"Herbst Äsche" statt Bachforelle

Ihr Zugriff auf dieses Thema wurde eingeschränkt. Insgesamt gibt es 6 Beiträge in diesem Thema.
Um sie alle lesen zu können müssen Sie sich vorher anmelden oder registrieren oder freischalten lassen.

  • Am Donnerstag den 30.09. saß ich morgens unruhig in meinem Home Office und versuchte krampfhaft meine Arbeit so zu organisieren um schnellstmöglich fertig zu werden.


    Donnerstag, der 30. September. Was für ein Datum ...
    Der letzte Tag vor Beginn der Schonzeit für die Bachforelle.
    Der erste Wink mit dem Zaunpfahl zur bevorstehenden sauren Gurkenzeit für Fliegenfischer.


    Mein Entschluss stand fest: Ich muss ans Wasser. Die Arbeit wird es auf jeden Fall überleben ...


    Gegen 15:00 kam ich an der oberen Grenze der Fliegenstrecke an. Und ich stellte fest, dass ich nicht der einzige war, der den 30.09. noch nutzen wollte. Thomas erzählte mir, dass er diesen Abschnitt bereits den ganzen Vormittag ohne Erfolg befischt hatte. Thomas war noch nicht oft an der Mangfall, und so beschlossen wir, unser Glück gemeinsam an einer anderen Stelle zu versuchen.


    Auf der Höhe der Vagener (Speicher)Seen spazierten wir neben der Mangfall stromabwärts und beobachteten das Wasser. An manchen Stellen konnten wir trotz des nicht besonders guten Wetters steigende Fische ausmachen. Das war für uns der Startschuss.


    Ich wählte eine graubraune 14er Nymphe mit Tungstenkopf und befischte damit einen tiefen Gumpen unter einem Abfall. Schon mit dem zweiten Wurf konnte ich eine schöne schlanke Regenbogenforelle mit 38 cm überlisten. Ein klasse Start!


    Ich befischte den Gumpen konsequent mit der selben Nymphe weiter, in der Hoffnung, dass vielleicht auch noch eine Bachforelle anbeißen würde.
    Ich wollte gerade den Platz wechseln und strippte die Nymphe zum letzten mal an dieser Stelle ein, da gab es einen heftigen Ruck und dann einen starken gleichmäßigen Zug nach unten und in Richtung Abfall.
    YES! Vielleicht meine letzte Bachforelle in diesem Jahr?!
    Nach einem längeren Drill konnte ich den Fisch aus dem tiefen Wasser führen und erkannte im klaren Wasser sofort eine Äsche. Und was für eine! Nach zwei oder drei Sprüngen im seichteren und schnelleren Wasser konnte ich die Äsche sicher keschern. Ein stattlicher Rogner mit 48 cm.



    Damit war mein 30.09. für dieses Jahr perfekt. Schöner hätte der letzte Tag vor Beginn der Schonzeit für Bachforellen nicht enden können.


    Thomas hatte an diesem Tag nicht soviel Glück, wird aber sicher wieder an die Mangfall kommen.
    Also auf bald und vielen Dank fürs Fotografieren, Thomas!

  • Hallo lieber Hans,


    was für ein prima Fischer Du bist konnte ich ja im März zum Seeforellenstart am Walchensee erleben. Und Du zelebrierst Deine Tage am Wasser- genau so gehört es gemacht.
    Dein Saisonabschlussbericht hat mir sehr gefallen. Und zwei so schöne Fische an einem Tag, das ist ein hervorrages Ende. Und lässt die lange Schonzeit auf Bachforellen besser überstehen. Ganz sicher freust Du Dich schon auf den ersten März, da bin ich auch dabei. Dann fischen wir wieder zusammen, ich mit meinem historischen Gerät.


    Gruß & Gratulation


    Bernd