Hechtbandwurm im Kochelsee

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  • Hallo, nachdem ich nun ca. 12 Jahre im Kochelsee hauptsächlich auf Renke gefischt habe und zugegeben gut bis sehr gut gefangen habe, hat sich in den letzten ca. 3 Jahren der Hechtbandwurm derartig ausgebreitet und vermehrt, so dass ich die Fischerei auf Renken dort aufgegeben habe. Eine schriftliche Anfrage beim zuständigen Ministerium ergab, dass der Befall vor 2 jahren noch bei ca. 30% lag und dieser Befall sei lediglich ekelerregend und bei Genuss für den Menschen nicht gesundheitsgefährdent. Leider hat sich nach meiner Beobachtung der Befall im letzten Jahr auf schätzungsweise 70-80% der ab ca. 30 cm großen Renken erhöht. Bei einem Tagesfang von 4 Renken mußte ich teilweise 3 Renken entsorgen. Zur Vorsicht habe ich alle gefangenen Renken filetiert und dazu mußte ich festestellen, dass sich die größeren Würmer durch das Fleisch durchgefressen hatten und sich dann weiterlebend direkt unter der Haut ablagerten. Diese Würmer können beim normalen filetieren nur sehr schwierig erkannt werden. Die Berufsfischer und Ausgabestellen für Angelkarten verheimlichen den Befall und verkaufen weiterhin ihre "Hechtbandwürmer" an Verarbeitungsbetriebe wie Gaststätten usw. Leider fischen auch die meisten der Saisonfischer weiter auf Renken und oft hörte ich: Ich ess ja keinen Fisch! Die Schonzeit für Hechte wurde bereits aufgehoben, jedoch kann man auf Grund der unmöglichen Vorschriften, den Hecht nur auf der ausgewiesenen, total überfischten Blinkerstrecke fangen. Dafür schleppen die Berufsfischer direkt vor der Nase mit ihren Feriengästen vorbei. Ich kann deshalb derzeitig von der Reneknfischerei auf dem Kochelsee abraten, wer gerne angebratene Bandwürmer vertilgen möchgte, dem wünsch ich ein fröhliches Petri Heil.

  • Super
    aber das da von den Gesundheitsämter nichts unternommen wird frag ich mich schon. Das ist ja wirklich eine Sauerei.
    Also ich möchte solche Fische bzw. Filets wirklich nicht verzehren.


    MFG
    uwe123

  • Servus!


    Was sollen denn die Gesundheitsämter denn bitte unternehmen?


    Ganz vorne dabei, in Sachen Verbreitung des Hechtbandwurms, sind immer noch wir Angler.


    Solange es Angler gibt, welche die beiden TOP-Hechtbandwurm-Zwischenwirte Elritze & Renke als Köder an anderen Gewässern benutzen, sehe ich keinen Handlungsbedarf irgendwelcher Ämter! Wozu auch.


    Stichwort Walchensee. Dort werden zum Fischen mit dem Plansee-System eimerweise die Elritzen aus fremden Gewässern oder sogar diversen Gartencentern heran gekarrt. Zum Schleppen auf Hecht werden wissentlich die Renken aus dem Kochelsee und Wörthsee benutzt!


    In meinen Augen unverantwortlich!!!


    Wer z.B. an "noch" Hechtbandwurm-freien Gewässern, wie dem Walchensee mit Elritzen oder Renken aus fremden Gewässern als Köder angelt - der handelt in meinen Augen vorsätzlich und ohne Hirn!


    Leider gibt es von diesen Kollegen genügend.


    Grüsse

  • "andreash" schrieb:


    Ganz vorne dabei, in Sachen Verbreitung des Hechtbandwurms, sind immer noch wir Angler.


    Und hier ist das Landratsamt und auch Gesundheitsamt gefordert Köder wie Renke und Elritze zu verbieten.
    Aber wahrscheinlich stehen die finanziellen Aspekte der Berufsfischer wieder mal im Vordergrund


    MFG
    uwe123

  • Ich bin nur erstaunt das hier niemand das Gewerbeaufsichtsamt einschaltet.
    Es ist doch eine Sauerei solche befallenen Fische einem Gast vorzusetzen !


    Ganz gleich wer der Schuldige an dieser Misere ist !


    Natürlich wäre das für die Fischer ein immenser Verlust,aber es werden ja nicht alle Fische befallen sein,oder ?


    Petri
    Herbert