Ismaninger Speichersee - Mein Ausflug & Infos

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  • Nachdem der Cheffe mich gebeten hat nach meinen Ausflug zum Speichersee eine Gewässerbeschreibung zu verfassen möchte ich dem natürlich gern nachkommen.


    Der Speichersee liegt im Nordosten Münchens und hat eine maximale Länge von ca. 7,3 km, eine Breite von ca. 1,1 km und eine Fläche von 5,8 qkm. Er kann also durchaus als großes Gewässer betrachtet werden und ist dadurch wie fast alle Großgewässer nicht einfach zu befischen. Nicht zuletzt weil er nur vom Ufer und auch nur mit einer Angel befischt werden darf. Außerdem ist er von einer ca. 7m hohen Betonrampe eingefasst, sodass man an den meisten Stellen nur mit einem Kletterseil bis ans Wasser gelangen kann.


    In meiner Beschreibung will ich mich auf den Bereich um den Durchlauf am Mitteldamm beschränken, da ich lediglich dort gefischt habe Für weiter Informationen kann ich die Seite http://www.c-oertel.de/fishing.asp empfehlen.


    Der Bereich um den Durchfluss ist vor allem deshalb interessant, weil dort die Monotonie des Gewässers etwas unterbrochen wird und dort ein paar einigermaßen komfortable Angestellen vorhanden sind. Dementsprechend stark besucht ist er Bereich allerdings auch, sodass man schon recht früh am Wasser sein sollte, wenn man dort einen Platz ergattern will. Um euch einen Überblick über das Gewässer zu ermöglichen habe ich eine Tiefenkarte des Gewässers ausgedruckt und die paar Interessanten Stellen markiert die es um den Bereich des Durchflusses gibt.


    Bereich [1] (rote Markierung an der Nordseite): Hier gibt es eine langsam bis auf Wasserniveau abfallende Rampe. Hier kann recht bequem gefischt werden auch ohne Kletterseil.


    Bereich [2] (Stellen direkt am Durchfluss): Auf beiden Seiten des Durchflusses, befinden sich Metallstege. Von dort aus ist ebenfalls ein Fischen ohne Kletterseil möglich, allerdings sollte man einen Kescher mit langen Stil haben um Fische landen zu können. An der westlichen Seite des Durchflusses, herrscht eine mäßige Strömung. An der östlichen Seite, wo das Wasser wieder herauskommt, herscht eine extrem Starke Strömung mit viel Verwirbelungen. Hier halten nur schwere Bleie die Montagen an der Stelle. Auch direkt von der Brücke kann gefischt werden. Mann muss zum landen der Fische, diese entweder heraufheben, oder sie von einen der Metallstege landen, bzw. Mit einem Seil bis zum Wasser steigen.
    Darüber hinaus gibt es noch ein paar Betonkötze am westlichen Teil, von denen Man auch relativ bequem fischen kann.

    Hier sieht man den Steg, die Betonkötze und die Brücke an der Westseite des Dammes.


    Bereich[3](Ostseite des Dammes in der Nähe des Durchflusses): Hier hat sich teilweise ein bisschen Erde auf der Steilen Betonrampe gesammelt auf der Man stehn kann. Auch hier is ein einigermaßen komfortables Fischen möglich, ein Seil aber sinnvoll, falls man nicht mehr hochkommen sollte.


    Fischbestand:
    Der Ismaninger Speichersee soll vor allem einen guten und vor allem auch kapitalen Hechtbestand haben. An Raubfischen sind außerdem noch Barsch, Waller und vereinzelt Forellen vorhanden. Über Zanderfänge ist nichts bekannt.


    An Friedfischen ist eigentlich alles vertreten. Bekannt ist der Speichersee vor allem durch seine kapitalen Brassen. Aber auch Karpfen sind viele vorhanden sowie natürlich die anderen Friedfische wie Lauben, Rotaugen, Döbel usw.
    Bei meinem Besuch haben sich um den Auslauf des Westsees riesige Schwärme an Kleinfischen eingefunden. Vor allem ein Schwarm an kleinen Karpfen wie ich ihn noch nie gesehen hab hat mich beeindruckt. Auf dieser unglaublich kompakten Fischansammlung hat man fast seine Gufis ablegen können.
    Außerdem sind im Speichersee auch Renken in beachtlichen Größen (bis 70cm) vorhanden. Diese werden jedoch kaum gefangen, da die Hegenen, sowie das Angeln vom Boot verboten ist.


    Bestimmungen


    Es gelten die gesetzlichen Schonzeiten und Schonmaße(Außer der Hecht, er hat ein Schonmaß von 60cm). Es sind alle Köder mit Ausnahme von Salmonieden erlaubt, Das Fischen vom Boot aus ist verboten. Die Fischerei ist im Speichersee- Westteil nur vom Mittel- und Norddamm aus, im Ostteil ringsum gestattet. Das Betreten von Werksanlagen sowie das Südüfers des Speichersee Westteiles (Vogelschutzgebiet) ist strengstens verboten. Da Zuwiderhandlungen zur Pachtauflösung führen können, werden Verstöße gegen dieses Verbot mit dem entschädingungslosen Entzug des Erlaubnisscheines geahndet. Im Falle gebietsweiser Einschränkungen des Fischrechts am Speichersee West, auf kurze Zeit hat der Erlaubnisscheininhaber entschädigungslos auf den Seichersee Ost auszuweichen(gemeint ist damit so viel ich weiß das Bundeswehrgebiet auf der Nordseite des Ostsees, welches bei Übungen zeitweise gesperrt sein kann. Am Wochenende kann man meinen Informationen zufolge allerdings fast immer fischen.)
    Es dürfen pro Tag maximal 2 Stück von jeder Fischart gefangen werden.
    Das Fischen ist lediglich mit einer Angel mit je einer Anbissstelle gestattet.
    Verboten ist das Mitbringen von lebenden Köderfischen, sowie das Benutzen von Köderfischsenken und Hegenen.

  • Son Vermerk gibts immer noch auf dem Erlaubnisschein:


    "Es wird darauf hingewiesen, dass Fische aus den Speicherseen einen eingeschränkten Genusswert haben.


    Mir haben allerdings mehre "Quellen" versichert, das man die Fische ohne Bedenken essen kann.


    Wie es mit dem Geschmack nun aussieht, kann ich selbst nicht beurteilen, da ich bis auf ein paar Köfis bei meinem Besuch am Speichersee nichts gefangen hab.