Feeder- oder Karpfenrute?

  • Hallo Zusammen,


    nachdem ich in der kommenden Saison auch mal ein wenig mit meinem Sohn auf Cypriniden gehen möchte stellt sich mir die Frage einer neuen Rute/Rollenkombination. Meine momentanen Ruten-/Rollen hören beim Wurfgewicht von 40gr. und einer Rollengröße von 2500 auf. Dies finde ich für gezieltes Fischen auf Karpfen und ähnl. etwas knapp.


    Als Zielfische / Gebiete denke ich an das klassische Brassen-/Karpfen-/Schleienangeln am See mit einer Grundblei-/Futterkorbmontage. Desweiteren denke ich auch an das Fischen in der Donau und ab und zu im Rhein mit dem Futterkorb auf Barben.


    Als Angelrute tendiere ich eher zu einer Feederrute. Nur wie ist es eigentlich mir den Karpfenruten. Wo liegt denn da der eigentliche Unterschied? Feederruten sind ja meist länger, haben eine sensible Spitze (der elektr. Bissanzeiger kann entfallen), können ein Bleigewicht / Futterkorb weit werfen. Ich denke, dass ich mit einer solchen Rute einfach variabler bin.


    Eine weiter Frage stellt sich mir noch wegen der Rolle. Ich denke, dass diese wohl in der Größenordnung 200 m 0,30 mm liegen wird - also bei einer 6000er Rollengröße. Mir selbst gefallen die Weitwurfrollen wie z.B. Shimano Navi besser als die Baitcaster Rollen. Leider sind das schon ganz schön große Kaliber. Eine Multirolle wird wohl nicht gerade ideal sein. Da hätte ich aber noch eine übrig.


    Alexander

  • hi,
    würde dir gerne etwas helfen, aber leider ist das nicht so meine Fischerei!
    Frage aber mal meinen Vater! der weiss da vieles, was ich dir aber empfehlen kann ist die freilaufrolle von browning
    super gerät und im preisleistungsverhältnis nur schwer zu schlagen! ansonsten warte mal 2 oder 3 tage dann weiss ich mehr!!!


    bis dann


    matthias

  • Hallo!
    Ich denke, dass es ein guter Anfang wäre, wenn Du Deine Vorstellungen etwas präzisieren könntest. Schleien, Brachsen und Karpfen in einen Topf werfen halte ich, gelinde gesagt, für etwas gewagt.
    Die Feederruten hast Du ja ziemlich genau beschrieben und sie sind, entsprechendes Wurfgewicht vorausgesetzt, für die Barbenfischerei in der Donau oder auch kleineren Flüssen bestens geeignet. Auch für diverse andere kleinere Fischarten ist dieses "Trendgerät" sicher eine gute Wahl. Aber bereits bei Mittelklassekarpfen wirst Du die Grenzen erkennen. Ich habe allerdings in unserer Gegend kaum jemand gesehen, der damit in stehenden Gewässern auf Karpfen fischt. Für eine vernünftige Bissanzeige müsstest Du die Rute sehr hoch stellen oder parallel zum Ufer ablegen. Und meine persönliche Meinung: der Drill großer Karpfen macht mit heavy Feederruten keinen Spaß.
    Zum Karpfenfischen wären dann die speziellen Karpfenruten wesentlich besser geeignet, die in der Regel zum Fischen mit Festblei und Boilies oder Partlkelködern konzipiert sind. Wenn Du hohe Bleigewichte verwenden willst, würde ich eine Testkurve von 2,75 bis 3 lbs empfehlen. Wenn Du eher traditionell (Kartoffel oder Teig mit leichter oder keiner Bleibeschwerung) fischen willst, dann tun´s auch Ruten mit geringerer Testkurve.
    Was Schleien oder Brachsen in stehenden Gewässern betrifft, würde ich Dir eine Matchrute empfehlen, wenn Du mit Schwimmer fischen willst. Willst Du die Köder auf Grund anbieten, hast Du möglicherweise schon das geeignete Gerät (-40g). Bissanzeiger können dann auch einmal einfach ausfallen, z.B. das altbewährte Silberpapier oder ein Teigkügelchen. Professioneller und möglicherweise erfolg-
    reicher wäre dann eine Schwinspitzenrute.
    Ich mache jetzt mal Schluss, will Dich ja nicht volltexten und es kommen ja hoffentlich noch weitere Beiträge.
    Peter