Die zweckentfremdete Zupfrute

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  • Hell yeah - endlich Wochenende und die Saison am Plan und Heiterwangersee hat endlich begonnen. Was werde ich da anderes machen, außer zu fischen?
    Eigentlich kann die Saison ja nur gut starten, denn neuer Pächter, guter Besatz und neue Bestimmungen sind alles andere als negativ. Neuerdings darf man mit 2 Ruten fischen, und auch der Heiterwangersee ist ab sofort befischbar.


    Schon am Vorabend bereitete ich mein Tackle vor. 2 Ruten wurder mit Multis bestückt, die Hegenenschwimmerute wurde auch auf vordermann gebracht, und auf meine Zupfruten montierte ich meine neue Alcedo Rolle. Hegene musste auch noch eine spezielle gebunden werden, man tut ja was für seine Fische...


    In der Früh noch schnell das Boot ans Gehängt und ab an den See, 15 Minuten später war auch schon das Boot im Wasser. Noch schnell die Turbid-Wobbler an die Schleppruten und ab gehts. Ruderschlag um Ruderschlag gings in Richtung Sonne, denn es ist, auch wenn man es kaum glauben will, immer noch März.
    Nach einer guten halben Stunde der erste Schlag in der Rute - Anhieb - und .. versemmelt. Naja, kann man nichts machen. Und so ruderte ich weiter, entlang der Scharkante mit den Wobblern im schlepptau. Jetzt verging wirklich eine lange Zeit ohne biss, und es kam ein nerviger Wind auf.


    Und was macht man, wenn die Bedingungen sich ändern? Man sucht sich einen Windstilleren Platz und fischt mit der Hegene. Gesagt getan.
    Und so packte ich die Schwimmerrute aus, montierte eine Hegene und ab gings. Auf der Zupfrute montierte ich meine am Vorabend gebundene Hegene. Natürlich zupfte ich top motiviert meine Hegene am Grund, 5 Minuten, 10 Minuten - geh langsam wird's fad - 15 Minuten - nix.
    Und so hab ich eine gute Stunde herum gefischt. Irgendwann wurde mir das Ganze zu fad, und ich kramte in meiner Tasche herum, um meine Brotzeit zu suchen. Doch statt der Brotzeit viel mir mein geliebter Blinker Prototyp in die Hand. Und so kam es wie es kommen musste, ich kurbelte die Zupfrute herauf, und montierte den Blinker. Der erste Wurf ging schon schön auf Weite, und nach einer kurzen 4-Sekunden-Absinkphase kurbelte ich den Blinker taumeldner weise herein. Und da - BISS - der Anhieb hat gesessen - die Rute krumm. Die Bremse kreischte auf und ich konnte den Fisch nur mühsam heranpumpen, um die gewonnenen Meter wieder dem Fisch geben zu können. Nach guten 5 Minuten war der Fisch endlich am Boot - eine schöne Seeforelle!
    Ein Messen ergab 57 cm - eigentlich wär die Forelle ja maßig gewesen - aber so ein Fisch ist viel zu schön um zu sterben, sodass, ich ihn nach kurzem Fotoshooting wieder released habe.



    Mittlerweile hat sich auch eine Regenbogerin die Hegene geschnappt, welche aber nach kurzm Drill wieder schwimmen durfte - 28 cm dürfte sie Wohl gehabt haben. Die Hegene wieder neu ausgelegt, konnte ich mich wieder auf das Blinkern konzentrieren. Gute 10 Würfe später hing auch schon der nächste Fisch eine dicke Regenbogenforelle schnappte sich den Blinker - nach einem kurzen, aber nicht weniger spekakuläreren Drill mit einigen Sprüngen konnte ich auch diese landen. Die war gerade recht für die Pfanne, und so kam es auch, das ich sie zum mitgehen überredet habe.


    In den folgenden 2 Stunden konnte ich eine wirkliche Sternstunde verzeichnen - 14 Forellen konnte ich noch zum anbiss überreden, davon noch 4 Seeforellen um die 50 cm, ein paar Regenboger und ein paar Bachforellen.



    Zufrieden konnte ich meine Saison eröffnen - überglücklich mit einer schönen Seeforelle.


    TL


    Lukas

  • Hallo Lukas,
    auch von mir ein dickes PETRI!
    Dann wars ja grad wurscht ob man am Plan- oder Heiterwangersee fischte - überall die ähnlichen Fänge. Die haben wohl gut besetzt! Ich wollte mal rüberrudern zu dir, mir versperrte aber eine massive, riesige Eisscholle den Weg.
    Gruß Andi