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  • Servus liebe Forumsgemeinde!


    Ich heiße Manu und habe mich schon einmal kurz vorgestellt. In Zukunft möchte auch ich etwas zum Forum beitragen und nicht mehr nur stiller Mitleser sein.

    Kurz etwas zu meinem "Problem".

    Seit nun schon 3 Jahren fische ich intensiv auf Seeforelle. Dabei habe ich bisher "erst" eine richtig Schöne mit 63 cm gefangen. In meinem Gewässer gibt es sowohl einen wilden, sich selbst reproduzierenden Bestand, als auch Besatzfische die meist mit 40-50 cm ins Gewässer eingesetzt werden. Mit Seeforellen meine ich die richtigen, wilden Fische. Der See ist max. 23 Meter tief und nicht wirklich groß vl. 70 ha. Ich fische sowohl vom Ufer als auch vom Boot. Da bei uns nur rudern erlaubt ist, ist es schwer viele Schleppkilometer zusammenzukriegen, auch der Einsatz von Downriggern ist sehr schwierig.

    Zum Fisch- bzw. Futterfischbestand: Seeforellen, Bachforellen, Seesaiblinge, Barsche, Rotaugen, Rotfedern, Aitel, Elritzen, Koppen sowie vereinzelt Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Schleien eventuell auch Hechte. Die Ufer des Sees sind meist regelmäßig steil bzw. "Leicht" steil abfallend. Untiefen bzw. kleine tiefe Löcher gibt es eigentlich nicht. Der See hat einen Hauptzufluss sowie einige kleine Buchten. Die Wasserfarbe ist meist sehr klar wobei der See manchmal auch eintrübt (zumindest an der Oberfläche).


    Meine bisherigen Versuche waren Schleppfischen mit und ohne Vorblei mit Zwei Ruten (ohne Sideplaner). Zum Einsatz kommen Köderfische am System mit bis zu 20 cm Länge, Perlmutt (Stucki, Achermann, Angelprofi, Lemax usw.) Wobbler in ver. Versionen. Heuer möchte ich auch öfter Blech probieren. Bisher habe ich meist eher hoch gefischt, selten mal über 40g Vorblei. Außerdem habe ich vor allem heuer im März vom Ufer geworfen, mit Plansee oder Blech. Dabei habe ich auch gut gefangen nur keine großen wilden Seefos.

    Nun zu meiner Frage: Könnt Ihr mir eventuell Ratschläge oder Verbesserungsanregungen geben? Mir ist schon klar das die echte Seefoelle kein einfacher Fisch ist, aber ich muss meine Erfolgsrate doch irgendwie erhöhen können oder? Bei mir am See werden generell ganz selten größere wilde Seefos gefangen, im Jahr vielleicht eine verbürgte über 60. Von einer 70 oder 80 hab ich überhaupt nichts verbürgtes gehört. Jedoch werden sehr sehr viel Kleine gefangen. Da müsste es doch auch Größere geben? Oder kann es sein, das dieser Stamm trotz enormen Futterangebotes nicht richtig abwächst? Ich muss jedoch auch sagen das bei uns die aller meisten Petrijünger mit kleinen Spinnern und Blinkern oder überhaupt mit Maden auf Grund etc. auf die Satzbachforellen angeln. Daher ist es schwer Daten zu erheben bzw Muster zu erkennen. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.


    Lg Und Petri Heil Manu

  • Da fällt mir nix auf was du falsch machst. Kleine Details währen noch beim Spinnfischen vom Ufer nur Monofile zu fischen, beim Schleppen weiter als 50m auszulegen und mindestens 10m Monofile Schlagschnur vorzuschalten. Ähnliche Probleme höre ich auch immer vom Plansee wo Forellen >45 cm zu verschwinden scheinen. Probiere mal die Köderhauben für rotierende Köderfische von Rhino, VK und co. Ist aber wirklich eine Wissenschaft für sich bis die mal laufen. Es wird immer Jahre geben wo einem die 60er verwehrt bleibt. Eine große Seeforelle über 70 ist nicht regelmäßig planbar, mir waren auch nur 5 Stück von 60-62 vergönnt die letzten Jahre. Ein Tipp für den ich bestimmt wieder was auf den Deckel bekomme ist der Verzicht auf ein Stahlvorfach im März.

    Nur weil etwas keinen Sinn macht bedeutet das ja noch lange nicht, dass man es nicht tun sollte.

  • Glaube auch das du alles richtig machst... und bei 23 meter kannst ja gar nicht so tief fischen.... ;)

    Aber ich würde eine Rute um die 10-12 m laufen lassen, also 100 Gr-120


    und ich glaube die Formel, 80% Zeit , 10 % Glück und 10% Können trifft die Realität ganz gut... wobei Zeit und Glück flexibel sind..


    Also km machen und Glück haben..


    Roel

  • Servus!


    Ja fische vom Ufer meist Monofil! Beim Schleppen lasse ich meist 50-70m hinten raus. Vom Tackle her hab ich ne Geflochtene 0.16 und die ersten 14m ein 0.35 Flurocarbon. Stahl verwende ich nicht.


    Ja warscheinlich muss ich einfach durchhalten aber ich bin echt oft am Wasser und da wundert es mich schon, dass nicht mal eine Größere kommt.


    Danke für die Antworten!


    Lg Manu

  • Servus zusammen,


    Seeforellen sind meine große Leidenschaft, zweifellos. Ich halte nicht viel davon falsch oder richtig zu beurteilen. Viel mehr lohnt es sich, vielleicht ein Blick über den Tellerrand zu werfen, um zu schauen was andere anders machen, Vor allem um zu verstehen warum sie es tun. Da gibt es schon einige Unterschiede. Gerade was das Gerät anbetrifft gibt es dort besondere Auffälligkeiten. Mit einem Blick auf meinen Teller, ist der wohl auffälligste Unterschied, dass ich äußerst fein fische. Zu meinem klassischen Seeforellenutensilien gehört eine Route zwischen 15-20 g Wurfgewicht, eine kleine stationär Rolle mit 0,10 geflochtener Schnur in dunkelgrün und ein 0,20-022 Fluovorfach. Beim Schleppen wähle ich es etwas länger so um die 5 m beim Werfen nur bis der Knoten vor der Rolle ankommt. Seeforellen sind sehr scheue Fische. Lärm in jeder Form macht den Erfolg zunichte. Dein Blinker fällt ins Boot… Die Stelle kannst du schon mal vergessen. Absolute Ruhe ist schon mal ein kleines aber extrem wichtiges Detail! Schleppt man tief über 20 30 m mag das eine andere Sache sein. Die zweite Regel lautet: finde das Futter! Das bedeutet, dass man im besten Fall sein Gewässer sorgfältig beobachtet. Wo ist die Brut, steigen Nymphen, gibt es eine ausgeprägte Laichzeit von Kröten und Fröschen. Wo sind die Haubentaucher? Weil diese Forellen ausgiebige Schwimmer sind, kann man sie quasi überall antreffen. Das Futter entscheidet wo sie sind. Darüber hinaus lieben Sie eine gewisse Wassertemperatur. Das ist entscheidend für die richtige Tiefe oder Jahreszeit. 8-10° ist optimal um auch in Ufernähe erfolgreich zu sein. Für mich waren das die entscheidenden Details die zum Erfolg geführt haben. Die 60-80g Hecht Spinnrute und 35 Schnur und jeden Wirbel wird man in meinem Boot nicht finden wenn ich Forellen fische. Meine Schuhe haben Filzsohlen, Im Boot ist alles an seinem Platz, kein Laut wird nach außen dringen, die Dollen quietschen nicht und sind gefettet. Du verstehst worauf ich hinaus will?

    Die Hälfte meiner massigen Seeforellen habe ich gefangen weil ich sie entdeckt habe und nicht, weil ich tagelang einen Wobbler durchs Wasser geleiert habe. Darum geht es ja bei dem Thema, wie man gezielt seinen Erfolg verbessern kann.

    Das sind einige wichtige Details, versuche es mal!


    Liebe Grüße Udo