Nymphenfarben und Formen

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  • Ich will mal wieder eine neue Diskussion bzw. einen Erfahrungsaustausch über die von euch verwendeten Nymphenfarben, Formen und sonstigen Besonderheiten starten.


    Was mich auch im Speziellen interessiert ist die Kopffarbe, die ja meistens bei den Nymphenimitaten eine andere Farbe wie der Körper aufweist, zb. Schwarz mit rotem Kopf oder genau andersrum.

    Ich persönlich habe aber die Erfahrung gemacht das auf einfarbige Nymphen oft mehr Bisse kommen, speziell bei Rot, aber auch bei schwarzen Nymphen mit schwarzen Köpfen wie z.b. am Walchensee, oder Hämatitfarbene (dunkles Silbergrau) Köpfe mit Schwarzem Körper an anderen Gewässern. Auch mit einfarbig Lila hab ich diesen Frühling besonders gut gefangen, im Gegensatz zu der identischen Nymphe mit schwarzem Kopf.

    Ich binde meine Nymphen mit Perlen, deshalb ist die Kopffarbe bei einfarbigen Nymphen meistens auch ganz leicht abgesetzt vom Körper, was nach meiner Theorie dem natürlichem Vorbild näher kommt als starke Farbgegensätze.

    Meine Erfahrungen und Theorien sind natürlich subjektiv und der Zufall spielt sicher auch eine Rolle, umso mehr interessieren mich die Erfahrungen und Meinungen von euch.


    Der andere interessante Punkt ist die Silhouette der Nymphe, was wird da von euch bevorzugt, eher schlank oder dick, oder andere speziellen Formen wie z.b. stark konisch ?

    Ich selber hab für die verschiedenen Gewässer die ich befische teilweise auch verschiedene Nymphenformen, ganz einfach gesagt z.b. für`n Walchensee sehr schlanke, für`n Chiemsee dickere Brummer.

    Was sind da eure Gedanken / Erfahrungen, auch unter dem Aspekt der Jahreszeiten noch dazu ?


    Mir ist auch klar das manche auf zwei oder drei Muster fürs ganze Jahr schwören und damit auch gut fangen, natürlich interessiert mich die Meinung derer auch, aber ich finds einfach interessant noch ein paar Feinheiten je nach Situation rauszufiltern und die möglichst effektiv und individuell beim binden umzusetzen.


    Ich hoffe auf einen regen Erfahrungsaustausch, also raus mit der Sprache :)

    Um so ausführlicher, um so besser :read:

    ...and the World is still wild and wide and negotiable..

  • Also, hier bei uns in den Talsperren (Lister,Sorpe und Rursee) sind von Jahr zu Jahr andere Farben angesagt. Dieses Jahr ist z.B. blau mit schwarzem Kopf die beste Farbe. Bei dunkelem Wetter unlackiert und ohne Glitter, bei Sonnenschein glitzernd. Im Frühjahr bei kalten Temperaturen funktionieren häufig extrem schlanke, lange (auf Trockenfliegenhaken gebunden)Nymphen. Perlköpfe verwende ich kaum noch, da bei uns fast immer schlanke Nymphen gefragt sind, mit dezentem Kopf. Warscheinlich entscheidet das Nahrungsangebot und die Trübung des Gewässers.

  • Ich mach auch noch einen Unterschied mit der Lackierung einmal stark (dick lackiert) und einmal ganz wenig Lack / unlackiert ( dadurch wird die Nymphe matt). Das hat mir auch schon den einen oder anderen Fisch geschenkt. Ich mag schlank mit Rippung.


    Grüsse Michi

    Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.



    Albert Einstein

  • also ich halte meine nympfen auch eher schlank und fische auch hin und wieder ganz einfarbige nympfen.

    konnte allerdings noch keinen große unterschied feststellen. allerdings halte ich viel vom binden mit pfauengras

    ganz umwickelt oder als rippung auf rot oder so ist das oft super fängig am walchensee. ist zwar manchmal estwas stressig zu binden aber es lohnt sich wirklich, helles rot mit pfauengraß rippund und schwarzer kopf ist dieses jahr meine top farbe bis jetzt.

    und schau dir mal die videos vom mympfenkönig an vtl. sind dar ein paar anregungen dabei.

  • Mhh....schwieriges Thema. Da ist viel Glaube und Ansichtssache dabei. Frag` 10 Angler und Du hast 11 Meinungen. :biggrin:

    Hin und wieder ertappe ich mich dabei, daß ich bevorzugt eine spezielle Hegene fische, die (wenn Fisch da ist und beißt) natürlich auch fängt; das nährt die Legende. Aber: Ist das wirklich so, daß genau diese Hegene der Erfolgsköder ist? Ich denke nicht. Meist wechsle ich die Hegenen im 10 Minuten Takt, bis sich eine als heute fängig erweist. Dann wird lediglich im selben Farb- und Silhouettenspektrum gewechselt. Grundsätzlich mag ich eher schlank gebundene Nymphen. Mit größeren Perlen als Köpfchen habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, weswegen ich gerne sehr kleine Perlen nutze oder das Köpfchen gleich aus Garn binde. Mit der Lackierung bin ich eher sehr sparsam- manchmal lackiere ich garnicht. Auch da gegen die Meinungen auseinander.

    Wenn ich öfter in einem Gewässer fische (manchmal auch so), dann schaue ich mir den Mageninhalt genau an. Dieser gibt gut Aufschluß über das Fressverhalten und mithin auf die mutmaßlich fängigen Nymphen. So habe ich anhand der gefundenen Nymphen eine Hegene für den Markkleeberger See "entwickelt", die dort (und nur dort) zu einer bestimmten Zeit besonders fängig ist, weil eben dann genau diese Nymphen steigen.

    Mit starken Kontrasten bezüglich Kopf und Körper habe ich auch eher schlechtere Erfahrungen gemacht. Eine Nuance auseinander oder in angrenzenden Farben (z-B- Pastellgrün und Beige) scheint das aber ganz gut zu gehen. Die Nymphen in der Natur haben oft leicht abgesetzte Köpfe. Mit der Rippung und/ oder Glitter bin ich auch eher zurückhaltend. Meist binde ich eine Hegene mit und eine ohne Rippung. Glitter nehme ich so gut wie nie und wenn, dann nur auf so komische Farben wie rosa...