Langzeittest Gummistiefel Tretorn Setter Outlast

  • Hallo,
    den Gummistiefel habe ich mir im Frühjahr 2009 angeschafft. Ich wollte endlich einen Stiefel der nicht nach maximal einem Jahr Nutzung den Geist aufgibt. Die billigeren Modelle bis 50 Euro, die ich mir in den Jahren zuvor angeschafft hatte, waren der Mehrfachbelastung Angeln, Hundespaziergänge und exzessives Schwammerlsuchen nicht lange gewachsen gewesen. Daher investierte ich beim Händler meines Vertrauens 140 Euro in den Wandergummistiefel "Setter Outlast" des schwedischen Herstellers Tretorn mit folgenden Fakten:
    Obermaterial: Dunker-Gummi, weicher Naturkautschuk
    Einstellbarer Schaft für individuelle Passform
    Schafthöhe: 43 cm
    Futter: Outlast
    Herausnehmbare Komfort-Innensohle mit Outlast
    Mittelsohle: Mehrschichtige Konstruktion mit verstärktem Fußgewölbe
    Außensohle: Stoßdämpfend mit kräftigem Profil
    Der Stiefel macht einen wertig verarbeitet Eindruck, lediglich die Schnallen zum Einstellen der Wadenweite wirken recht windig. Da ich sie aufgrund meiner "graziösen" Figur nicht benötigte, habe sie gleich abgeschnitten. Ich kann daher keine Aussage zu deren Haltbarkeit treffen.
    Die Paßform des Stiefels ist für breitere Füße perfekt. Ich habe Größe 44-45 und war mit Größe 45 bestens bedient. Er sitzt wie bequem wie ein Trekkingschuh, vom Komfort durchaus mit einem guten Lowa oder Meindl zu vergleichen. Selbst bei Bergwanderungen im schwedischen Fjell war immer ein sicher Tritt ohne Umknicken möglich.
    Das Outlast Futter reguliert im angegebenen Temperaturbereich von +15- +5 die Fußtemperatur sehr gut, bei kühlen Temperaturen gab es bei mir kaum "Schweißfüße". Und auch bei moderaten Minusgraden bis ca -5 ° keine " Eisklötze" wie sonst in Gummistiefen üblich.
    Steigen die Temperaturen jedoch über +15 Grad heizen die Stiefel leider ordentlich, der Schuh ist daher im Sommer nur an kalten Tagen komfortabel zu tragen. Dann allerdings mit gutem Fußklima selbst bei schweißtreibenden Wanderungen
    Der Stiefel hat in den ersten zwei Jahren keine Schwächen gezeigt, weder stundenlange Wanderungen oder Dornenbüsche konnten ihm etwas anhaben. Im dritten Jahr zeigten sich kleine Risse am oberen Teil des Schaftes beider Schuhe. Sie ließen sich jedoch mit Aquasure kleben und haben bis zum heutigen Tage gehalten. Jetzt nach vier Jahren sind die Auflösungserscheinungen allerdings nicht mehr zu übersehen, die Sohle hat sich an mehreren Stellen gelöst. Diese wurden zwar ebenfalls von mir geklebt und sind momentan dicht, aber ich denke der Schuh hat demnächst seine maximale Lebensdauer erreicht. Ich wollte mir das gleiche Modell noch einmal kaufen, mußte aber zu meinem Schrecken feststellen, dass der Preis von 140 auf gut 180 Euro in meiner Größe gestiegen ist.
    Da die günstigeren Modelle von Tretorn ein zu schmales Fußbett haben, werde ich mir einen Wandergummistiefel der norwegischen Firma Viking anschaffen.
    Mein Fazit:
    Ein super bequemer Wandergummistiefel für die kühleren Jahreszeiten, für den Preis hätte ich allerdings gerne noch ein oder zwei Jährchen mehr Haltbarkeit gewünscht.