Welcher Köder auf Karpfen?

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  • Nachdem durch Justin schon die verschiedenen Montagen für die Karpfenangelei besprochen wurden sollten auch die Köder noch etwas beleuchtet werden.
    Jeder hat andere vorlieben und "seinen" Köder.


    Mais
    Aus der Dose oder Hartmais selbst gekocht mit verschidenen Zusätzen? Obwohl in denke dass der gekochte Mais schon viel mehr Eigenduft entwickelt als der Dosenmais noch hat und nach meiner Meinung kein Zusatz oder Lockstoff mehr nötig ist.


    Boilies
    Die gekochten Murmeln sind mittlerweile tausenden verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Mit der "Haarmethode" ein spitzen Köder.


    Tauwurm
    Ein "Klassiker" für die Karpfenjagd un der größte Wurm in unseren Breiten.


    Dendrobena
    Oder auch Riesen-Rotwurm genannt. Gibts in jedem Angelgeschäft und ein Köder für wohl alle Friedfischarten.


    Teig
    Welcher Angler hat nicht sein eigenens Geheimrezept für den fängigsten Angelteig überhaupt??? Ob mit Knoblauch, Anis, Vanille oder Bärlauch, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


    Mistwurm
    Der Wurm aus dem Komposthaufen. Wegen seinen Sekreten ist er jedoch nicht für alle Fische gleichermasen "lecker".


    Maden-Bienenmaden
    Maden sind klein aber fein und ebenfalls in jedem Angelladen zu bekommen aber nicht sehr lange haltbar. Nach ein paar Tagen ist trotz Kühlschrank meistens Schluß mit krabbeln. Die Bienenmaden halten sich jedoch ein paar Wochen bei entsprechender Kühlung.


    :?::?: Was bevorzugt ihr auf Karpfen :?::?:


    :!: 3 Antworten sind möglich :!:

  • Servus Karl,


    hab Mais und Teig gestimmt.


    Den Teig mach ich immer mit Polentamehl und Lebkuchengewürz (geht auch ausserhalb der Weihnachtszeit! :wink: ). Da gehn auch Schleien gern drauf.


    Mit meinem kleinen Neffen hab ich heuer mit der Rezeptur einige Karpfen im Stallauer Weiher gefangen. Mit ihm fisch ich meist auf Grund.


    In meinen Kursen fangen die Jungs oft Karpfen mit der Fliege (Goldkopfnymphe). Das ist für die dann immer ein richtiges Abenteuer wenn an der 5-er Rute ein halber Meter Karpfen hängt.


    Was das Fliegenfischen anbelangt so sind die fängigsten "Fliegen" die Blutwurmimitation in Grundnähe und die Brotflocke auf der Wasseroberfläche. Wenn man mit der Fliegenrute gezielt auf Karpfen geht ist natürlich eine 5-er Rute zu schwach. Da sollte es schon eine 6-8er sein. Je nachdem mit welcher Größe von Karpfen man rechnet.

  • Ich nehm am liebsten Frolic, da ich hauptsächlich am Ammersee fische. Die Karpfen hier akzeptieren einfach
    keine Boilis, Frolic nehmen sie aber ganz mal. Extra Tip: Die Frolictüte aufmachen und übern Winter im Keller
    stehen lassen. Dann werden sie bis zum Frühling richtig hart und halten mindestends 3 Stunden am Haar!!!

  • Ich nehme am liebsten selbstgekochten Mais am Haarsystem (3-5 Körner, je nach Größe). Dazu kaufe ich jedes Jahr einen Zentner ganzen Mais im April und koche davon so etwa 5 kg ca. 45min lang in 8l Wasser, bis er sich zwar leicht zwischen den Fingern zudrücken läßt, aber noch nicht platzt.
    4 kg werden abgegossen, mit 2 Pfund Zucker und 8 Aromafläschchen (Vanille oder Bittermandel, die billigsten vom Aldi) gemischt.


    Damit füttere ich dann die erste Woche in der Saison an.


    Das letzte Kilo wird samt Sud mit 500g Zucker, 2 Vanille- oder Bittermandelaromen gemischt, und noch kochend in frisch ausgekochte Marmeladengläser randvoll gefüllt (wenn die Papieretiketten schon weg sind, kann man die Gläser einfach kurz zu dem kochenden Mais geben).
    Unmittelbar nach dem Einfüllen wird der Deckel auf das Glas geschraubt und das Glas umgedreht, also auf den Deckel gestellt.
    Wenn die Gläser dann erkaltet sind, kann man sie richtig herum in den Schrank stellen. So hat man das ganze Jahr (und manchmal noch das darauffolgende) immer Mais in der besten Konzestenz für den Haken und zum Anfüttern während des Fischens. Dieser Mais hält auch nach dem Öffnen des Glases noch fast 2 Wochen, wenn man es nach dem Fischen immer gleich wieder in den Kühlschrank stellt.


    In der 2. und 3. Anfütterwoche gibts dann so etwa 500g trockenen Mais, der über Nacht, falls es mal schnell gehen muß aber mindestens 2 Stunden lang, in Wasser gequollen wurde. In der 3. Woche kommt dann noch eine Hand voll selbst gemachte Boilies dazu, ab der 4. Woche gibt es dann nur noch immer so 10-15 Boilies.


    Natürlich werden die 5 kg nicht auf einmal gekocht; habe weder einen so großen Topf, noch eine so starke Herdplatte. Vielmehr koche ich die erste Anfütterwoche immer für 2 Tage, und dabei eben 1 mal auch für meine ca. 15 Marmeladen und Barillagläser.
    Boilies mache ich am Anfang vom Jahr etwa 20 kg, die nach dem trocknen dann eingefroren werden, da ich auf Konservierungsmittel verzichte und sie deshalb nach etwa 1 Woche das Schimmeln anfangen würden.


    Angefüttert wird jedes mal, wenn ich zum Fischen fahre; in den ersten 4 Wochen mindestens jeden 2. Tag. Habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es weniger auf die Menge sondern eher auf die Kontinuität des Anfütterns ankommt.
    So hatte ich am Riegsee und an einem großen Stausee in Oberfranken, an dem ich 2 Jahre lang wohnte und Jahreskarten hatte, über Jahre hinweg unzählige Karpfen fangen können. Und, sobald die Großen die Anfütterstellen angenommen hatten, 20-Pfünder+X auf Ansage (die ich im Übrigen auch verwerte).


    Habe letztes Jahr am Ammersee leider erst im Mai mit dem Fischen beginnen können und mußte erst mal geeignete Stellen zum Anfüttern finden (die ich gefunden habe :lol: ). Dieses Jahr gehts los :!:


    ...manche von euch werden sich jetzt Fragen, was macht der mit dem Rest aus dem Zentner Mais?
    Ganz einfach: im Spätherbst/Winter/Frühjahr die Forellen in meinem Weiher verwöhnen. Es ist hervorragendes (und billiges) Forellenfutter, welches auch bei häufigen füttern nicht zu unangenehmen Nebengeschmack führt wie bei Forellenpellets.