Fischbestand im Riegsee?

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  • Servus in die Runde


    Der Rieg und Staffelsee ist ja nicht sonderlich weit von mir entfernt. Mich würde interessieren wie speziell der Renkenbestan im Riegsee aussieht.


    Ich habe schon mit mehreren Anglern über den See geredet, allerdings gingen die Meinungen derer weit auseinander. Weiß jemand von euch ob es sich rentieren würde, wegen den Renken an den Riegsee zu faren.


    Waller sollen auch im Riegsee vorkommen, mich würde interessieren ob irgendjemand Aussagen dazu machen kann. Kommen die Schwarzen nur vereinzelt vor, oder kann man sie gezielt beangeln?


    Ich würde mich freuen, wenn mir jemand ein paar Infos geben kann.


    Gruß


    Lukas

  • Ich kann mich nur dem Beitag zuvor anschliessen.


    Renkenfischen geht am Riegsee vom Boot aus ganz gut, man sieht jedenfalls zu bestimmten Jahreszeiten immer einen ganzen Haufen von Booten die auf Renken gehen, meist nachmittags nach der Arbeit.


    Thema Waller sieht da schon anders aus. Ich kenne diesen See seit 25 Jahren habe aber einen Waller ob klein oder gross, ob tot oder lebendig noch nie mit eigenen Augen an diesem See gesehen - aber ich lasse mich gerne belehren. :wink:


    Schöne Hechte gibt es, waren zwar früher mehr, aber wo hat sich der Fischbestand nicht verkleinert.


    Aale und Brachsen gibt es neben Schleie und Karpfen auch noch und die werden auch beangelt.

  • Doch doch, am Riegsee gibt es Waller. War im Jahre 95 dabei, wie 500 Stück in der Grösse von 40-50 cm hineinkamen; sie sollten im See nur gehältert und wo anders besetzt werden, da aber der große Netzbehälter undicht war kamen sie alle frei.


    Zudem waren davor auch schon Waller drin, da der damalige Berufsfischer vereinzelt welche gefangen hatte.
    Weiterhin haben wir in den warmen Sommern immer Brut und Jungfische gesehen.


    Im Hochsommer hört man sie in der Nacht rauben, was klingt, wie wenn Stefan Raab einen Bauchplatscher aus 10 metern höhe macht; auch das für den Waller typische flop, was ähnlich wie das Wallerholz klingt, habe ich manchmal gehört.


    Allerdings ist es wirklich schwierig sie zu fangen. Habe es die letzten 5 Jahre etwa 10 Nächte pro Jahr versucht. Gefangen habe ich leider nur kleinere, den größten mit 70cm.


    Da ich noch dazu der einzigste bin, der es öfters gezielt und ausdauernd versucht hat, ist es natürlich nicht leicht das Geheimnis des Erfolges zu ergründen.


    Viele meiner Freunde am Riegsee, welche alles einhimische sind, aber auch einige Gäste haben vereinzelt kleiner Waller als Beifang beim Aalfischen gefangen.


    Das Problem ist also weniger, dass es keine gäbe, sondern vielmehr, dass keiner weiß wie, wo und wann. Ich habe es nach den althergebrachten Methoden und zu den für Waller typischen Jahreszeiten, Wetter etc. versucht und werde es auch weiterhin probieren, falls mich der Ammersee nicht zusehr einnimmt.


    Wer also schon einige Erfahrung mit See-Wallern hat, kann sich am Riegsee durchaus mal auf einen großen versuchen.


    Der Renkenbestand am Riegsee ist sehr gut. Allerdings sind sie eher sporadisch zu fangen. Es gibt immer kurze Abschnitte von ein paar Tagen, da gehen sie gut; das sind dann die Tage, an denen nopeil4 "einen ganzen Haufen von Booten", worunter wahrscheinlich auch ich vertreten war, am See zu sehen sind; dann kann es schon sein, dass die Hegene noch nicht am Grund angekommen ist und man drillt schon wieder, bis nach einer Stunde das Fanglimit von 6 Stück erfüllt ist.


    Diese Abschnitte bestanden letztes Jahr immer nur aus ein paar zusammenhängenden Tagen (kalter Frühsommer); in den Jahren zuvor hielten sie manchmal über einige Wochen.
    März, April und außerhalb der o.g. Abschnitte kann man es zwar probieren, dann fängt man aber den ganzen Tag eine oder keine.


    Deshalb gebe ich dem Andreas Recht, dass man gezielt zum Renkenfischen als Gastangler nicht unbedingt an den hinsichtlich Renken sehr launischen Riegsee fahren braucht.


    Obwohl der Aal seit 1995 bis vorletztes Jahr nicht mehr besetzt wurde, fängt am ziemlich gut. An den echten Aalnächten im April kann man schon mal 6 Stück zwischen 50cm und 80cm an einem abend mitnehmen.
    Wie es kommt, dass der Bestand bei einer Besatzspause von 10 Jahren so gut blieb, ist mir ein Rätsel, da der Riegsee keinen echten Zulauf hat. Eigentlich müssten die aus dem letzten Bestand schon längst abgewandert sein.


    Jedenfalls fühlen sich die, die den weg wie auch immer in den Riegsee finden, offensichtlich pudelwohl.


    Soviel fürs erste über den Riegsee.

  • Wow, gelbe ente, was für ein Bericht. Da mangelt's nicht an Informationsgehalt - herzlichen Dank! :green_173:


    Was du da geschrieben hast klingt echt interessant und reizvoll. Ich glaub, ich muss dem See auch mal einen Besuch abstatten.


    Ist denn Nachtangeln (auch für Nichtvereinsmitglieder) erlaubt?


    Danke und Gruß