Hohwacht / Fehmarn 2012

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  • Hier ist eine kleine Zusammenfassung vom Meerforellenangeln letztes Wochenende an der Ostsee.
    Ziel war wie immer im Frühjahr Hohwacht.
    Als ich Freitag am Flughafen einchecken wollte, gab es die erste Überraschung.
    Ich war wohl etwas länger nicht mehr mit Lufthansa geflogen. Jedenfalls wollte ich meine 3 Gepäckstücke (2 Taschen, 1 Rutenrohr)
    aufgeben, als die Dame am Schalter mich darauf hinwies, dass ich nur 1 (!!!) Gepäckstück mitnehmen darf.
    Ansonsten kostet es 50 € extra pro Flug. Neben mir wurde unterdessen fleißig kostenlos Skigepäck aufgegeben.
    Auch der Versuch, das Rutenrohr irgendwie als Sportgepäck aufzugeben, scheiterte. Nach langem hin und her und einem Probewiegen des Rohrs (2,5 kg)
    war die Dame so nett, dass Ding doch anzunehmen, weil es ja so leicht ist. Für den Rückflug konnte sie natürlich keine Garantie geben.
    Der Krams ist jetzt im Ferienhaus vom Kumpel geblieben und ich kauf mir ne neue Rute für den bayrischen Gebrauch.
    Die zweite Tasche sollte ich als Handgepäck aufgeben. Glücklicherweise frage sie mich noch, ob ich denn in der Tasche spitze Gegenstände usw. hätte.
    Also begann ich, mein Messerarsenal und alle Blinkerboxen umzupacken. Das wäre am Sicherheitscheck sonst interessant geworden.
    Ab dem 1.5.2012 stellt übrigens auch Air Berlin ihr Gepäckkonzept auf diese Weise um.
    Jedenfalls starteten wir mit leichter Verspätung und es war ein angenehmer Flug bis zur Landung in Hamburg. Man sah schon die fröhlichen
    Flughafenanrainer beim Rasenmähen als die Maschine wieder durchstartete und steil gen Wolkendecke flog. Es breitete sich schlagartig Stille im Flieger aus.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit meldete sich eine Stewardess mit dem Hinweis, dass die Maschine wieder durchstarten musste und der Kapitän sich gleich meldet.
    Was er nach einer weiteren langen Pause auch tat. Unten brennt ein Triebwerk irgendeiner Maschine und wir müssen jetzt so lange kreisen, bis alles geklärt ist.
    Hat dann auch nur 20 min gedauert. Nach der Sache hatte ich plötzlich richtig Bock auf einen Schnapps.....
    Der Rest des Wochenendes lässt sich schneller zusammenfassen als die Anreise.
    Wir hatten Freitag Westwinde der Stärke 4-5 mit Böen bis 8. In Hohwacht war nicht ans angeln zu denken.
    Also erst mal schön angrillen und von den Strapazen erholen.
    Am Samstag hatte sich der Wind etwas nach Nord verlagert, die Stärke aber beibehalten und das ganze bei 4 Grad.



    Angeln wollten wir dort eher nicht. Also den Fehmarn und Ostholsteinführer rausgekramt und anhand der Windrichtung ne ruhige stelle rausgesucht.
    Das beschränkte sich dann auf die Süd-Ost Küste von Fehmarn. Also nach Staberhuk. Wie alle anderen Angler an dem Tag....
    So konnte man aber auf dem Weg zum eigenen Angelplatz schon mal abklären, was so geht. Nichts außer Kraut war die Antwort.
    Je weiter man aber am Strand Richtung Westen ging, desto weniger Kraut war im Wasser und mit Einzelhaken war das dann kein Problem mehr.


     


    Hier machte sich auch die Anschaffung meines neuen Watstocks bezahlt.
    Das Wetter pendelte sich nun langsam ein und zwar auf Sonne (5 min), dichte Wolken (10 min), Hagelschauer mit unglaublichen Böen (5 min) und das im gleichbleibenden Wechsel.
    Wenn man es schaffte, bei den Hagelböen den Köder über den Horizont der Steilküste zu befördern (eigentlich sehr ungünstiger Wurfwinkel) konnte man ungeahnte Weiten erreichen.


      


    Es war jedenfalls im Großen und Ganzen eine frostige Angelegenheit.



    Und Fisch? Nix. Kein Anfasser, kein Nachläufer. Bei keinem von ca. 20 Anglern, die sich dort versammelt hatten.
    Nach 6 Stunden wurde eingepackt mit der Vorfreude auf eine warme Bude und kühles Bier.
    Der nächste Tag startete vielversprechend. Der Wind war auf West 1-2 abgeflaut und wir blieben in Hohwacht.



    Das hielt dann ne gute Stunde und war dann auch vorbei.Der Wind frischte ordentlich auf und es war noch kälter als am Vortag.



    Aber es blieb meist trocken.
    Und Fisch? Siehe oben.
    Es blieb also bei der totalen Nullnummer. So waren die zwei Tage ein reines Tackle-Klamotten-Test-Wochenende. Hatte sich ja einiges über den Winter angesammelt.
    Der Rückflug war schön entspannt, nur die S-Bahn hatte ne super Idee. Einen Zug ausfallen lassen und den nächsten als Kurzzug stellen. 1A. Ich hatte aber meinen Sitzplatz und war froh drüber.


    Und noch als kleiner Tipp: Wathosen mit Reisverschluss + Druck auf der Blase = ein Traum!

  • Hallo Alex,


    danke für den Bericht. So habe ich das Meerforellenangeln auch oft erlebt. Man muss schon sehr viel Wiederstandskarft gegen die Natur und viele Stunden im Wasser verbringen. Aber es gibt ja auch die anderen Tage, wo bei erträglichen Wetter plötzlich mehrere Fische beißen. Wenn man immer aus dem Süden anreisen muss ist man halt auf Glückstreffer angewiesen. Aber auch Berichte über Misserfolge lese ich gerne.


    Also bleib drann und bis bald,


    Stefan

    Nur weil etwas keinen Sinn macht bedeutet das ja noch lange nicht, dass man es nicht tun sollte.

  • Hey Alex, cooler Bericht. Habt bestimmt auch ohne Fisch ne riesen Gaudi gehabt. Wünsche euch für das nächstemal schon dickes Petri und hoffe dann nat. auf einen Fang-Bericht.


    Gruß Michael

    Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.



    Albert Einstein

  • Schade... aber danke für dein Bericht...immer wieder schön zum lesen.
    Wir fahren ende April hoch, vielleicht a bissl spät für Mefos aber wir wollen ja auch mit dem Boot raus und schleppen...


    Trotzdem werde ich es mit der Fliegenrute probieren, sofern das Wetter mitspielt.


    Aber zuerst kommt die Seefo dran.... :)


    Roel