Fische ich auch hauptsächlich Naturködersysteme mit maximal 3,2 Km/h, eher Richtung 2 Km/h. So könnte ich zu mindestens die letzten 4 Jahre immer 1 oder 2 knapp über 60 fangen. Hab mit meiner Tegernsee Ausrüstung diesen März mal 3 Tage frohen Mutes am Walchensee geschleppt und absolut abgeschneidert. War sehr ernüchternd, jedes Gewässer hat seine Eigenheiten.

    Die 4000er Shimano Technium passt halt vom Gewicht her zu meiner alten Spro und aktuellen Greys Prowla. Zu einer leichten modernen modernen 2,40-2,70 Spinnrutr passt wohl ne 3000er besser. Wurfweite ist für mich persönlich ziemlich egal auf Seeforelle.

    Meerforellenrute, 3,00m/Wurfgewicht 20-40g


    4000er Rolle,


    0,22er Mono


    Planseesystem 8g und 10g.


    Stucki Spezial Silber/Silber in beiden Größen


    Zum Werfen vom Boot und vom Ufer.

    Meine Zufallsfänge von Saiblingen über 40 spielen sich meistens im Hochsommer in 12-15m Tiefe ab. Vielleicht auch mal einer Richtung 18m wenn gerade die Geschwindigkeit gering ist oder eine scharfe Kurve gefahren wird. Mehr als 2 dicke pro Tag sind dabei aber noch nie im Kescher gelandet bei mir.

    Ich muss ja sagen, ihr macht einen ganz schön heiß auf den Walchensee mit euren Berichten. Ich hab mich dieses Jahr im März ja schon mal 5 Tage beim Seeforellen fischen am Nasenring durch die Manege führen lassen vom Walchensee, aber ich glaube ich muss da auch öfter mal hoch.