Starnberger See 2018

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  • Servus!

    Ich mach mal auf...geht ja bald los! :bash:


    Nachdem es ja noch nicht angefangen hat und es nicht zu Berichten gibt, würde ich euch gerne kurz an einem Erlebniss aus dem November 2017 teilhaben lassen.


    Es war mitte November und ich bin bei Sonnenschein spazieren gegangen.

    Dann dacht ich mir, da vorne ist ein Bach, da gehst Du jetzt hin und "schaugst a moi nei."

    Dachte mir erst das es kein Sinn macht da nach Lebewesen zu schauen da es ja eh nur Enten zu sehen gibt.

    Als ich dann an einer Stelle vorbei bin wo das Wasser etwas tiefer als Knöcheltief war hab ich was aus dem Wasser ragen sehen.

    Erst dachte ich ein Stock/Ast mit nem Blatt dran. Aufeinmal Blatt weg, Blatt wieder da, Blatt bewegt sich. Aha! Da iss was!

    Ich langsam näher hin und was seh ich da...

    Zwei Forellen beim Liebesspiel. Schön hinter/schräg nebeneinander schwimmend in der Strömung.

    Hab jetzt nicht 100 Prozenig erkennen können ob Bach oder Seeforelle, Die vordere sehr Hell und die hintere eher bräunlich grünlich..soweit man das Unterwasser erkennen kann.

    Das Spiel ging locker ne gute Stunde. Immerwieder hat sich die vordere größere Forelle auf die Seite gelegt und mit dem Schwanz ne Laichgrube gegraben.

    Dann war es soweit und der vordere Dame hat das Zittern angefangen. Der Herr dahinter war sehr bemüht zum Zeitpunkt bereit zu sein und er hat seine Milch dazu gegeben.

    SUPER tolles erlebnis.

    Das hat sich paar mal wiederholt. Ich saß da noch ne zeitlang und hab weiter beobachtet, bis ich sah das keine 30cm dahiner in einer seitlichen Senke eine deutlich kleinere Forelle auf die eigene Chance gewartet hat.

    Einmal ist die hintere Forelle von der Strömung abgedriftet und die kleine Forelle war sofot an der großen dran.

    Ich schätz mal das die vordere größere Forelle etwa (eher) 40-max 45cm hatte, dann der Milchner etwa 35cm und der kleine "Gelegenheitsdieb" wenn überhaut 30cm

    Schön zu sehen war das sich unsere Fische in sogenannten "nicht geignet für die reproduktion" Bächen alleine ohne Menschen Hilfe paaren.


    Hoffentlich haben die Enten die Rogen nicht gleich weggefuttert. :blink:


    Hab letztes Jahr mehrere Fische in wirklich flachen Wasser beobachten können.
    Eine Forelle mit minimum 60cm. Mehrere kleine bis mittlere Forellen und einige Saiblinge (Bach oder See schwer zu sagen)

    Saiblinge waren geschätzt etwa zwischen 25 und 45cm.


    Also gibt es in den zuflüßen des Sta Sees tatächlich Leben. Das ist erfreulich.


    Hab auch paar Fotos gemacht (weiß aber nicht ob es gut ist die öffentlich reinzustellen. Deswegen hab ich auch kein Ort genannt.)

    Wenn die mal jemand sehen mag dann kann er mich gern anprechen wenn wir uns persönlich begegnen.


    Gibts von euch irgendwas interessantes was passiert ist?


    Petri Heil

    Gags

    Wer Schreibfelher finet, darf Sie ruihg behalten... :-)

  • Danke Gags 😀! Wunderschönes Schauspiel! Beim Fischertreffen wurde auch ereähnt dass die Starnberger im Maisinger Bach gezielt mit Forellen besetzen. Könnt schon sein dass da eine kleine Reproduktionseinheit für den See beheimatet ist/wird. Ist hald ein Riesen-See mit vielen Haken und nochmehr Netzen für die paar Bächlein...

    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Hoffen wir auf viele Fettflossen ab April 🎣😀! Tobi

  • In dem winzigen Bach neben dem "Forsthaus" habe ich auch regelmäßig Forellennachwuchs beobachten können - aber was sind schon 4 - 5 Fischlein die vielleicht einmal in den See abwandern?

    In den kleinen Bächen fehlen oft Versteckmöglichkeiten, Strukturen, Kies, beständige Wasserführung... Und der Maisinger Bach im Stadtgebiet besteht ja nur aus Beton :(

  • Naja, 5 Forellen sind schon ein Anfang.

    Allerdings nur wenn keiner kommt und diese dann rauskeschert.
    Deswegen wollte ich auch nicht den genauen Standort sagen wo ich das Schauspiel beobachtet hab.

    Ich unterstelle hier im Forum niemandem das er sowas tun würde. Andereseits gibt es Leute die solche Infos nutzen und falsches tun.
    Hab sogar eine nicht überprüfte Geschichte gehört die Forellen aus dem Bach holen und in einen stehenden Weiher bzw. Teich ohne zufluss schwimmen lassen.

    Im Sommer ist klar was passiert.


    Von der auswilderung im Maisinger bzw. Georgenbach hab ich schon gehört.

    Ist eine gute Sache und ein guter Anfang.

    Mich freut es das da jetzt was passiert.


    Ich mache mir schon seit Jahren Gedanken warum diese Seeforellen Besatzmasnahmen nix bringen.

    War schon immer der Meinung das die Fische nicht im See ausgesetzt werden sollten sondern in diversen Bächen.

    Ob als Brut oder 1-2sömmrige.

    Ich denke das die starken Fische sich durchsetzen würden, trotz wenig Wasser oder "ungeeigneten Bedingungen" auch überleben würden und ihren Weg schon machen.

    Diese dann auch wieder zurückommen, falls kein Netz dazwischen war.


    Die Natur gibt es seit Millionen von Jahren und irgendwie hat sie es auch ohne uns Menschen geschafft zu überleben und sich zu entwickeln.

    Jetzt sind wir da. Wir machen alles erst Kaputt, dann mischen wir uns ein, dann konrollieren wir alles, verändern alles, meinen was gut zu machen und machen noch mehr Kaputt.


    Das wir bissal anschieben ist okay aber dann einfach mal sein lassen.


    Ein Beispiel mein Aquarium.

    Wenn ich eingreife kommt alles durcheinander. Lass ich es sein ist alles super.

    Das Wasser hab ich seit 3-4Jahren nicht mehr gewechselt oder gereinigt und die Wasserwerte, Fischgesundheit und Reinigung funktioniert hervorragend.

    Ich sorge nur für Strömung und mehr nicht. Rest passiert alles natürlich.


    Dann gibt es Leute die jede Woche seit Jahren das Wasser wechseln zu 50% und ständig dran rumfummeln.

    Die kotzen ab weil soviel Arbeit macht.


    Mich fragen Sie wie ich das mache..

    Antwort: Ich mach garnix.

    Kein Putzen, Reinigen vom Boden, schneiden von Pflanzen usw.


    Also setzt sich dieses kleine sehr empfindliche Ökosystem alleine durch und stellt sich ein.

    Vorrausgesetzt wir mischen uns nicht dauerend ein.


    Der begradigte Georgenbach ist ein trauriges Beispiel.

    Nicht ein Stein oder Brocken liegt im (unteren) Flußlauf. Keine wechselnde strömungs-geschwindigkeiten.

    Alles gerade und geordnet.

    EIn wunder das da überhaut Fische zu sein scheinen.

    Ich würde da paar Steine verteilen damit die Geschindigkeit des Wassers an stellen gebremst und an stellen beschleunigt wird..nach vorbild eines natürlichen Bachlaufs.

    Es gibt sogar in Österreich einen Fluß-Doktor. Der hat sich mit den Strömungen, Bachläufen usw beschäftigt.

    Hab da mal ne Reportage gesehen. War interessant was der so macht.


    Aber der Georgenbach ist ja unwichtig und fällt nicht ins gewicht. Da ist die Isar viel wichtiger. Die Isar interessiert Medien, Georgenbach nicht.

    Meine Meinung: es sind beide wichtig und sollten beide nätürlich gehalten und "zurückgebaut" werden.

    Bei der Isar ist ja schon ne menge passiert. (viel zu wenig aber ein Anfang)


    Wie seht ihr das Bach/Zuläufe Problem am StaSee?


    Grüße Gags

    Wer Schreibfelher finet, darf Sie ruihg behalten... :-)

  • Servus Gags, deine Beobachtungen vom November find ich sehr erfreulich. Auch wenns nur ein paar Forellen sind, die wieder zum Laichen aufsteigen, ist das doch immerhin schon mal besser wie gar nix. Und wer weiß, vielleicht werdens ja die nächsten Jahre mehr. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt......

    Deine Idee, das Ökosystem sich selbst zu überlassen wird nicht funktionieren, da es leider zuviele Einflüsse von Außen gibt (jede Menge Berufsfischer und Angler, steigende Zahl fischfressender Vögel, Massentourismus, Bootsverkehr etc.). Außerdem sind die Zuflüsse nicht wirklich in einem guten Zustand. Viele haben zu wenig Wasser oder sind verschlammt. Belastung gibts auch durch die Landwirtschaft und verbaut sind auch einige (z.B. die Ach in Seeshaupt).

    In der Süddeutschen war vor kurzem ein Artikel über die Gewässerqualität im Landkreis Starnberg. Da wurde der See selber zwar mit gut bewertet, die Zuflüsse aber alle nur mit mässig, was die Lebensbedingungen für Fische betrifft. Ohne weitere Renaturierungs und Besatzmaßnahmen wirds wohl nix mit einem auf Dauer brauchbaren Seeforellenbestand werden.