Die Dropshot Methode

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  • DropShotten kommt ursprünglich aus Amerika und scheint seit diesem Jahr in Deutschland gerade sehr beliebt zu werden. Vor zwei Jahren wurde man zumindest in einem populären Angelladen im Herzen Münchens noch angekuckt wie ein fliegendes Schwein, wenn man nach Dropshot überhaupt gefragt hat...
    Meiner Ansicht nach isses prinzipiell ein wenig wie Hegenen-Angeln, nur eben nur mit einem Köder, verschiebbarem Blei und Gummi-Ködern, anstelle von Nymphen, wobei wohl am verbreitetsten spezielle Gummifische sind, die bereits bei geringsten Zupfbewegung schon stark zu zittern anfangen und auch noch ein wenig "nachzittern".


    Zielfisch ist hauptsächlich Barsch, es wird aber auch erfolgreich auf Zander und wohl sogar auf Hecht und Waller angewandt.


    Die Montage is denkbar einfach. An die optimalerweise multifile Hauptschnur wird ein monofiles Vorfach angebracht (bei Hechtgefahr wird meisten Fluocarbon empfohlen), indem ein, z.T. spezieller Dropshot-Öhrhaken mittels ein Palomar-Knotens eingebunden wird, der mittels eines Knicks vor dem Öhr einerseits besser im rechten Winkel von der Hauptschnur absteht und andererseits besser durch den Gummiköder zu führen ist. Am unteren Ende wird das DropShot-Blei befestigt, das oben ein spezielles, vergentes Öhr hat. Dadurch lässt sich die Schnur knotenlos am Blei festziehen und ggf. verschieben, um die Höhe des Köders über Grund zu variieren:



    Dropshot-Montage - Quelle: Fischereiverein Frauenfeld


    Der "normale" DropShot-Haken hat kurz hinterm Öhr eine Art rechten Winkel, warum wird hier klar denk ich:



    Ködermonateg beim DropShot-Haken - Quelle: angelcenter lurup


    Es gibt auch ganz spezielle Haken, die hinterm Öhr noch ein Art Stütz-Schenkel haben, sog. Standout-Hooks. Ich selbst hab das noch nicht getestet, halte es aber für na sagen wir mal etwas dick aufgetragen (private Meinung!):



    Standout Hook - Quelle:redrockstore.com


    Hier nochmal die Bleie mit veregentem Öhr. Es gibt Sie hauptsächlich länglich und kugelförmig. Die langen sinken schneller, aber auch schneller im Grund ein, dafür sollen sie den Köder leicht spielen lassen, wenn sie umkippen. Die Runden werden eher für festen Untergrund empfohlen, da sie hier angeblich rollen sollen:

    DropShot-Blei Montage - Quelle: Angelparadies Norderstedt via eBay

    Als Gerät
    werden vielfach (bei den Amis eigentlich ausschließlich) kurze vertikal- bzw. sehr leichte Jerkruten mit kleienr Multirolle gefischt. Ich finsche eine 1,8m Daiwa Megaforce mit passender Multirolle, 10-20gr. Wurfgewicht. Ich denke entscheiden is eine weiche Spitzenaktion und eine nicht zu große Länge fürs Handling am Boot. Aber ich denk hier geht auch vieles andere...


    Zur Köderführung kann ich noch nicht viel sagen, da ich selbst noch experimentiere. Grundsätzlich es es wohl eine Form des Vertikalangeln, d.h. ich zupfel die Köder vorsichtig unter dem Boot, bzw. Zittere sie leicht hin und her, da die Methode bereits bei geringsten Bewegungen ein deutliches Spiel entfacht.


    Und zum Abschluss nochmal zwei kleien Fimchen, die ich bei Youtube entdeckt hab:


    http://www.youtube.com/watch?v=KPtTmaPrg_I


    http://www.youtube.com/watch?v=jWSz4jeC_mc


    Hoffe es hilft ein wenig, gruß
    Kahuna

  • Ich habe dieses System statt mit Gummi mit 2-3cm großen Köderfischen versucht. Hat auf Barsch super funktioniert, auf Saibling hatte ich bei 5 Versuchen über jeweils 1 bis 2 Stunden keinen Biss. Kann aber sein, dass Gummi durch das nachzittern und bei entsprechenden Farben eher das Interesse der Saiblinge weckt. Wird auf jedenfall nur mit ganz kleinen Teilen funktionieren, da man ja sofort anhauen muss.
    Petri
    Juvol