Bestimmungen & Information

  • Saison: 01. März bis 30. September


    Fischarten: Renke, Seeforelle, Hecht, Barsch, Saibling, Aalrutte


    Fischereiverein: Fischereigenossenschaft Walchensee


    Preise: Tageskarte 8€; Wochenkarte 30 €; Monatskarte 107 €; Jahreskarte 250 €


    Kartenausgabe:
    - H.Edlinger "Angelbedarf Edlinger", 82432 Walchensee,Seestraße 15, 08858-422
    - K. Asenstorfer, 82432 Urfeld, Urfeld 27, 08851-363
    - M. Sonnleitner "Zum-Isarfischer",83646 Bad Tölz,Lengrieser Str. 24, 08041-7979075
    - H.P. Randelzhofer,82467 Garmisch-P., Ludwigstr. 90, 08821-4457
    - R. Rasp "Angel & Ködermarkt", 80336 München, Hermann-Lingstr. 11, 089-532480
    - K. Pillmayer "Müller Angelgeräte", 87600 Kaufbeuren, Salzstr. 22, 08341-73371
    - C. Etzel "Angelgeräte Etzel", 82383 Hohenpeissenberg, Hauptstr. 68c, 08805-955027


    Leihboote: 
    - H. Edlinger, Walchensee, Tel. 08858-422 Dienstag Ruhetag, 10€/Tag
    - Asensdorfer, Urfeld, Tel. 08851-363, Freitag Ruhetag, 12@/Tag; Mi. Ruhetag
    - Hotel Einsiedl, Tel. 08858-9010, Dienstag Ruhetag, 16€/Tag, 10€bis 13 Uhr
    - Gasthaus Edeltraut, Walchensee, Tel. 08858-262, 10 €/Tag
    - Hotel Schwaigerhof, Walchensee, Tel. 08858-92020


    Slipmöglichkeiten: Obernacher Bucht bei Einsiedl; Walchensee Bucht; Urfeld; Niedernacher Bucht


    Wichtig:
    Tagesfang von 10 Stück Saiblinge, 5 Stück Renken.
    März und April darf auf Rutte bis 23 Uhr gefischt werden.


    Das Schonmaß der Seeforelle beträgt 60 cm! (Stand: 2010)


    Sonstige Fischereivorschriften:


    Alle künstlichen Köder sind zugelassen.
    Es sind sämtliche Köderfischsysteme zugelassen.
    Beim Angeln mit natürlichen Ködern ist je Handangel eine Anbissstelle erlaubt. Diese darf lediglich mit einem Einfachhaken ausgestattet sein.
    Beim Schleppangeln sind 2 Anbissstellen zugelassen.
    Die Verwendung lebender Köderfische ist verboten.
    In den Monaten Mai bis September ist das Angel von 1 Stunde vor Sonnenaufgang, bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt.
    Im März und April ist das Angeln auf Aalrutte bis 23.00 Uhr erlaubt.
    Der Einsatz von Echoloten wird geduldet.
    In den Mündungsbereichen von natürlichen Zuflüssen ist das Angeln untersagt.
    Es darf vom Boot und von sämtlichen, vom Ufer aus frei zugänglichen Bereichen geangelt werden.


    Der Einsatz von Motorbooten & Elektroantrieb ist untersagt.
    -Ausnahme: Berufsfischer und Rettungsdienst.








    Webcam:


    Walchensee I/II


    Walchensee III


    Walchensee IV


    Walchensee V


    Infoblatt


    Infoblatt


    [PDF; mit freundlicher Genehmigung des WWA Weilheim 2008]


    Gewässerbeschreibung und Kurzinfo:


    Größe: 16 qkm, , 28 km Uferlänge
    Tiefe: max.196 m
    Höhenlage: 800,8 m
    Entfernung von München: 85 km
    Landkreis: Bad Tölz/Wolfratshausen


    Der Walchensee ist ein ausgesprochener Gebirgssee. Wunderschön eingebettet in den Alpen, aber nur eine Autostunde von München entfernt, liegt er in Mitten von, bis auf 2300m aufsteigenden, Bergen. Er besitzt weitgehend steilschartige Ufer und hartgründigen Seeboden. Der See ist fast vollständig unverbaut.
    Durch eine Uferstrasse rund um den See ist der Zugang überall problemlos. Generell ist weit über die Hälfte des Ufers mit dem Auto befahrbar. Lediglich das Ufer im Nord-Osten, zwischen Urfeld und Niedernach ist für PKW gesperrt. Eine schöne und gut ausgebaute Uferstrasse bietet jedoch die Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad diesen Teil des Sees zu erkunden.
    Hervorzuheben sind neben guten Barsch und Hechtbeständen, Fischarten, wie den prächtigen Seesaibling und die schnellwüchsige Seeforelle.
    Gängige Weißfischarten fehlen zur Gänze. Auch die früher zahlreichen Renken sind in den letzten Jahren durch mangelnden Besatz und den Befischungsdruck der Berufsfischer zurückgegangen. Als gut zu bezeichnen ist der relativ konstant bleibende Bestand an Aalrutten.


    Durch technische Eingriffe in den Wasserhaushalt – der Seespiegel wird während des Winterhalbjahres bis zu 6m abgesenkt- ist vor allem die natürliche Vermehrung des Seeforellenbestandes und vor allem der für die Forellen und Saiblinge wichtigen Futterfische wie Elritze und Laube, stark gefährdet.
    Zum Ausgleich dieser Situation werden vom Stromerzeuger, Besatzmaßnahmen mit Klein- und Futterfischen unterstützt.


    Das Hauptaugenmerk der Sportfischer liegt auf dem Seesaibling. Während zu Saisonbeginn zuweilen schon recht gute Fänge getätigt werden können, stellt sich die eigentliche Saiblingsfangzeit meistens erst in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juni ein. Dies wird sofort an der sprunghaft ansteigenden Zahl der Boote auf den bevorzugten Standplätzen, der Walchenseer- und Einsiedelbucht, deutlich.
    Im weiteren Verlauf der Saison kommt es dann zur zeitweiligen Verlagerung der besten Fangplätze, z.B. hinunter nach Urfeld. Auch das Kombischleppen, oder Schleppen mit der Tiefschlepprolle vor der Galerie ist Erfolg versprechend.
    Früher fast ausschließlich praktiziert bzw. als zweifelsfrei bester Köder am See gefischt, jedoch ziemlich in Vergessenheit geraten und auch bedingt durch den Rückgang bis hin zum völligen Verlust der Futterfische, ist die tote Elritze am Zupfsystem (Planseesystem).
    Von einigen wenigen wird neben der Saiblingsfischerei auch der Renkenfang mit der Hegene betrieben. In den letzten Jahren konnte man fast schon von einem Aufschwung dieser Fischart bzw. Methode sprechen. Leider wurde in Sachen Besatzpolitik zu wenig unternommen, um dem Aufkommen dieser Fischart, bzw. der Bestandsförderung entgegen zu kommen. So sind die Renkenfänge wieder deutlich zurückgegangen. Fast schon könnte man von einem Ausbleiben der Renkenfänge sprechen. Umso erfreulicher waren die zeitweilig guten Saiblingsfänge mit der Hegene.
    Zum Fang von Seeforellen können eigentlich keine speziellen Hinweise gegeben werden. Die allgemeine Regel – im Frühjahr und Herbst hoch und im Sommer tief zu schleppen- gilt auch am Walchensee. Schleppen, schleppen, schleppen, heißt hier das Motto, denn die vereinzelt noch vorkommenden kapitalen Fische völlig unberechenbar an den unterschiedlichsten Stellen im See an den Haken gehen können. Leider ist auch hier ein Rückgang der wirklich kapitalen Fische zu verzeichnen. Die Fangmeldungen gingen sehr stark zurück und zu erwähnen gilt das
    vermehrte Aufkommen einer kleinwüchsigeren Art. Evtl. wurde der großwüchsige Walchenseestamm durch schneller anwachsende Fische, die in größeren Mengen für die Berufsfischerei interessanter sind, verfremdet, bzw. verdrängt.
    Natürlich gehen auch diese Fische beim Schleppen an den Haken. Bei ausgedehnten Schleppfahrten muss sehr eindringlich auf die Gefahr plötzlich aufziehender Gewitter hingewiesen werden. Ein guter Anhaltspunkt ist die Sturmwarnleuchte der Wasserwacht im Ort Walchensee. Bei Gefahr empfiehlt es sich, so schnell wie möglich das nächste Ufer aufzusuchen und die weitere Wetterentwicklung abzuwarten.


    Günstige Fangplätze:


    Die besten Saiblingsplätze liegen in der Walchenseer-, Einsiedel-, Niedernacher- und Urfelder Bucht. Spezielle Renkenplätze sind vor der Wasserwacht Walchensee, am Kapelleneck und Klösterl.
    Größtenteils erfolgt die Fischerei vom Boot aus, was aber nicht besagt, dass die Uferfischerei erfolglos ist. Im Gegenteil; viele gute Fänge sind vor allem im Frühjahr vom Ufer aus möglich. Im Frühjahr ist das ganze Südufer Erfolg versprechend, von Einsiedel bis Niedernach. Vor allem der Ansitz mit der Hegene verspricht nicht nur ein idyllischer, gemütlicher Angeltag zu werden. Es sind durchaus gute Fänge im Uferbereich möglich. Die Saiblinge und Seeforellen ziehen stetig umher und man hat gute Chancen mit der Hegene. Sobald sich das Wasser in den Buchten erwärmt, gehen auch hin und wieder Renken an den Haken. Das Südufer und die genannten Saiblingsbuchten sind auch die Stellen der Wahl wenn man sein Glück mit der Spinnrute auf Forellen versuchen möchte. Oft ist jedoch stundenlanges Werfen und genügend Kondition Grundvoraussetzung.
     
    Rutten fängt man am Kraftwerkseinlauf in der Einsiedelbucht. Eine gute Stelle ist auch die „Rutschn“, der Überbau als Lawinenschutz an der Straße von Urfeld nach Walchensee (bei Tauwetter ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn es könnten kleinere Lawinen abgehen). Zu erwähnen ist, dass es dort sehr tief ist. Vor allem die „Hängerträchtigkeit“ dieser Stelle hat schon manchen Angler zur Verzweiflung gebracht. Eine Alternative zum teuren und nicht unbedingt umweltfreundlichen Blei ist an dieser Stelle sicher ein Satz schwerer Stahlmuttern vom Schrottplatz.
    Eine weitere Stelle ist in Urfeld am Bootssteg. Direkt am Ortseingang Urfeld führt die für Autos gesperrte Forststrasse in Richtung Sachenbach. Dort, gleich bei Urfeld, um den Auslaufstollen herum, kann man ebenfalls mit schönen Rutten rechnen.
     
    Wenn man auf Saibling und Forelle schleppen will, ist die Route zwischen den Orten Urfeld und Walchensee ein Klassiker. Auch der Ausgang der Walchenseebucht kann gute Fänge bringen. Mit der Hegene (bei nur einer Angel sind 5 Haken erlaubt, bei zwei Angeln nur jeweils 3) kann man es in der Walchensee-Bucht probieren, oder, am südlichen Ausgang, vor der Kapelle.
     
    Natürlich gibt es auch Hechte und Barsche. Vielleicht sogar in größerer Anzahl und Körpermasse als man vielleicht glaubt. Wenig Befischungsdruck und ein daraus resultierendes ruhiges Leben führen zu manch beträchtlicher Größe.
    Auf Barsch sind die vielen Stege und Bootshäuser empfehlenswert.
    Auf Hecht verspricht das Südufer Erfolg. Das Schlepp und Spinnangeln sind die bevorzugten Methoden.


    Copyright 2007 by Andreas Heinrich