Stallauer Weiher - es war soweit...

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  • ... am Donnerstag waren wir zum dritten Mal draussen. Irgendwann musste der See doch was hergeben :-)


    Diesmal fuhren wir in anderer Besetzung, da der Tom leider arbeiten mußte, entschloß sich mein Spezi Andreas (nicht der Admin hier) mit an das Wasser zu fahren.


    Diesmal ging es etwas früher los, so dass wir um fünf Uhr am See waren. Als die Sonne gerade über die Berge blickte, waren unsere Köder schon im Wasser.


    Wir legten eine Rute mit Wurm und Blei (vorgeschaltet :wink: ) auf Grund - schön weit draussen, eine mit Maiskette an der Pose ca. 10 Meter vom Ufer, eine weitere mit leicht sinkenden Sbiro wieder weiter draussen und Wurm und die letzte schließlich mit Mais, so 5 Meter vom Ufer auf Grund.


    Es konnte also losgehen und wir vertrieben uns die Zeit mit Geschichten aus unserer Jugend...


    Es war gegen kurz vor acht Uhr als Andreas das hochschnellen seines eingehängten Bißanzeigers an der Grundrute bemerkte und blitzschnell hinter der Rute stand und einen geschmeidigen Anhieb setzte. Unter permanenten Zug fummelte er den Bißanzeiger von der Schnur und ich konnte schon an der Krümmung der Rute erkennen, daß dies keine kleine Brasse ist.
    Schon begann der Drill. Da die Schnur im Wasser immer größere Kreise zog holte ich sicherheitshalber mal die anderen Ruten ein. Für die Posenmontage mit Mais war ich dann allerdings zu langsam, die Schnüre hatten sich gekreuzt.


    Andreas drillte ganz vorsichtig, da er Angst hatte den Fisch zu verlieren und ich lief schon ganz ungeduldig mit dem Kescher ans Ufer. Gesehen hatten wir das Fischlein bisher nicht.


    Doch dann konnten wir so 4 Meter vom Ufer zum ersten mal die braune spiegelnde Flanke des Tiers sehen, die aber sofort wieder in der Tiefe verschwand...
    Gar nicht sooo klein, rief ich noch, doch Andreas hatte dafür kein Ohr :-)
    Nach zwei weiteren Minuten etwa hatten wir den Fisch dann in Keschernähe und konnten ihn nach 2 Versuchen auch landen.


    Andreas hatte einen schönen Spiegler an Land gebracht um den er sich auch sofort kümmerte.


    Nach dem Messen und Wiegen stand fest: Der Bursche hatte 58 cm bei exakt 12 Pfund.
    Gar nicht schlecht, für den See, der sonst nichts hergibt :-)


    Als braver Keschermeister durfte ich dann mit dem Tierchen auch mal aufs Foto und ihn ein wenig in die Sonne halten (auch wenn es nicht mein Fang war).


    Sonst spielte der See sein altes Spiel und zeigte sich wieder knauserig mit seinen Gaben.
    Bis auf zwei kleine Barsche und eine Rotfeder ging auch diesmal nichts mehr. Um elf brachen wir dann mit wenigstens einem schönen Fisch wieder auf.


    Ein netter Angelvormittag.


    Gruß,
    Car

  • "detlefb" schrieb:

    Sehr umsichtig gehandelt, mit dem einholen der anderen Ruten, da denkt nicht jeder dran. :green_001:


    Sorry, lese ich jetzt erst richtig!!! :oops:


    Naja, wenn Du vier Ruten nebeneinander liegen hast und auf einer kracht es?
    Schnüre rein, aber fix, sach ich da nur!


    Nichts schöneres als wenn Dir eine Brasse 4 Ruten vertüddelt und Du eine halbe
    Stunde lang Montagen neu knüpfen darfst :-)


    @udo: Danke für`s Lob :)


    Sers,
    Car

  • Hallo,
    das ist ein Bericht wie ich ihn liebe: stimmungsvoll geschrieben, mit schönen Fotos, beim lesen packt einem sofort die Lust, genau dahin zu fahren. Den Stallauer Weiher kannte ich bisher kaum, auch deshalb sind solche Infos so wertvoll. Und wenn dann noch eine Landschaftsaufnahme dabei ist kann man sich ein sehr genaues Bild machen.
    Eine Frage: Wo liegt dieser See?