Lese-ecke

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  • Hallo Leute,


    dem Udo hab ich es bei unserem Treffen im Weissen Bräuhaus schon erzählt, dass ich mal für meine Töchter meine bisherigen Angelerlebnisse in Buchform zusammengestellt habe. Bisher ist nur etwa die Hälfte fertig. Auch hier im Forum hab ich schon mal eine Passage über die Streifzüge durch frühere Angelgeschäfte, den Stork und andere eingestellt.


    Als jetzt der wunderbare Bericht über den Hintersee kam, hab ich mir überlegt, ob es Euch vielleicht Spaß machen würde, wenn ich hier in einer Art "Leseecke" einzelne Kapitel aus meinen Aufzeichnungen mit einem gewissen Bezug zu den aktuellen Themen in lockerer Abfolge veröffentlichen würde.


    Zum Hintersee würde das dann so ausschauen:


    "Das Jahr 1970 begann mit einem Nachmittag an der Würm. Zu dieser Zeit fischte ich eigentlich immer noch „schwarz“, d.h. ich hatte keinen staatlichen Fischereischein, weil man dazu nämlich mindestens zwölf Jahre alt sein mußte. An der Würm interessierte diese Tatsache offensichtlich nicht weiter, weil ich ja unter den Fittichen des Fischereiaufsehers stand. An allen anderen, öffentlich zugänglichen Gewässern mußte jedoch ein staatlicher Fischereischein vorgelegt werden, damit eine Angelerlaubnis gelöst werden konnte. Dieses Hindernis überwanden wir dadurch, dass mein Vater offiziell zum Sportfischer wurde. Auch dies war eine Überraschung des Weihnachtsfestes 1969 gewesen, mein Vater schenkte mir seinen Angelschein! Am 21. Mai 1970 ging es also auf zum Hintersee, dem Hintersee in der Nähe Bad Reichenhalls. Zu meinen Angelbüchern gehörte damals auch eine Auflistung und Beschreibung aller bayerischen Angelgewässer, an denen man Tageserlaubnisscheine, sog. Tageskarten erwerben konnte. Der Hintersee war darin als tiefer Bergsee mit einem Bestand an allen Forellenarten und Saiblingen beschrieben worden. Der Hintersee übertraf und übertrifft noch heute jede Beschreibung.


    Am meisten hat mich immer begeistert, wenn ich beim Angeln auch Fische sehen konnte. In einem Gewässer zu fischen, in dem wegen der Trübung des Wassers oder seiner Weite und Tiefe kein Fisch zu sehen ist, hat immer sehr viel mit Glauben und Hoffnung zu tun. Wird jedoch die Hoffnung durch die sichtbare Anwesenheit der begehrten Beute gestärkt, wächst auch der Glaube an den Erfolg. Doch Vorsicht, auch eine dermaßen gewachsene Hoffnung kann enttäuscht werden! Der Hintersee ist ein Paradebeispiel hierfür. Gerade weil wir vom Boot aus fischten, bot uns der See aufregende Einblicke in seine Unterwasserwelt. Überall im Flachwasser streiften prächtige Forellen umher, sogar am Bootssteg waren mehrere Forellen zu sehen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, obwohl der Hintersee - ich glaube, in den achtziger Jahren - auch einmal Opfer einer kleinen Umweltkatastrophe geworden ist. Diese Katastrophe bestand darin, dass bei der heutigen Jugendherberge damals nicht unerhebliche Mengen Heizöl ausliefen und in den See gelangten. Möglicherweise ist dieser Vorfall mit schuld daran, dass der Schilfgürtel im Bereich des Einlaufs heute fast ganz verschwunden ist. Genau genommen hat der Hintersee zwei Zuläufe, einen relativ schwachen, der damals fast ganz vom Schilf verdeckt war und heute eine wunderbare Gelegenheit zum Fliegenfischen vom Ufer aus bietet und einen zweiten, viel wasserreicheren ein paar hundert Meter neben dem ersteren. Über dem Schwemmkegel aus hellem Kies konnten wir die dunkleren Fische wie in einem Aquarium beobachten. Große und kleine Forellen und Saiblinge standen in der Strömung und ließen mein junges Anglerherz höher schlagen. Aber damals gelang es mir noch nicht, sie an den Haken meines Mepps-Spinners zu locken. Knapp 30 Jahre später habe ich sie dann doch gekriegt, allerdings nur mit der Fliegenrute und viel Geduld. Aber auch an diesem regnerischen 21. Mai 1970 brachten wir Beute mit nach hause: zwei kleine Bachforellen fielen kurz vor Schluß noch auf den Mepps herein. Dieser Angeltag hat mich tief bewegt und ist mir noch heute in guter Erinnerung, weil sich in meinem bisherigen Anglerleben so viele Gewässer tiefgreifend verändert haben, der Hintersee jedoch, ist noch heute das berühmte „Kleinod“ im Berchtesgadener Land."

  • Servus Klaus!


    Lass dich bitte nicht aufhalten! Nur zu mit deinen Berichten!


    Zum Thema Hintersee - wie schauts aus wer hat Lust von euch nächste Saison mal ein Saiblingsmeeting zu machen? Anfang, Mitte April 2007 - wie wärs.


    wünsch euch den Fisch von dem ihr träumt!


    gruss
    christian, dersaibling

  • "dersaibling" schrieb:

    Zum Thema Hintersee - wie schauts aus wer hat Lust von euch nächste Saison mal ein Saiblingsmeeting zu machen? Anfang, Mitte April 2007 - wie wärs.


    STOP! 


    Bevor wieder gleich ein paar Kollegen darauf einsteigen, bitte nicht solch wichtige Themen vermischen, sondern das evtl. Treffen bei den Treffen & Dates zu posten.


    Das wäre fein. Denn sonst gehen die einzelnen Punkte irgendwann unter.


    Merci und tausend Dank, Andreas