Köderfisch richtig Anbieten

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  • Servus,
    Wie ködere ich meinen Köderfisch für Zander am besten an ,und welche Haken und welches forfach verwende ich am besten
    um die Stachelritter an den Haken zu bekommen und aussteiger zu vermeiden ?

  • ich fische mit einem einzelhaken.... also mit ködernadel einmal durch wobei sich der haken dann an der kopfseite befinden sollte.... die chance is relativ hoch dass der haken dann geschluckt wird.... also is des timing wichtig :-D 
    was ich bei nem viedeo von aso auf youtube mal gesehen habe.... die fischen mit einem system aus 2 einzelhaken .... der tragende haken wird durch die schwanzflosse gestochen und der zweite wird an der brustflosse postioniert ... allerdings kann ich nicht sagen ob des was taugt ... habs selbst noch nie ausprobiert .... beim zanderfischen verwende ich ausschließlich monofile schnur hatte noch nie nen schnurbruch ... und ich behaupte jetz mal dass auch nicht nit hechten zu rechnen ist wenn der köder auf grund liegt .... wir haben damit immer nur große aale und zander gefangen :-D ... das am meisten verwendete system wird denk ich keflar vorfach mit einem zwillingshacken und einem drilling sein .... aber musst du wissen wie dus versuchst ^^


    lg black beauty

  • Servus Bene!


    Es kommt natürlich ein wenig darauf an, wo du angelst. Stillwasser oder Fliesswasser. Grundmontage oder Posenmontage.


    Wenn ich auf Zander mit totem Köderfisch angel - dann meist an Seen; also im Stillwasser.


    Wenn ich mit dem toten Köderfisch auf Grund angel, fische ich immer eine Freilaufmontage bzw. offenenem Rollenbügel. Von noch so fein eingestellten Freilaufrollen halte ich wenig; der Zander spürt den Widerstand und ist weg. Die meines Erachtens beste Methode im Stillwasser ist immer noch mit dem offenem Rollenbügel und Gummiring. Hierfür öffnet man den Rollenbügel, nimmt eine ca. 10cm lange Schlaufe von der Schnur und klemmt diese unter ein Gummiring bzw. Gummiband welches auf der Höhe der Rolle auf dem Rutenblank gewickelt ist. Wenn ein Zander beißt, wird die Schnur unter dem Gummiring hervor gezogen und der Zander kann widerstandslos Schnur von dem geöffneten Rollenbügel abziehen. Genausogut kannst du ein Streichholz oder einen Zahnstocher zwischen Gummi und Blank klemmen - und die Schnurschlaufe hinter das Holz klemmen.


    Die Montage an sich ist relativ einfach gehalten - eigentlich wie beim leichten Karpfenangeln. Auf Hauptschnur fädelt man einen Anti-Tangle Röhrchen, dann folgt eine Gummiperle, die als Knotenschutz dient, und der Wirbel, in dem das Vorfach eingehängt wird. In den Anti-Tangle Boom hängt man dann das Grundblei ein, mit dem man fischen will. Wer kein Anti-Tangle Röhrchen hat, aknn ebenso mit einem Sargblei oder einer Bleikugel direkt auf der Hauptschnur fischen. Das kommt ein wenig aif die Untergrundbeschaffenheit darauf an. Wichtig ist, dass der Fisch ungehindert abziehen kann, bzw. während der heiklen Bissphase keinen Widerstand spürt.


    Über das Vorfachmaterial kann man sich ebenso wie über die Hauptschnur streiten. In Gewässern mit Hechtbestand, sollte man aus waidmännischen Gründen auf ein Stahlgeflecht zurück greifen. Dünnes, flexibles 7x7 hat noch die wenigsten Zander verscheucht. Bei Hechtfreier Zone - ist ein 0,30er Mono Standard.


    Beim Haken wird oft endlos diskutiert. Ich kann dir Einzelhaken der Größe 1 oder 2 empfehlen. Super und wenn du dein Vorfach selber knüpfen möchtest, sind diverse Owner haken oder die Profiblinker Wahnsinnshaken. Wichtig ist nur, dass du eine runde und offene Hakenform wählst, damit die Spitze nicht zu stark am Köderfisch anliegt und dass der Haken dünn und extrem spitz/scharf ist. Das wars auch schon.


    Ein Einzelhaken hakt im Vergleich zum Drilling den Fisch nicht schlechter, der Fisch hat weniger Chance sich im Drill auszuhebeln und der Einzelhaken ist schonender, wenn man untermassige Fische zurücksetzen will.


    Als Köderfisch verwende ich gerne Rotaugen, Rotfedern und Lauben mit ca. 8-15cm Länge. Viel Angler ziehen die Köderfische mit der Ködernadel in den unterschiedlichsten Art & Weisen auf, meist so, dass der Haken an den Kiemen oder im Maulwinkel mit dem Hakenbogen nach hinten austritt. Angeblich spürt der Fisch so den Haken weniger, etc....
    Ich hatte ehrlich gesagt auf diese Art und Weise ne Menge Aussteiger und mag diese Bazelei nicht. Ich ködere den Köderfisch ganz einfach an, indem ich den Haken von unten her durch Unter- und Oberlippe durchsteche. Fertig! Ersten mag ich dieses Ködernadelgefummel nicht, zweitens mag ich den Köderfisch nicht in meinen Händen entsaften und beides zusammen bei Dunkelheit - darauf kann ich verzichten. Beim Anködern durch Ober- und Unterlippe sollte lediglich das Auswerfen etwas sanfter ausfallen. Das wars auch schon.


    Beim Biss, bitte dem Fisch ein wenig Zeit geben. Diese Faustregeln aus der Literatur - naja. Er nimmt den Fisch, schwimmt damit weg, spukt ihn aus, dreht ihn, nimmt ihn wieder und frisst - dannwenn er wegschwimmt soll man den Anhieb setzen. Liest sich verdammt gut und mag in der Theorie auch stimmen.


    Wenn ich einen Biss habe, lasse ich den Fisch ca. 5-10m abziehen und setze dann den Anhieb. Den richtigen Moment findest du schon raus.
    Die kleineren Zander fressen oft gierig - die grösseren spielen bei wenig Futterdruck doch gerne etwas mit dem Köder.
    Im Zweifelsfall an der Schnur fühlen. Ist Widerstand da - passt es meist.


    Ich halte nichts davon länger mit dem Anhieb zu warten, denn die Chance, dass untermaßige Fische den Haken durch das lange Warten zu tief schlucken ist doch sehr hoch.
    In der Regel sind die Fische auch so immer sicher gehakt.


    Grüße, Andreas