Kunstköder-Logistik. Wie macht's ihr?

  • Der Winter ist ja die Zeit um Geräte-Inventur zu machen und auch ein bisschen so die Strategien zu überdenken, bzw. neue Pläne zu schmieden. Was mir die letzten Jahre oft aufgefallen ist - ich brauche für meinen Geschmack zu viel Zeit bei der Vorbereitung, sprich beim Zusammenpacken des Gerätes, Auswählen der Geräte und eben vor allem Kunstköder. Aus der großen Kiste Zuhause sortiere ich das Ensemble in kleine tragbare Kisten fürs Wasser, mit dem Erfolg, dass nach ein paar Wochen alles zwischen Auto, Boot, Tasche, Wohnung und Keller wild durcheinander geht und immer das, was man bräuchte, nicht zur Hand ist oder auf dem Wasser sind neue Gegebenheiten, man will nicht schleppen sondern werfen, es ist seichter als gedacht und man hat die falschen Sachen dabei. Ich gebe zu, dass ich im Laufe der Jahre auch einem leichten Sammelwahn erlegen bin, was die Auswahl natürlich nicht leichter macht. Mich würde interessieren - geht ihr immer mit dem gleichen bewährten Arsenal ans Wasser, eine Allround-Mischung? Oder sortiert ihr vor jedem Tag neu aus - und hinterher wieder ins Archiv? Wie viele Kunstköder nehmt ihr mit, wann ist es zu viel, wann zu wenig? Und sollte man nicht vielleicht einfach mal sagen: Fünf Köder, die dieses Jahr knallhart durchprobiert werden, nicht mehr?

  • Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Problem auch HATTE.


    Und nun zu dem HATTE:
    Ich habe mich dann eine zeitlang damit beschäftigt, was ich wirklich brauche.


    Nun habe ich eine kleine Köderbox, welche locker in eine 35er Tragetasche passt.
    Beispiel Forelle:
    1 tieflaufender, ein flachlaufender Rapala- jeweils in Bachforellenoptik und einmal in auffälliger Farbe.
    Dazu einen Forellenzopf und einen silbernen und kupferfarbenen Meps.
    Macht 7 Sachen, dazu noch...
    Ein paar Wirbel, Zwickblei und für den Fall, dass zufällig was dickes da steht( Hecht/Huchen etz...) einen Wobbler im Forellendekor mit zirka 18cm, gleich fertig montiert mit Stahlvorfach!
    Angel, Kescher und gut is!


    Grüße,
    Fly

  • Ich habe mein ganzes Geraffel auf 2 kleine Boxen reduziert…( A4 grösse ) ( also keine 20 cm+ Gummifische & Co
    Eine zum werfen, der andere zum schleppen..that´s it…


    Beim Meerforellen Fischen noch extremer, nur ein Blinker in einer Farbe, in 2 Wurfgewichte.. fertig...


    ich habe eher das Problem beim Fliegenfischen… was nimm ich mit…


    Roel

  • Da ich eh am liebsten mit leichtem Gepäck unterwegs bin und meistens an kleineren Fließgewässern/ Seen fische, benötige ich keine großen Mengen an Ausrüstung
    Ich habe für alle Methoden eine kleine Box mit dem nötigen Zubehör z.b Forelle/Barsch mit gut
    10 Gummifischen zwischen 3-5 cm und dazupassenden Jig-Heads bis 4gr, 1 Haarwaschl, 3 Wobblern und 1 Blinker. Dazu noch ein Pack kleine Wirbel und 1 Pack kurze Stahlvorfächer.
    Ich gebe normalerweise den Softbaits den Vorzug gegebüber Hardbaits und verlass mich auf bewährte Modelle (meist Kopytoshads in allen Größen) und setze auch Wobblern/Blinker auf Standarts wie Salmo Hornet, Illex Squirrel oder Moresilda, Tobi und Mozzi-Blinker.
    Solche Boxen habe ich für Seeforelle , Hecht/Zander, Drop Shot und natürlich meine Fliegenboxen ( zwei für Streamer, eine für Trocken/Nymphe)
    Die befinden sich alle in einer Kiste im Kofferraum und werden je nach Bedarf in meine Weste gepackt


    Ich habe mir für diesen Zweck extra eine „Tactical-West“ angeschafft.Eigentlich finde ich diesen ganzen Army/Militärkram ganz fürchterlich, das modulare Aufhängesystem dieser Weste ist aber einfach zu praktisch. Es erlaubt einem, Taschen unterschiedlichster Größen frei an der Weste anzubringen. So kann man die Taschen nach der Größe der Ausrüstungsboxen wählen und nicht anderherum.
    Normalerweise habe ich dann zwei Kunstköderboxen und eine Notfall-Naturköderbox (mit Grundblei, Schwimmer, Haken etc.) dabei.