Bachforelle 2018

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  • Momentan sind zwar offensichtlich die Seeforellen angesagt, aber da ich mich an dieses Thema noch nicht so richtig rantraue, geh ich's eine Nummer kleiner an ;). Nachdem ich gestern erst mal ohne Angel das mir neue Gewässer erkundet habe, war heute die eigentliche Premiere und ich ziehe ein doppeltes Fazit: 1.) es war ein wunderschöner Nachmittag: der Bachabschnitt schlängelt sich auf ganzer Länge durch ein malerisches, kleines Wäldchen, die Sonne schien durch die Bäume und wärmte die frierenden Zehen, die ersten Vögel trällerten, nur eines zeigte sich nicht: ein Fisch. Das bringt mich zu 2.), denn wieder einmal durfte ich erkennen, wie grau alle Theorie ist (denn die letzten zwei Wochen habe ich fast ständig darüber nachgegrübelt, wie ich's anstellen könnte, einen dieser Fische zu überlisten) und wie wenig Ahnung ich doch noch habe. Naja, daran werde ich arbeiten.


    Erst mal fände ich es aber schön, wenn sich vielleicht auch noch andere, die es auf Bachforelle versuchen, hier zu Wort melden. Vielleicht entsteht ja ein Erfahrungsaustausch.



    Zum zweiten würde ich gerne gleich ein paar Fragen loswerden:


    1. Was sagt eure Erfahrung: Wie sind die Fangaussichten im Moment? Es war gerade sehr kalt, jetzt soll es dann wärmer werden und eigentlich sollten die Fische doch jetzt hungrig sein?

    2. An meinem Bach war einiges Randeis. Ich dachte mir: als Forelle würde ich mich einfach darunter verkriechen. Ist die Idee abwegig?

    3. Gibt es Köder, die um diese Zeit im Jahr mehr Erfolg versprechen als andere (zur Verfügung habe ich Spinner, Blinker & kleine Wobbler)? Oder lässt sich das nicht pauschalisieren?

    4. Zur Köderführung: macht es Sinn, die durchweg sehr leichten Köder zu beschweren (also Blei oder Sbirolino vors Vorfach zu hängen), um an den tieferen Stellen näher an den Grund zu kommen? Oder gehen die Forellen auch auf einen Köder, der über sie hinweggleitet?


    Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich, immerhin ist das heuer mein erstes Mal :P.


    Danke schon mal,


    Andi

  • Hallo,

    das wichtigste an meinem bach (2 bis 3 m breit) ist tarnung. Die standplätze aus möglichst grosser entfernung befischen, wenn möglich bachaufwärts wandern und fischen, unauffällige kleidung und langsam und leise bewegen.

    Häufig ist es auch wichtig extrem präzise zu fischen. Das schließt auch die tiefe mit ein. Für tiefe gumpen probier mal twister oder gummifische mit unterschiedlich schweren köpfen. Bei den köderfarben geht häufig dunkel oder gelb ganz gut. Aber jeder bach tickt etwas anders.

    Versuch macht kluch.

    Mfg herbert

  • Große Steinfliegennymphen und schwarze Wooly Bugger sind die richtigen Köder für Bachforelle im März. Kann man beides auch gut mit der leichten Spinnrute fischen.

    Nur weil etwas keinen Sinn macht bedeutet das ja noch lange nicht, dass man es nicht tun sollte.

  • Schau dir nach dem befischen die vermeintlich guten Stellen noch mal genauer an und versuch dir möglichst viel zu merken, so kannst dann die Spots eventuell mit mehr Abstand trotzdem gezielter befischen. Das wichtigste am Bach ist wirklich das die Forellen dich nicht bemerken, deshalb hast du beim bachaufwärts fischen natürlich meist Vorteile.Bei dem kalten Wasser jetzt ist es aber auch angebracht den Köder langsamer zu führen und deshalb sind Schwimmwobbler die man bachabwärts weit oberhalb des Spots runtertreiben lässt und dann mal auf der Stelle arbeiten lässt, twitchen tut und relativ langsam aber abwechslungsreich wieder hochführt sehr erfolgreich. Wobbler im Kopppendesign oder Forellendekor fisch ich recht erfolgreich und speziell beim Forellendekor nehm ich Wobbler bis 14cm , selbst kleine Forellen knallen da drauf und für die Großen ist das nur ein kleiner Snack.

    In den tieferen Stellen ist es natürlich gut wenn du auch mal mit dem Köder runter kommst aber sehr oft stehen vor allem die guten Bafos direkt am Ufer im Bereich kleiner Kehrströmungen mit ein bisschen Deckung von oben, da sollte der Köder eher oben bleiben, muss aber sehr präzise geworfen und/oder geführt werden.

    ...and the World is still wild and wide and negotiable..

  • Danke euch schon mal für die Antworten. Habe es heute gleich nochmal und ähnlich erfolglos probiert, aber immerhin habe ich noch zwei Angler getroffen, denen es genauso ging und geteiltes Leid halbiert sich ja bekanntlich ;)


    Nachdem ich es gestern vor allem mit Spinnern, Blinkern und ein paar kleinen Wobblern probiert habe, waren heute auf deinen Tipp hin, Herbert, kleine Gummifische dran. Rein vom "Handling" lag mir das besser, aber das lag vermutlich v.a. daran, dass sie vom Gewicht her eher zur Rute (10-30g) gepasst haben und gestern temperaturbedingt noch Mono-Schnur drauf war. Mit der ganz leichten Rute (2-10g) habe ich mich noch nicht richtig getraut, in der vagen Hoffnung/Furcht, dass gleich eine größere Forelle beißt und meine kaum erprobten Drillkünste überfordert :P.


    Der Zuagroaste : Die im Internet erhältlichen sehen sehr leicht aus. Würde das mit der 2-10g Rute und einer 0,10er Geflochtenen denn Sinn machen? Oder bräuchte man da noch feineres Gerät? Habe mir als Zwischenlösung mal Insektenlarven aus Gummi bestellt, vielleicht interessieren sie sich dafür.


    Lars : Heute ist eine Bestellung mit mehreren kleinen Wobblern angekommen, die werde ich bei nächster Gelegenheit mal versuchen. Es mag sein, dass meine Köderführung generell auch zu schnell war. Präzise Führung würde ja vermutlich bedeuten, dem Fisch den Köder nicht direkt vor die Nase zu werfen, sondern eher weiter unter/oberhalb hinzuzielen, um ihn ihm direkt vor der Nase vorbeizuführen, oder? In jedem Fall ist es auch an erfolglosen Tagen ein gutes Wurftraining ;). 14 cm sind ja riesig! Geht's der zupackenden Forelle da eher um Revierverteidigung oder will die so ein Trum wirklich fressen?


    Ich habe jetzt zumindest ein paar gut aussehende Stellen im Kopf und werde versuchen, sie beim nächsten Mal unauffälliger anzuwerfen.