Bestimmungen & Informationen

  • Saison: 01. Mai bis 30. September


    Fischarten: Renke, Seeforelle, Hecht, Barsch, Zander, Karpfen, Aal

    Fischereiverein:
    Fischereigenossenschaft Kochelsee


    Preise: Tageskarte 11 €; Wochenkarte (1/2/3) 25/28/50 €; Monatskarte 65 €; 5 Monate 180 €


    Kartenausgabe:
    - Berufsfischerei Kochelsee, Schlehdorf, 08851-1345
    - M. Sonnleitner "Zum-Isarfischer", 83646 Bad Tölz, Lengrieser Str. 24, 08041-7979075
    - Tourist-Info Kochel, 08851-338


    Leihboote:
    - Alfons Leo, Mittenwalder Strasse 23a, Finkenberg-Kochel Tel.: 08051-462


    Slipmöglichkeiten: Nach dem Seehotel "Grauer Bär"; von Kochel kommend Richtung Kesselberg/ Walchensee


    Wichtig:
    Gefischt werden darf von 6-20 Uhr vom Ufer; von 6-14 Uhr vom verankerten Boot.
    Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag von 6-20 Uhr (vom Ufer sowie vom verankerten Boot)
    Eine Blinkerstrecke ist ausgewiesen.
    Das Schleppen ist generell verboten.
    Hegene ist verboten! (d.h. jegliches mit mehr als einer Nymphe)


    Infoblatt


    Infoblatt


    [PDF; mit freundlicher Genehmigung des WWA Weilheim 2008]


    Gewässerbeschreibung und Kurzinfo:


    Größe: 6 qkm, 15 km Uferlänge
    Höhenlage: 598 m
    Tiefe: max. 66 m
    Entfernung von München: 75km
    Landkreis: Bad Tölz/Wolfratshausen


    Der Kochelsee ist durch eine besondere Wassersituation gekennzeichnet. Die Loisach, die bei Schlehdorf in den See einmündet und ihn bei Kochel wieder verlässt, ist eher als Moorwasser zu bezeichnen und ist durch die typische Färbung und den Nährstoffgehalt gekennzeichnet. Über das Walchenseekraftwerk hingegen, fließt ständig frisches, klares und sehr sauerstoffhaltiges Wasser ein. Einerseits besteht damit durch das mit der Loisach eingebrachte Moorwasser hohe Fruchtbarkeit, andererseits findet sich, dem unbelasteten Walchensee-Wasser entsprechend, ein unerwartet hoher Edelfischanteil. Ein Indiz für das positive Zusammenwirken dieser beiden Faktoren ist der anhaltend hohe Renkenertrag der Berufsfischerei.


    Was die Sportfischerei angeht, so ist diese durch die Berufsfischerei leider allzu sehr in ihren Möglichkeiten beschnitten. Einschränkungen und Verbote, bis das Erlaubnisscheinformular voll ist.
    Zu wünschen wäre wenigstens, das Angelverbot zur Nachtzeit aufzuheben, um dem Aal, welcher in guten Stückzahlen und vor allem in viel versprechenden Größen vorkommt, besser befischen zu können. Auch sollte eine Schleppfischerei vom Boot aus, und zwar ganztägig, zugelassen werden. Die Fischereirechtinhaber argumentieren ihrerseits, dass andauernde Beschädigungen der Fischereigeräte diese strengen Bedingungen nötig gemacht hätten.
    Trotz dieser Unstimmigkeiten kann man am Kochelsee Erfolge verbuchen.


    Die Sportfischerei konzentriert sich weitgehend auf Karpfen, Schleie und Renken. Die genannten Arten sind nicht nur in großem Umfang im See vertreten, sondern weisen auch oftmals kapitale Gewichte auf. Von der Verwendung einer Grundbleimontage, zum Schleien und Krapfenangeln, ist abzuraten, da der Köder dadurch oftmals im Schlamm versinkt. Besser geeignet ist eine sorgsam ausgebleite und ausgelotete Posenmontage in Grundnähe.
    Als Köder sind Kartoffel, Teig oder Wurm gleich gut. Günstige Zeiten für Karpfen und Schleie bestehen von Anfang Juni bis Ende August.


    Vom Boot aus konzentriert sich die Fischerei mehr auf Renke, Hecht und seltener Forelle. Erfahrungsgemäß bringen hier Wurm und Nymphe die größten Erfolge.
    Auf Hecht ein frisch getöteter Köderfisch an der Posenmontage. Die beste Zeit für den Hecht ist Mai, Juni und der September.


    Insgesamt gesehen ist der See nicht gut begehbar. An seiner Südseite grenzt er teilweise an die Felsen des Herzogstandmassivs. Im Norden hingegen leiten ausgedehnte Verlandungsflächen in das Alpenvorland über. Neben kleineren Strecken im Bereich von Kochel und Schlehdorf sind auch Teile des Südufers zugänglich. Diese können jedoch erst nach einem längeren Fußmarsch entweder von Schlehdorf oder von der Kesselbergstrasse aus erreicht werden.



    Günstige Fangplätze:


    Am Loisacheinlauf und vor allem den dort, durch Verlandung gebildeten Altwässern bestehen gute Chancen auf Karpfen und Schleien.
    Gute Bedingungen vom Ufer herrschen links und rechts des Seehotels Grauer Bär, an der dortigen Uferstrecke. Sowie, vor allem zum Spinnfischen auf Forelle und Barsch, im nicht eingezäunten Bereich des Kraftwerkausflusses.
    Ansonsten ist die Fischerei vom Boot aus überall gleich gut. Die Renken ziehen meist in Schwärmen umher, so dass man abwarten kann oder den Schwarm suchen muss. Ein guter Platz ist, von Kochel aus, kurz vor dem Strandbad Trimini.
    Meist ist dieser Platz schon von weitem durch das ein oder andere ankernde Boot gekennzeichnet.


    Copyright 2007 by Andreas Heinrich